SE Ambitionen — Soldat
ab 49 €
12 Wochen auf Bundeswehr-SE-Standard — strukturiert auf PFV-Niveau trainieren.
AnpassungStufe 1 in 12 Wochen, am KSK-7D-Test gemessen — mit Kurzversion für Dienstwochen.

Kurze Antwort: Der Sporttest der Kampfschwimmer verlangt mindestens 60 Sekunden Zeittauchen und 30 Meter Streckentauchen. Beides ist trainierbar, weil dich dabei nicht dein Lungenvolumen begrenzt, sondern dein Atemreiz, und der entsteht durch steigendes CO₂, nicht durch fehlenden Sauerstoff. Genau deshalb ist Hyperventilation vor dem Tauchen lebensgefährlich: Sie senkt das CO₂, verschiebt den Atemreiz nach hinten und lässt dich ohne Warnung bewusstlos werden, während der Sauerstoff längst zu niedrig ist. Ein sicherer Aufbau dauert etwa acht Wochen, findet nur mit einem beobachtenden Partner statt und baut die Toleranz in Etappen auf: 15, 20, 25, 30 Meter und 30, 40, 45, 60 Sekunden.
Ein Kampfschwimmer-Offizier hat es in einem öffentlichen Interview so beschrieben: Tauchen war für ihn der Brocken. Er begann bei elf Metern Streckentauchen. Nach ein paar Wochen konnte er eine ganze Bahn, und das sei der Schalter gewesen, weil viele Bewerber gar nicht glauben, dass Tauchen trainierbar ist, bevor sie es probiert haben. Ein Ausbilder des Kommandos ergänzt in einem anderen Interview, dass ihm nicht das Streckentauchen, sondern das stille Ausharren beim Zeittauchen immer schwergefallen sei: Sobald du nicht mehr aktiv bist, sondern still hältst, wird es eine andere Liga.
Dieser Artikel erklärt, was beim Tauchen wirklich passiert, wie du beide Disziplinen technisch angehst und wie ein Aufbau aussieht, der dich zur Norm bringt, ohne dich zu gefährden. Der zweite Teil ist der wichtigere. Wer ihn überspringt, sollte nicht tauchen.
Wenn du die Luft anhältst, passieren zwei Dinge gleichzeitig: Der Sauerstoff im Blut sinkt langsam, das Kohlendioxid steigt. Den Atemreiz löst das Kohlendioxid aus. Er kommt lange, bevor der Sauerstoff kritisch wird, und er ist bei Untrainierten früh und heftig. Das ist ein Schutzmechanismus, kein Leistungsmangel. Training verschiebt diesen Reiz nicht weg, es lehrt dich, ihn ruhig auszuhalten, und senkt gleichzeitig deinen Sauerstoffverbrauch durch Entspannung und Bewegungsökonomie.
| Begrenzer | Was er bewirkt | Wie er trainiert wird |
|---|---|---|
| CO₂-Toleranz | Der Atemreiz kommt früh und fühlt sich wie Notfall an | Wiederholte kurze Apnoen mit kurzen Pausen, immer unter der Maximaldauer, immer beobachtet |
| Anspannung | Verspannte Muskeln verbrauchen Sauerstoff, der Puls bleibt hoch | Zwerchfellatmung an Land, bewusstes Lösen von Schultern, Kiefer, Händen vor jedem Versuch |
| Bewegungsökonomie (Strecke) | Jeder Zug kostet Sauerstoff, hektische Züge kosten doppelt | Abstoß, lange Gleitphasen, wenige Züge, Zugzahl pro Bahn zählen |
| Kopf | Panik beim ersten Reiz, Abbruch weit vor der Grenze | Reiz als Signal einordnen, nicht als Alarm; feste Routine vor jedem Versuch |
| Lungenvolumen | Spielt eine Nebenrolle | Kaum trainierbar, für 60 Sekunden und 30 Meter auch nicht nötig |
Die Konsequenz für das Training: Du trainierst nicht deine Lunge. Du trainierst dein Nervensystem, ruhig zu bleiben, wenn es unangenehm wird, und deinen Körper, im Wasser weniger zu verbrauchen. Das ist dieselbe Fähigkeit, die im sechswöchigen Auswahllehrgang und in der Hallenphase des ersten Ausbildungsjahres täglich abgefragt wird.
Wer vor dem Tauchen mehrfach tief und schnell atmet, fühlt sich danach länger wohl unter Wasser. Das ist kein Trainingseffekt, sondern eine Manipulation des Warnsystems. Hyperventilation senkt das CO₂ im Blut, ohne den Sauerstoffvorrat nennenswert zu erhöhen. Der Atemreiz kommt dadurch später, der Sauerstoff sinkt aber im gleichen Tempo wie sonst. Das Ergebnis kann ein Blackout ohne jede Vorwarnung sein, oft in den letzten Metern oder Sekunden, wenn du glaubst, es geschafft zu haben.
Deshalb gilt ohne Ausnahme: Vor jedem Tauchversuch normal atmen. Zwei bis drei ruhige, tiefe Atemzüge zur Entspannung sind in Ordnung, eine Serie schneller Atemzüge nicht. Warum Atemtechniken, die auf Hyperventilation setzen, auch für die Stressregulation im Auswahlverfahren ungeeignet sind, haben wir im Artikel über taktisches Atmen erklärt.
30 Meter sind im 50-m-Becken gut eine halbe Bahn, im 25-m-Becken eine Bahn plus fünf Meter, also mit Wende unter Wasser. Beides lässt sich trainieren, und du weißt vorher nicht, in welchem Becken getestet wird. Die Technik ist in beiden Fällen dieselbe: möglichst weit kommen mit möglichst wenig Bewegung.
Der Aufbau geht in Etappen: 11, 15, 20, 25, 30 Meter. Jede Etappe ist so lange dran, bis du sie mit spürbarer Reserve und ruhig tauchst, nicht bis du sie irgendwie erreichst. Wer bei 20 Metern hektisch wird, taucht keine 30, egal wie viele Versuche er macht.

Zeittauchen ist statische Apnoe: Du hältst die Luft an, ohne dich zu bewegen, im Test in der Regel im Wasser. Es ist die Disziplin, die den Kopf am stärksten prüft, weil nichts von dem Reiz ablenkt. Der Ausbilder, der oben zitiert wird, hat recht: Sobald du nicht aktiv bist, ist es eine andere Liga.
| Wochen | Streckentauchen | Zeittauchen | Regel |
|---|---|---|---|
| 1 bis 2 | Ausgangswert ohne Maximalversuch, Technik: Abstoß, Gleitphase, ein Zug | Ausgangswert im flachen Wasser, 3 Versuche, Fokus Ruhe | Zwerchfellatmung täglich 10 Minuten an Land |
| 3 bis 4 | 4 bis 6 × 15 bis 20 m, mindestens 2 Minuten Pause | 4 × 30 bis 40 Sekunden, 2 bis 3 Minuten Pause | Zugzahl pro 25 m zählen und senken |
| 5 bis 6 | 25 m mit weniger Zügen, einmal pro Woche nach 200 m ruhigem Schwimmen | 45 Sekunden mit Reserve, Kontraktionen kennenlernen | Eine Einheit mit leichter Vorbelastung |
| 7 bis 8 | 30 m mit Wende (25-m-Becken) oder im 50-m-Becken, maximal 3 Versuche nahe der Grenze | 60 Sekunden mit spürbarer Reserve, maximal 3 Versuche | Einmalig beide Normen frühestens 5 Minuten nach dem 1.000-m-Schwimmen testen, deutlich unter der Grenze, Partner dabei |
Zwei Wassereinheiten pro Woche reichen, jeweils am Ende einer Schwimmeinheit, wenn du warm, aber nicht erschöpft bist. Wer nach einer harten 1.000-m-Einheit mit hohem Puls sofort taucht, trainiert nicht seine Toleranz, sondern sein Risiko. Der Test verlangt genau diese Reihenfolge, deshalb übst du sie ab Woche 7, aber mit Erholungspause und Partner. Wie das Tauchen in eine Gesamtwoche mit Laufen, Kraft und Schwimmen passt, steht im Kampfschwimmer-Trainingsplan.
Ein Blackout unter Wasser kündigt sich nicht an. Er passiert erfahrenen Tauchern, meist am Ende eines Versuchs, und er ist nur dann nicht tödlich, wenn jemand dich innerhalb von Sekunden aus dem Wasser holt. Diese Regeln gelten für jeden Versuch, auch für die kurzen.
Diese Regeln decken sich mit den Sicherheitsempfehlungen für Apnoetauchen, wie sie unter anderem das Divers Alert Network veröffentlicht. Wer strukturiert und über 60 Sekunden hinaus trainieren will, ist in einem Apnoe-Kurs oder einer Vereinsgruppe mit ausgebildetem Trainer richtig. Für die Norm reicht der Aufbau oben, aber nur mit Partner.
| Fehler | Folge | Korrektur |
|---|---|---|
| Aufgeben, bevor es trainiert wurde | Die trainierbarste Norm bleibt die schwächste | Acht Wochen Etappen, dann urteilen |
| Jeden Versuch als Maximalversuch | Kein Fortschritt, hohes Risiko, Frust | Unter der Grenze bleiben, Reserve aufbauen, Grenze nur alle zwei Wochen antasten |
| Hyperventilation als Trick | Blackout-Risiko ohne Vorwarnung | Normal atmen, Entspannung statt Manipulation |
| Hektische Züge beim Streckentauchen | Sauerstoff weg, Strecke nicht | Zugzahl zählen, Gleitphase verlängern |
| Tauchen nur ausgeruht | Im Test kommt es nach dem Schwimmen | Ab Woche 7 mit Vorbelastung und Erholungspause üben |
| Allein trainieren | Der eine Fehler, der nicht korrigierbar ist | Partner oder gar nicht |
Tauchen ist trainierbar. Die Frage ist, in welcher Reihenfolge.
Im kostenlosen Erstgespräch ordnen wir ein, ob Tauchen, Schwimmen oder Laufen dein größter Engpass ist und wie viel Zeit du bis zum realen Bewerbungsfenster hast. Keine Bestehensprognose, keine Motivationsrede.
Kostenloses Erstgespräch buchen →Stand: September 2026. Die Normen sind auf der Karriereseite der Bundeswehr veröffentlicht. Trainingsaufbau und Etappen sind Erfahrungswerte aus unserer Coaching-Praxis, kein offizieller Plan. Dieser Artikel ersetzt keine Apnoe-Ausbildung und keine medizinische Beratung. Wer Herz-, Lungen- oder Ohrenprobleme hat oder ohnmächtig geworden ist, klärt das ärztlich, bevor er die Luft anhält.
Die veröffentlichte Norm im Sporttest liegt bei 30 Metern Streckentauchen und mindestens 60 Sekunden Zeittauchen. Im 25-Meter-Becken bedeuten 30 Meter eine Bahn plus fünf Meter, also eine Wende unter Wasser. Trainiere beides, weil du vorher nicht weißt, in welchem Becken getestet wird.
Ja, und es ist die trainierbarste Disziplin im ganzen Verfahren. Dich begrenzt nicht dein Lungenvolumen, sondern dein Atemreiz, der durch steigendes CO₂ entsteht, und deine Bewegungsökonomie. Beides lässt sich in etwa acht Wochen so entwickeln, dass 30 Meter mit Reserve gehen. Aufbau in Etappen: 11, 15, 20, 25, 30 Meter, jede Etappe bis sie ruhig und mit Reserve klappt.
Hyperventilation senkt das CO₂ im Blut, ohne den Sauerstoffvorrat nennenswert zu erhöhen. Der Atemreiz, der dich sonst rechtzeitig auftauchen lässt, kommt dadurch später, während der Sauerstoff im gleichen Tempo sinkt. Das kann zu einem Blackout ohne jede Vorwarnung führen, meist in den letzten Metern oder Sekunden. Vor jedem Versuch deshalb normal atmen.
Wer aktuell 10 bis 15 Meter taucht und 20 bis 30 Sekunden statisch hält, braucht etwa acht Wochen mit zwei Wassereinheiten pro Woche. Wer weiter entfernt ist, plant zwölf Wochen. Wichtiger als die Dauer ist die Struktur: in Etappen, unter der Grenze, mit Partner, ohne Hyperventilation.
Nein. Ein Blackout unter Wasser kündigt sich nicht an und ist nur dann nicht tödlich, wenn dich jemand innerhalb von Sekunden aus dem Wasser holt. Jeder Versuch, auch der kurze, braucht einen Partner, der dich durchgehend beobachtet und eingreifen kann. Der Bademeister am anderen Beckenende ist kein Partner.
Zeittauchen ist statische Apnoe: Luft anhalten ohne Bewegung, im Test mindestens 60 Sekunden. Streckentauchen ist dynamische Apnoe: unter Wasser eine Distanz zurücklegen, im Test 30 Meter. Statisch prüft vor allem den Kopf, weil nichts vom Atemreiz ablenkt. Dynamisch prüft zusätzlich die Bewegungsökonomie, weil jeder Zug Sauerstoff kostet.
Gründer PPF Germany · Ehemaliger Soldat
Niklas ist ehemaliger Soldat und Gründer von PPF Germany. Seit 2017 hat er mit seinem Team aus aktiven Spezialeinheitsangehörigen über 738 Athleten erfolgreich durch militärische und polizeiliche Auswahlverfahren begleitet.
Struktur, Progression und die Entscheidungen vorgedacht — du bleibst dein eigener Coach.
ab 49 €
12 Wochen auf Bundeswehr-SE-Standard — strukturiert auf PFV-Niveau trainieren.
AnpassungStufe 1 in 12 Wochen, am KSK-7D-Test gemessen — mit Kurzversion für Dienstwochen.
ab 49 €
12-Wochen-Plan mit 7 SE-Profilen (USK, MEK, BFE+, OEZ, ZUZ, SEK, GSG 9) — für SEK und GSG 9 empfehlen wir die Foundations.
AnpassungBei Mehrschicht-Wochen gibt es die Kurzversion (25 Minuten, kein Gerät) statt der Vollversion — der Fortschritt bleibt.
Ernährung und Regeneration für die EAV-Vorbereitung — auf den Punkt gebracht.
AnpassungSchlaf, Ernährung und Erholung zwischen Schichten so geregelt, dass 5+ Einheiten pro Woche wirken — für Vorbereiter und Schichtdienstler.
Lass uns in einem kostenlosen Gespräch deine Situation besprechen und eine individuelle Strategie entwickeln.
Kostenloses Gespräch buchenJeden Montag: Trainings-Tipps, Insider-Wissen und Strategien direkt in dein Postfach.
Kein Spam. Jederzeit abbestellbar.

Die fünf häufigsten Fehler bei der Vorbereitung auf das KSK-Potenzialfeststellungsverfahren: vom falschen Lauftraining über den unterschätzten Marsch bis zur mental falsch eingeordneten Härtewoche.
Weiterlesen
Die Bundeswehr bildet das Schießen in einer festen Reihenfolge aus: trocken, im Simulator, dann scharf. Beim KSK folgt darauf ein Anspruch, den unser Coach Markus als einen der intensivsten Abschnitte seiner Ausbildung beschreibt. Was daran Kopf und Körper fordert und was du davon vor dem PFV nutzen kannst.
Weiterlesen
T1 bis T5 stehen so in keinem Gesetz. Das Wehrpflichtgesetz kennt drei Tauglichkeitsgrade, die Vorschrift der Bundeswehr macht daraus fünf Signierziffern. Wie die Grade entstehen, was Verwendungsfähigkeit davon unterscheidet und welche Werte für KSK, EGB und Kampfschwimmer gelten.
Weiterlesen