Taktische MedizinEinsatzkräfte (Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Bundeswehr)

TECC+ Kurs — Taktische Notfallmedizin auf neuem Level

Erweiterter TECC-Zertifikatskurs mit optionalen Medic-Modulen. Live Tissue Training, MARCH-PAWS, invasive Maßnahmen nach C-TECC-Richtlinien — plus Stressinokulierung durch SOF-Ausbilder. Für Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Bundeswehr.

519€Nähe Kassel2 Tage (+ optionale Abend-Module)2026-05-09
Geleitet von aktiven Spezialkräften
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280+ Teilnehmer
TÜV Süd geprüft4.9/5 TrustpilotSteuerlich absetzbar
Jetzt buchen — 519€Begrenzte Plätze · Steuerlich absetzbar
TECC+ Kurs — Taktische Notfallmedizin auf neuem Level

Der TECC Kurs (Tactical Emergency Casualty Care) von PPF Germany ist ein vollständiger Zertifikatskurs nach den Richtlinien des C-TECC (Committee for Tactical Emergency Casualty Care). In drei intensiven Tagen werden Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Bundeswehr systematisch in der taktischen Verwundetenversorgung ausgebildet — von den Grundlagen der Blutungskontrolle bis hin zu invasiven Maßnahmen an echtem Gewebe und realistischem Szenarientraining unter Einsatzbedingungen.

Was ist TECC und warum brauchen Einsatzkräfte diesen Kurs?

TECC (Tactical Emergency Casualty Care) ist die zivile Adaption des militärischen TCCC-Protokolls (Tactical Combat Casualty Care), entwickelt vom C-TECC speziell für den Einsatzkontext von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. In taktischen Lagen — Amokläufe, Terroranschläge, bewaffnete Einsätze — hat der Rettungsdienst keinen Zugang zur Gefahrenzone. Verletzte Einsatzkräfte oder Zivilisten müssen von den Kräften vor Ort versorgt werden, bis eine sichere Übergabe an den Rettungsdienst möglich ist. Ohne TECC-Ausbildung sterben Menschen an vermeidbaren Ursachen: 60 % aller vermeidbaren Todesfälle in taktischen Lagen sind auf unkontrollierte Extremitätenblutungen zurückzuführen — eine Blutung, die mit einem korrekt angelegten Tourniquet in 20 Sekunden gestoppt werden kann.

Die drei Phasen der taktischen Verwundetenversorgung

Der TECC-Algorithmus gliedert die Versorgung in drei Phasen, die den taktischen Realitäten im Einsatz entsprechen. Phase 1 — Direct Threat Care (Care Under Fire): Unter aktiver Bedrohung ist die beste Medizin die Überlegenheit am Feind. In dieser Phase werden nur lebensrettende Sofortmaßnahmen durchgeführt: Tourniquet-Anlage (selbst und Kamerad) und Verbringen des Verwundeten in Deckung. Phase 2 — Indirect Threat Care (Tactical Field Care): Die unmittelbare Bedrohung ist reduziert, aber die Lage nicht gesichert. Hier erfolgt die systematische Versorgung nach dem MARCH-PAWS-Algorithmus: Massive Blutungskontrolle, Atemwegssicherung, Beatmung, Kreislaufstabilisierung und Hypothermie-Prävention. Phase 3 — Evacuation Care (TACEVAC): Transport des Verwundeten zur definitiven Versorgung — Übergabe an den Rettungsdienst oder Verbringung in ein Krankenhaus unter laufender Therapie.

Der MARCH-PAWS Algorithmus — Herzstück des TECC Kurses

MARCH steht für Massive Hemorrhage (massive Blutung), Airway (Atemweg), Respiration (Beatmung), Circulation (Kreislauf) und Hypothermia (Unterkühlung). Jeder Buchstabe repräsentiert eine Behandlungspriorität in absteigender Dringlichkeit. PAWS ergänzt um Pain (Schmerztherapie), Antibiotics (Infektionsprophylaxe), Wounds (Wundversorgung) und Splinting (Schienung). Im TECC Kurs wird jeder einzelne Schritt zunächst theoretisch erklärt, dann an Skill Stations praktisch geübt und schließlich im Szenarientraining unter realistischem Stress kombiniert angewendet. Der Algorithmus wird so lange wiederholt, bis er unter Belastung automatisiert abrufbar ist.

Invasive Maßnahmen an echtem Gewebe

Ein zentrales Alleinstellungsmerkmal des TECC Kurses bei PPF Germany ist das Training invasiver Maßnahmen an realistischem Gewebemodell. Notfallkoniotomie (chirurgischer Atemwegszugang), Entlastungspunktion (Nadeldekompression bei Spannungspneumothorax) und Fingerthorakostomie werden nicht nur am Phantom demonstriert, sondern an echtem Gewebe geübt. Die haptische Erfahrung — das Schneiden durch Haut und Gewebe, das Ertasten anatomischer Landmarken unter Stress, das realistische Feedback beim Einführen eines Tubus — ist durch kein Phantom der Welt replizierbar. Teilnehmer, die diese Maßnahmen am Gewebe geübt haben, berichten von einem grundlegend höheren Vertrauen in ihre Fähigkeiten im Einsatz.

TECC vs. TCCC — zivil vs. militärisch

TCCC (Tactical Combat Casualty Care) ist das militärische Original, entwickelt für den Gefechtsfeldeinsatz. TECC wurde vom C-TECC als zivile Adaption für Law Enforcement, Feuerwehr und Rettungsdienst konzipiert. Die medizinischen Maßnahmen sind nahezu identisch — Tourniquet, Chest Seal, NPA, Nadeldekompression. Der Unterschied liegt im Einsatzkontext: TCCC geht von einem Gefechtsfeld mit militärischer Bewaffnung aus, TECC von polizeilichen oder terroristischen Lagen im urbanen Raum. TCCC-Kurse folgen den CoTCCC-Richtlinien (Committee on Tactical Combat Casualty Care) des US-Militärs, TECC-Kurse den C-TECC-Richtlinien. Beide sind international anerkannt. Der PPF Germany TECC Kurs deckt beide Perspektiven ab und ist für Polizeikräfte, Bundeswehr-Angehörige und zivile Rettungskräfte gleichermaßen relevant.

Für wen ist der TECC Kurs?

Der TECC Kurs richtet sich an alle Einsatzkräfte, die in taktischen Lagen mit Verwundeten konfrontiert werden können. Polizeibeamte in Spezialeinheiten (SEK, MEK, BFE, BFE+, GSG 9) und geschlossenen Einheiten (BePo, USK), die im Einsatz Verletzte versorgen müssen. Feuerwehrkräfte, die zunehmend in hybride Lagen (Active Shooter + Brand) gerufen werden. Rettungsdienstpersonal (Rettungssanitäter, Notfallsanitäter, Notärzte), das in taktische Einsatzkonzepte eingebunden wird. Bundeswehr-Angehörige (Einsatzersthelfer, Einsatzsanitäter, Combat Medics), die ihre TCCC-Kenntnisse auffrischen oder rezertifizieren wollen. Werkfeuerwehren und Sicherheitskräfte von Kritischer Infrastruktur (KRITIS-Unternehmen), die Notfallpläne für Terrorlagen oder Amokläufe entwickeln.

Kursablauf: 3 Tage, 24 Stunden intensives Training

Tag 1 beginnt mit den Grundlagen: Anatomie und Pathophysiologie der häufigsten Verletzungen in taktischen Lagen, dann sofort an die Skill Stations. Tourniquet-Anlage (CAT Gen 7, SOFTT-W) mit dem Ziel unter 30 Sekunden, Wundpackung mit hämostyptischer Gaze (Celox, QuikClot Combat Gauze), Junctional Tourniquets für Leiste und Achsel, Atemwegssicherung mit Wendl-Tubus (NPA) und Kopf-Kinn-Griff, Thoraxtrauma-Versorgung mit Chest Seal (Hyfin, SAM) und Nadeldekompression. Jede Station wird so lange wiederholt, bis die Handgriffe sitzen. Tag 2 widmet sich den erweiterten und invasiven Maßnahmen: IV- und IO-Zugang (intraossär), Volumentherapie unter Feldbedingungen, dann das Herzstück — Notfallkoniotomie, Entlastungspunktion und Fingerthorakostomie an echtem Gewebe. Dazu Hypothermie-Management, Beckenschlinge und Medikamentengabe. Tag 3 ist Szenarientraining: Zwei bis drei realistische Einsatzszenarien mit simulierten Verwundeten, Rauch, Lärm, Dunkelheit und taktischem Druck. Die Teilnehmer müssen unter Stress die richtigen Entscheidungen treffen, priorisieren und die erlernten Maßnahmen korrekt durchführen. Der Tag endet mit einer schriftlichen und praktischen Prüfung und der Zertifikatsvergabe.

Ausbilder mit Einsatzerfahrung

Alle TECC-Ausbilder bei PPF Germany verfügen über reale Einsatzerfahrung in taktischen Einheiten. Sie haben Verwundete unter Feuer versorgt, kennen den Unterschied zwischen Training und Einsatz und teilen diese Erfahrung im Kurs. Die Ausbilder unterrichten nicht nur Algorithmen — sie vermitteln das Mindset, unter extremem Stress die richtigen Entscheidungen zu treffen. Das Betreuungsverhältnis von maximal 1:5 stellt sicher, dass jeder Teilnehmer individuelles Feedback erhält.

Zertifizierung und Anerkennung

Nach bestandener schriftlicher und praktischer Prüfung erhalten alle Teilnehmer das TECC-Zertifikat von PPF Germany. PPF Germany ist als Bildungsträger TÜV Süd geprüft. Das Zertifikat dokumentiert die vollständige TECC-Ausbildung nach C-TECC-Richtlinien inklusive invasiver Maßnahmen. Für Polizeibeamte, Feuerwehrkräfte und Bundeswehr-Angehörige ist die Teilnahme als Fortbildungsnachweis beim Dienstherrn einreichbar. Viele Dienststellen übernehmen die Kurskosten als dienstliche Fortbildung — eine entsprechende Rechnung wird ausgestellt.

Ausrüstung und Material

Teilnehmer sollten im Optimalfall ihre eigene Einsatzausrüstung mitbringen — IFAK, Plattenträger, Helm. Das Training mit der eigenen Ausrüstung stellt sicher, dass die Handgriffe im Einsatz sitzen: Wo liegt das Tourniquet am Plattenträger? Wie schnell ist der Chest Seal griffbereit? Wer keine eigene Ausrüstung hat, erhält Leihausrüstung vor Ort. Sämtliches Verbrauchsmaterial — Tourniquets, Gaze, Chest Seals, NPA-Tuben, IV-Sets, Gewebemodelle — wird von PPF Germany gestellt und ist im Kurspreis enthalten.

Unterschied zum TEM Workshop

Der TEM Workshop (199 €, 10 Stunden) ist ein kompakter Auffrischungskurs für medizinisches Fachpersonal ab Rettungssanitäter-Niveau. Er setzt TECC/TCCC-Grundkenntnisse voraus und fokussiert auf invasive Maßnahmen und Szenarientraining. Der TECC Kurs (ab 449 €, 3 Tage) ist die vollständige Grundausbildung: Er beginnt bei den Basics, arbeitet sich systematisch durch alle MARCH-PAWS-Schritte und schließt mit einer Zertifizierung ab. Wer noch keine TECC/TCCC-Ausbildung hat, startet mit dem TECC Kurs. Wer bereits zertifiziert ist und seine Skills auffrischen will, bucht den TEM Workshop.

Was du bekommst

TECC-Zertifikat nach C-TECC-Richtlinien
Invasive Maßnahmen an echtem Gewebe
Max. 10 Teilnehmer — Betreuung 1:5
3 Tage, 24 Stunden intensives Training
Realistisches Szenarientraining mit Prüfung
TÜV Süd geprüfter Bildungsträger

Kursinhalte3 Module

01Digitale Vorbereitung (8h): TCCC/TECC-Grundlagen, Versorgungskonzepte, MARCH-PAWS Algorithmus, rechtliche Rahmenbedingungen — vorab online, damit vor Ort maximale Praxiszeit bleibt
02Tag 1 (Samstag): Grundlagen & Skill Training — Blutungskontrolle (Tourniquet, Wundpackung), Atemwegsmanagement (NPA), Thoraxtrauma (Chest Seal, Nadeldekompression), Live Tissue Training (Entlastungspunktion, Koniotomie, Woundpacking an echtem Gewebe)
03Tag 2 (Sonntag): Erweiterte Maßnahmen & Szenarientraining — IV/IO-Zugang, Hypothermie-Management, Care Under Fire Drills, realistische Szenarien mit Mimen unter Low-Light und taktischem Druck, Prüfung & Zertifikatsvergabe

Eindrücke vom letzten Kurs

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Du bist eh vor Ort — nutze die Abende für zusätzliche Ausbildungsmodule. Jedes Modul beinhaltet eine Online-Vorbereitung, damit vor Ort maximale Praxiszeit bleibt.

Häufige Fragen

Der TECC Kurs war wirklich mega. Man konnte viel über sich selbst und sein Umfeld lernen. Die Lehrer konnten professionell alle Fragen beantworten. Man wird an seine Grenzen gebracht und darüber hinaus.

Charlotte M.

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Nähe Kassel · 2 Tage (+ optionale Abend-Module) · 2026-05-09

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