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© BundeswehrKurze Antwort: Die Kampfschwimmerausbildung dauert drei Jahre und gliedert sich laut Bundeswehr in vier Phasen: Phase I ist die Potenzialfeststellung (PFV I bis III, etwa ein halbes Jahr), Phase II die Grundlagenausbildung im ersten Ausbildungsjahr mit Hallen- und Freiwasserphase bis zum 30-Kilometer-Schwimmen mit Ausrüstung durch die Ostsee, Phase III das zweite Ausbildungsjahr mit externen Lehrgängen von Fallschirmspringen bis Sprengen, Phase IV das dritte Jahr mit der taktischen Einsatzausbildung. Wer besteht, geht in ein Einsatzteam des Kommandos Spezialkräfte der Marine in Eckernförde. Zeitsoldaten brauchen nach Ausbildungsende noch sieben Jahre Restdienstzeit, Zivilbewerber verpflichten sich für mindestens 15 Jahre.
Die meisten Texte über Kampfschwimmer enden beim Sporttest. Dabei ist der Sporttest der kürzeste Teil des Weges. Wer sich für das Kommando Spezialkräfte der Marine bewirbt, sollte wissen, wofür er sich bewirbt: nicht für einen Testtag, sondern für dreieinhalb Jahre, in denen die Leistung nicht einmal, sondern täglich abgefragt wird. Dieser Artikel ordnet die Ausbildung so, wie die Bundeswehr sie selbst beschreibt. Wo sie Zahlen nicht veröffentlicht, sagen wir das.
Die Ausbildung beginnt nicht mit dem ersten Tag in Eckernförde, sondern mit dem Auswahlverfahren. Die Bundeswehr zählt es als Phase I der Ausbildung und rechnet dafür etwa ein halbes Jahr: PFV I mit Sporttest und ärztlicher Untersuchung der Taucherverwendungsfähigkeit in Kiel, der Schwimmtaucherlehrgang Modul 1 und 2, das sechswöchige PFV II mit Sport und infanteristischen Anteilen und PFV III mit der Tauchausbildung in der Schwimmhalle. Die Normen, Voraussetzungen und den Ablauf im Detail findest du im Guide zum Auswahlverfahren.
Seit 2025 steht der Weg laut Karriereseite allen Bundesbürgern ab 17 Jahren offen, Soldaten wie Zivilbewerbern, mit Eignung für die Unteroffizier- oder Offizierlaufbahn. Ein älterer Bundeswehr-Beitrag aus 2024 beschreibt noch den Weg über die abgeschlossene Unteroffizier- oder Offizierausbildung als Voraussetzung. Verbindlich ist die aktuelle Auskunft deines Karriereberatungsbüros. Wie Laufbahnen und Ränge zusammenhängen, zeigt die Übersicht Dienstgrade der Bundeswehr.
| Phase | Zeitraum | Inhalt laut bundeswehr.de | Was nicht veröffentlicht ist |
|---|---|---|---|
| I: Potenzialfeststellung | ca. 6 Monate | PFV I, Schwimmtaucherlehrgang Modul 1+2, PFV II (6 Wochen), PFV III | Bestehensquote je Stufe |
| II: Grundlagenausbildung | 1. Ausbildungsjahr | Hallenphase (Langstreckenschwimmen, Zeit- und Streckentauchen, Apnoe), Freiwasserphase bis zum 30-km-Schwimmen durch die Ostsee | Dauer der Hallenphase, Zeitlimit und Bedingungen des 30-km-Schwimmens |
| III: Erweiterte Fähigkeiten | 2. Ausbildungsjahr | Externe Lehrgänge; die Bundeswehr nennt für Jahr 2 und 3 gemeinsam: Fallschirmspringen, Notfallmedizin, Gebirgs- und Winterkampf, Skifahren, Sprengen, Fernaufklärung, Schießen, Fahrzeuge und Boote, Geiselbefreiung, Psychologie, Nahkampf, Antiterrortaktik | Welcher Lehrgang in welchem Jahr liegt, Orte und Dauer |
| IV: Taktische Einsatzausbildung | 3. Ausbildungsjahr | Einsatzverfahren im Team; die Marine nennt Häuserkampf, Orientierung, Bootsausbildung, U-Boot-Austritt durch das Torpedorohr | Abschlussprüfung im Detail |
Der Aufbau folgt einer Logik, die für die Vorbereitung entscheidend ist: Erst wird das Wasser zur Selbstverständlichkeit gemacht, dann kommen die Fähigkeiten dazu, dann die Taktik. Wer im ersten Jahr im Wasser kämpft, hat für alles Weitere keinen Kopf frei.
Das erste Ausbildungsjahr beginnt in der Schwimmhalle. Die Bundeswehr nennt drei Inhalte: Langstreckenschwimmen, Zeit- und Streckentauchen sowie Apnoetauchen ohne Gerät. Das sind dieselben Disziplinen wie im Sporttest, nur ist die Norm jetzt nicht mehr das Ziel, sondern der Ausgangspunkt. Wer die 1.000 Meter im PFV I knapp unter 24 Minuten geschwommen ist, hat hier keinen Puffer. Die Halle ist der Ort, an dem sich zeigt, ob deine Wassertechnik auch am fünften Tag in Folge hält.
Wie lange die Hallenphase dauert, veröffentlicht die Bundeswehr nicht. Was sie veröffentlicht, ist der Anspruch: Schwimmen, Tauchen und Atemkontrolle müssen so automatisiert sein, dass sie unter Kälte, Dunkelheit und Erschöpfung nicht mehr nachgedacht werden müssen. Wie du 1.000 Meter unter 24 Minuten technisch sauber schwimmst und Strecken- und Zeittauchen sicher aufbaust, haben wir in eigenen Artikeln beschrieben.
Aus der Halle geht es ins offene Wasser: Hafen, Küste, Ostsee. Die Freiwasserphase endet laut Bundeswehr mit einem 30-Kilometer-Schwimmen mit Ausrüstung durch die Ostsee. Zeitlimit, Wassertemperatur, Ausrüstungsgewicht und Begleitung nennt die Bundeswehr nicht. Die Größenordnung reicht aber, um zu verstehen, worauf das erste Jahr hinausläuft: Wer 1.000 Meter in 24 Minuten schwimmt, schwimmt in diesem Tempo zwölf Stunden. Das ist keine Sporttest-Disziplin mehr, das ist Ausdauer, Kälteverträglichkeit, Ernährung im Wasser und Kopf.
Für die Vorbereitung heißt das nicht, dass du vor dem PFV 30 Kilometer schwimmen musst. Es heißt, dass Grundlagenausdauer im Wasser und an Land die Basis ist, auf der alles andere steht. Wie du sie aufbaust, steht im Kampfschwimmer-Trainingsplan.
Ab dem zweiten Jahr verlassen die Anwärter Eckernförde immer wieder für Lehrgänge an anderen Standorten. Die Bundeswehr listet für das zweite und dritte Ausbildungsjahr gemeinsam auf: Fallschirmspringen, medizinische Notfallbehandlung, Gebirgs- und Winterkampf, Skifahren, Sprengen, Fernaufklärung, Schießlehrgänge, Fahrzeug- und Bootsausbildung, Geiselbefreiung, Psychologie, Nahkampf und Antiterrortaktik. Welcher Lehrgang in welchem Jahr liegt, in welcher Reihenfolge und wie lange, ist nicht veröffentlicht. Die Phasennamen der Bundeswehr geben die Richtung vor: Phase III baut Fähigkeiten auf, Phase IV fügt sie zum Einsatzverfahren im Team zusammen.
Der Charakter dieser Jahre ist anders als der des ersten: weniger monatelange Dauerbelastung, mehr Lernen in kurzen, intensiven Blöcken an fremden Orten mit fremden Ausbildern. Wer im ersten Jahr gelernt hat, Feedback anzunehmen statt zu verteidigen, hat hier einen Vorteil, den keine Laufzeit ersetzt.
In der taktischen Einsatzausbildung wird aus Einzelfähigkeiten das Handwerk eines Einsatzteams. Ein Beitrag der Marine aus dem Sommer 2026 nennt dafür Häuserkampf (Close Quarters Battle), Orientierungsübungen, Bootsausbildung und den Austritt aus einem getauchten U-Boot durch das Torpedorohr. Kampfschwimmer arbeiten laut Marine in festen Einsatzteams, die sich blind aufeinander verlassen müssen. Was in dieser Phase bewertet wird, ist deshalb nicht nur, ob du die Aufgabe kannst, sondern ob man sich bei Müdigkeit, Kälte und Zeitdruck auf dich verlassen kann. Unser Vergleich KSK oder KSM zeigt, wie sich diese maritime Teamlogik von der des Heeres unterscheidet.
Wer alle Phasen besteht, wird in das Kommando Spezialkräfte der Marine übernommen und trägt das Kampfschwimmerabzeichen mit dem Sägefisch. Eine öffentlich dokumentierte Abschlussprüfung im Sinne eines einzelnen Prüfungstages gibt es nicht; die Bundeswehr beschreibt die Ausbildung als Folge von Phasen, in denen jede einzelne bestanden werden muss. Wer eine Phase nicht besteht, wird zurückversetzt.
Danach beginnt der eigentliche Dienst: Einsatzteam, ständige Weiterbildung, weltweite Bereitschaft. Zur Verpflichtung: Zeitsoldaten müssen nach Ausbildungsende noch sieben Jahre Restdienstzeit haben, Zivilbewerber verpflichten sich für mindestens 15 Jahre. Was Kampfschwimmer verdienen und welche Zulagen es gibt, steht auf der KSM-Einheitenseite.
Wer den Ablauf kennt, trainiert anders. Drei Konsequenzen ziehen wir aus dem, was die Bundeswehr veröffentlicht:
Wie du diese drei Punkte in eine Wochenstruktur übersetzt, welche sechs Bereiche deine Vorbereitung tragen und welche fünf Fehlprioritäten Bewerber Monate kosten, steht im Kampfschwimmer-Trainingsplan.
Vorbereitung auf dreieinhalb Jahre, nicht auf einen Testtag
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Kostenloses Erstgespräch buchen →Stand: September 2026. Dieser Artikel ist eine redaktionelle Aufbereitung von PPF Germany und keine offizielle Veröffentlichung des Kommandos Spezialkräfte der Marine oder der Bundeswehr. Ausbildungsinhalte können sich ändern, verbindlich sind die Angaben deines Karriereberatungsbüros. Zahlen, die die Bundeswehr nicht veröffentlicht, haben wir nicht ergänzt.
Die Ausbildung dauert laut Bundeswehr drei Jahre und gliedert sich in vier Phasen: Potenzialfeststellung (etwa ein halbes Jahr), Grundlagenausbildung im ersten Ausbildungsjahr, erweiterte Fähigkeiten im zweiten und taktische Einsatzausbildung im dritten Jahr. Mit dem Auswahlverfahren sind es insgesamt rund dreieinhalb Jahre bis zur Übernahme in ein Einsatzteam.
Das erste Jahr ist die Grundlagenausbildung. Sie beginnt mit einer Hallenphase (Langstreckenschwimmen, Zeit- und Streckentauchen, Apnoetauchen) und geht in eine Freiwasserphase über, die mit einem 30-Kilometer-Schwimmen mit Ausrüstung durch die Ostsee endet. Dauer der Hallenphase, Zeitlimit und Bedingungen des Langstreckenschwimmens veröffentlicht die Bundeswehr nicht.
Für das zweite und dritte Ausbildungsjahr nennt die Bundeswehr gemeinsam: Fallschirmspringen, medizinische Notfallbehandlung, Gebirgs- und Winterkampf, Skifahren, Sprengen, Fernaufklärung, Schießlehrgänge, Fahrzeug- und Bootsausbildung, Geiselbefreiung, Psychologie, Nahkampf und Antiterrortaktik. Die Marine nennt zusätzlich Häuserkampf, Orientierungsübungen und den Austritt aus einem getauchten U-Boot durch das Torpedorohr. Welcher Lehrgang in welchem Jahr liegt, ist nicht veröffentlicht.
Eine öffentlich dokumentierte einzelne Abschlussprüfung gibt es nicht. Die Bundeswehr beschreibt die Ausbildung als Folge von vier Phasen, von denen jede bestanden werden muss; wer eine Phase nicht besteht, wird zurückversetzt. Das 30-Kilometer-Schwimmen durch die Ostsee am Ende des ersten Jahres ist die bekannteste einzelne Station. Wer alle Phasen besteht, wird in das Kommando übernommen und trägt das Kampfschwimmerabzeichen mit dem Sägefisch.
Laut bundeswehr.de brauchen Zeitsoldaten nach Ausbildungsende noch sieben Jahre Restdienstzeit. Zivilbewerber verpflichten sich für mindestens 15 Jahre. Zusammen mit dreieinhalb Jahren Auswahl und Ausbildung ist das eine Entscheidung für mehr als ein Jahrzehnt.
Nein. Das 30-Kilometer-Schwimmen steht am Ende des ersten Ausbildungsjahres, nach Monaten Hallen- und Freiwasserausbildung. Vor der Bewerbung zählen die sechs veröffentlichten Normen des Sporttests, darunter 1.000 Meter Schwimmen in maximal 24 Minuten. Was du mitbringen solltest, ist eine Grundlagenausdauer, die deutlich über der Norm liegt, und eine Schwimmtechnik, die auch müde hält.
Gründer PPF Germany · Ehemaliger Soldat
Niklas ist ehemaliger Soldat und Gründer von PPF Germany. Seit 2017 hat er mit seinem Team aus aktiven Spezialeinheitsangehörigen über 738 Athleten erfolgreich durch militärische und polizeiliche Auswahlverfahren begleitet.
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