Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

der HES Tactical UG (haftungsbeschränkt), Ingolstädter Straße 15, 84030 Landshut, Geschäftsführer: Niklas Voss, Registergericht: Amtsgericht Landshut (nachfolgend „Anbieter“)

Hinweis: Diese AGB gelten ausschließlich für Kursbuchungen sowie den Erwerb digitaler Inhalte (Downloads) über ppfgermany.de. Für Coaching-Anfragen wenden Sie sich bitte an niklas.voss@ppfgermany.de.

1. Geltungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Kursbuchungen sowie für den Erwerb digitaler Inhalte (Downloads), die über die Website ppfgermany.de zwischen dem Kunden (nachfolgend „Teilnehmer“) und der HES Tactical UG (haftungsbeschränkt) geschlossen werden. Abweichende Bedingungen des Teilnehmers werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.

2. Vertragsschluss

Der Vertrag kommt zustande, wenn der Teilnehmer das Buchungsformular auf der Website vollständig ausfüllt, die AGB akzeptiert und die Buchung absendet. Mit Absenden der Buchung gibt der Teilnehmer ein verbindliches Angebot ab. Der Anbieter bestätigt den Eingang der Buchung per E-Mail. Die Zahlungspflicht entsteht mit Vertragsschluss.

3. Leistungsbeschreibung

Der Umfang der gebuchten Leistung ergibt sich aus der jeweiligen Kursbeschreibung auf der Website. Der Anbieter behält sich das Recht vor, geringfügige Änderungen vorzunehmen, sofern diese den Gesamtcharakter der Veranstaltung nicht wesentlich verändern. Dies umfasst insbesondere den Austausch von Trainern oder geringfügige Anpassungen des Ablaufplans.

4. Preise und Zahlung

Alle angegebenen Preise verstehen sich als Endpreise in Euro (EUR) inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer. Die Zahlung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe. Der Rechnungsbetrag ist sofort mit der Buchung fällig.

5. Teilnahmevoraussetzungen

Die Teilnahme an Kursen ist erst ab Vollendung des 18. Lebensjahres möglich. Für bestimmte Kurse ist zusätzlich ein Nachweis der Behördenzugehörigkeit (z. B. Polizei, Bundeswehr, Feuerwehr, Rettungsdienst) erforderlich. Der Teilnehmer ist verpflichtet, die auf der jeweiligen Kursseite genannten Teilnahmevoraussetzungen zu erfüllen und entsprechende Nachweise auf Anfrage vorzulegen. Bei Nichtvorliegen der Voraussetzungen behält sich der Anbieter das Recht vor, den Teilnehmer von der Veranstaltung auszuschließen; ein Anspruch auf Rückerstattung besteht in diesem Fall nicht.

6. Widerrufsrecht und Umbuchung

Bei Kursen und Veranstaltungen mit festem Termin besteht gemäß § 312g Abs. 2 Nr. 9 BGB kein gesetzliches Widerrufsrecht. Eine Stornierung oder Rückerstattung des Buchungspreises ist daher grundsätzlich ausgeschlossen.

Der Anbieter bietet jedoch die Möglichkeit einer einmaligen, kostenfreien Umbuchung auf einen anderen Kurstermin, sofern die Umbuchungsanfrage spätestens 7 Tage vor dem ursprünglichen Kurstermin schriftlich (per E-Mail an niklas.voss@ppfgermany.de) eingeht. Ein Anspruch auf Umbuchung besteht nicht; die Umbuchung erfolgt nach Verfügbarkeit und auf Kulanz.

Der Anbieter behält sich das Recht vor, Kurse bei unzureichender Teilnehmerzahl oder aus wichtigem Grund abzusagen. In diesem Fall wird der volle Buchungspreis erstattet. Weitergehende Ansprüche sind ausgeschlossen.

6a. Digitale Inhalte (Downloads)

Für den Erwerb digitaler Inhalte, die nicht auf einem körperlichen Datenträger geliefert werden (z. B. PDF-Downloads wie Reports, Guides oder Trainingspläne), gilt ergänzend: Der Kunde erhält den Inhalt unmittelbar nach Zahlungseingang per Download-Link an die im Bestellvorgang angegebene E-Mail-Adresse.

Mit Abschluss des Bestellvorgangs verlangt der Kunde ausdrücklich, dass der Anbieter mit der Bereitstellung des digitalen Inhalts sofort, das heißt vor Ablauf der Widerrufsfrist, beginnt, und bestätigt seine Kenntnis davon, dass das gesetzliche Widerrufsrecht gemäß § 356 Abs. 5 BGB mit Beginn der Bereitstellung erlischt.

Unabhängig davon gewährt der Anbieter auf digitale Inhalte eine freiwillige Zufriedenheitsgarantie von 14 Tagen ab Kauf: Auf formlose Mitteilung per E-Mail an service@ppfgermany.de wird der Kaufpreis vollständig erstattet.

7. Gesundheitserklärung und körperliche Eignung

Die Kurse des Anbieters beinhalten körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten (u. a. taktische Übungen, Schießtraining, Breaching, taktische Notfallmedizin). Mit der Buchung bestätigt der Teilnehmer, dass er über die für die jeweilige Veranstaltung erforderliche körperliche und gesundheitliche Eignung verfügt.

Der Teilnehmer ist verpflichtet, den Anbieter vor Kursbeginn über gesundheitliche Einschränkungen, Vorerkrankungen oder Verletzungen zu informieren, die die Teilnahme beeinträchtigen könnten. Der Anbieter behält sich das Recht vor, Teilnehmer bei Zweifeln an der gesundheitlichen Eignung von einzelnen Übungen oder der gesamten Veranstaltung auszuschließen.

8. Haftung und Haftungsausschluss

Die Teilnahme an den Kursen erfolgt auf eigenes Risiko des Teilnehmers. Aufgrund der Natur der angebotenen Kurse (taktisches Training, Schießtraining, Breaching, körperlich anspruchsvolle Übungen) besteht ein erhöhtes Verletzungsrisiko, das der Teilnehmer mit der Buchung ausdrücklich anerkennt und akzeptiert.

Der Anbieter haftet nur für Schäden, die auf Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit des Anbieters, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen zurückzuführen sind. Bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) haftet der Anbieter auch bei leichter Fahrlässigkeit, jedoch begrenzt auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden. Die Haftung für Schäden an Leben, Körper und Gesundheit bleibt hiervon unberührt.

Für Schäden an mitgebrachter Ausrüstung, Bekleidung oder persönlichen Gegenständen übernimmt der Anbieter keine Haftung. Der Anbieter empfiehlt den Abschluss einer geeigneten Unfall- und Haftpflichtversicherung.

9. Vertraulichkeit und Bildrechte

Der Teilnehmer verpflichtet sich, keine Foto-, Video- oder Tonaufnahmen von Trainern, anderen Teilnehmern oder taktischen Kursinhalten anzufertigen oder zu veröffentlichen, es sei denn, der Anbieter erteilt hierfür eine ausdrückliche schriftliche Genehmigung. Dies dient dem Schutz der Identität der Instruktoren sowie der Sicherheit aller Beteiligten.

Bei Verstoß gegen diese Vertraulichkeitsklausel behält sich der Anbieter das Recht vor, den Teilnehmer sofort von der Veranstaltung auszuschließen sowie Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Ein Anspruch auf Rückerstattung des Buchungspreises besteht in diesem Fall nicht.

10. Datenschutz

Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

11. Schlussbestimmungen

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist Landshut, sofern der Teilnehmer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.

12. Ergänzende Bedingungen für Unternehmer (B2B)

(1) Anwendungsbereich. Dieser Abschnitt gilt ausschließlich, wenn der Kunde Unternehmer (§ 14 BGB), eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist. Er geht bei Widersprüchen den vorstehenden Regelungen vor. Verbraucherschützende Regelungen dieser AGB — insbesondere zum Widerrufsrecht und zur freiwilligen Zufriedenheitsgarantie — finden auf Unternehmer keine Anwendung. Ein gesetzliches Widerrufsrecht besteht nicht.

(2) Vertragspartner und Teilnehmer. Bucht der Kunde Kursplätze für eigene Mitarbeiter oder Dritte, ist der Kunde alleiniger Vertragspartner und für Zahlung sowie Einhaltung dieser Bedingungen durch die Teilnehmer verantwortlich. Der Kunde übermittelt vor Kursbeginn eine verbindliche Teilnehmerliste (Name, Funktion).

(3) Preise und Zahlung. Preise gegenüber Unternehmern verstehen sich netto zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer. Die Zahlung erfolgt gegen Rechnung; der Rechnungsbetrag ist vollständig vor Kursbeginn zu leisten. Der rechtzeitige und vollständige Zahlungseingang ist Voraussetzung für die Teilnahme. Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, Verzugszinsen in Höhe von 9 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz zu verlangen und vom Vertrag zurückzutreten. Bei erstmaliger Geschäftsbeziehung sowie bei begründeten Zweifeln an der Zahlungsfähigkeit ist der Anbieter berechtigt, Vorkasse zu verlangen.

(4) Umbuchung. Eine Umbuchung auf einen anderen Termin ist einmalig und kostenfrei möglich, sofern die Anfrage spätestens 2 Wochen (14 Tage) vor dem gebuchten Kurstermin in Textform beim Anbieter eingeht. Jede weitere Umbuchung sowie eine Umbuchung innerhalb von 14 Tagen vor dem Termin sind ausgeschlossen und werden wie eine Stornierung (Absatz 5) behandelt.

(5) Stornierung und Nichterscheinen. Eine Stornierung von Kursen und Fortbildungen mit vorab festgelegtem Termin ist ausgeschlossen; die vereinbarte Vergütung bleibt in voller Höhe geschuldet. Der Anbieter kann aus Kulanz einen Zweittermin anbieten; ein Anspruch hierauf besteht nicht. Erscheint ein angemeldeter Teilnehmer ohne fristgerechte Umbuchung nicht zum Kurs (No-Show), bleibt die volle Vergütung geschuldet; ein Kulanz-Zweittermin wird in diesem Fall nicht gewährt.

(6) Ersatzteilnehmer. Der Kunde kann bis 3 Tage vor Kursbeginn einen Ersatzteilnehmer benennen; die Teilnahme des Ersatzteilnehmers steht unter dem Vorbehalt der Bestätigung durch den Anbieter, insbesondere bei Kursen mit Zugangs- oder Eignungsvoraussetzungen. Eine Übertragung des Kursplatzes an Dritte ohne Zustimmung des Anbieters ist ausgeschlossen.

(7) Sonderkonditionen und Nachweispflicht. Werden vergünstigte Konditionen für bestimmte Berufsgruppen, Behörden oder Einheiten gewährt, ist der Anbieter berechtigt, einen entsprechenden Berechtigungsnachweis zu verlangen. Bei unzutreffenden Angaben ist der Anbieter berechtigt, den Differenzbetrag zum regulären Preis nachzuberechnen.

(8) Absage und Änderungen durch den Anbieter. Der Anbieter ist berechtigt, einen Kurs bei Nichterreichen einer angemessenen Mindestteilnehmerzahl, bei Ausfall des Ausbilders, aus Sicherheitsgründen oder aufgrund höherer Gewalt (z. B. Witterung bei Freiluftveranstaltungen) abzusagen oder zu verlegen. Der Anbieter bietet in diesem Fall einen Ersatztermin an; ist dies nicht möglich, werden bereits gezahlte Beträge erstattet. Weitergehende Ansprüche des Kunden, insbesondere auf Ersatz von Reise-, Unterbringungs- oder Ausfallkosten, bestehen nicht, soweit den Anbieter kein Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit trifft.

(9) Teilnahmevoraussetzungen und Ausschluss. Die Teilnahme an körperlich fordernden Kursen setzt die gesundheitliche und körperliche Eignung des Teilnehmers voraus, die dieser eigenverantwortlich bestätigt. Der Anbieter ist berechtigt, Teilnehmer bei fehlender Eignung, Verstoß gegen Sicherheitsanweisungen oder bei Beeinträchtigung durch Alkohol oder andere berauschende Mittel vom Kurs auszuschließen. In diesen Fällen besteht kein Anspruch auf Erstattung.

(10) Zahlungsrückbuchung. Veranlasst der Kunde eine Rückbuchung eines berechtigt eingezogenen Betrags ohne Grund, ist der Anbieter berechtigt, die hierdurch entstehenden Bearbeitungskosten pauschal in Rechnung zu stellen; dem Kunden bleibt der Nachweis geringerer Kosten vorbehalten.

(11) Haftung und Verjährung. Für mitgebrachte Ausrüstung des Teilnehmers übernimmt der Anbieter keine Haftung. Die Verjährungsfrist für Ansprüche des Kunden wegen Mängeln der Leistung beträgt ein Jahr ab dem gesetzlichen Verjährungsbeginn, soweit gesetzlich zulässig und soweit nicht die Haftung für Vorsatz, grobe Fahrlässigkeit, Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit betroffen ist.

(12) Gerichtsstand und anwendbares Recht. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist Landshut.

Stand: Juli 2026