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Reaktionstest

Miss deine Reaktionszeit in 5 Versuchen — als einfache Reaktion oder im Go/No-Go-Modus, wie ihn behördliche Computertests nutzen. Darunter: Bewertungsband, Normwerte und was Polizei, GSG 9 und PFV tatsächlich prüfen.

KURZ BEANTWORTET

Was ist eine gute Reaktionszeit im Auswahlverfahren?

Am Bildschirm gilt ein Durchschnitt unter 250 ms als sehr gut, 250–320 ms ist normal. Entscheidend ist im Verfahren aber nicht der Bestwert, sondern Konstanz und Fehlerfreiheit: Behördliche Computertests prüfen meist Mehrfach- und Go/No-Go-Reaktion — eine Fehlreaktion wiegt dort schwerer als 30 Millisekunden mehr.

Versuch 1 / 5

Gemessen wird ab dem Farbwechsel. Bildschirm-, Maus- und Eingabeverzögerung sind enthalten — die echte Nervenleitzeit liegt darunter.

Dein Ergebnis

Noch kein Versuch gewertet. Der Durchschnitt aus 5 Versuchen ist deutlich aussagekräftiger als ein Einzelwert.

Bewertungsband

EinordnungDurchschnitt (5 Versuche)
Hervorragendunter 200 ms
Sehr gut200–249 ms
Gut250–299 ms
Durchschnitt300–349 ms
Ausbaufähig350–449 ms
Schwachab 450 ms

Orientierungswerte für einfache visuelle Reaktion am Bildschirm (inklusive Geräteverzögerung) — keine amtlichen Grenzwerte einer Behörde.

Wie schnell ist schnell?

Weltklasse-Sprinter (Startreaktion)120–150 ms
Trainierte Athleten am Bildschirm180–220 ms
Durchschnitt Erwachsene250–320 ms
Nach 24 h ohne Schlaf+15 bis +40 %
Ab ca. 0,5 ‰ Alkohol+20 bis +50 %

Spannen aus sportwissenschaftlicher Literatur zur einfachen visuellen Reaktion. Einzelwerte schwanken je nach Tagesform, Signalart und Eingabegerät.

Reaktionstest im Auswahlverfahren

Polizei (Computertest)

Reaktionsfähigkeit ist Bestandteil der computergestützten Testverfahren der Länderpolizeien — meist als Reaktion auf Farb-, Form- oder Tonsignale, oft als Mehrfachreaktion mit unterschiedlichen Tasten je Signal. Zum Polizei-Psychotest →

GSG 9 & BFE+

Im EAV wird Reaktionsfähigkeit im kognitiven Block zusammen mit Konzentration und Belastungssteuerung geprüft — selten isoliert, sondern unter Zeitdruck und Störreizen. Zum GSG 9-Auswahlverfahren →

KSK, KSM & EGB (PFV)

Im Potenzialfeststellungsverfahren zählt Reaktion vor allem unter Ermüdung: Entscheidungen nach Belastung, Merkfähigkeit bei Schlafmangel. Die wissenschaftliche Auswertung des reformierten KSK-Verfahrens (WMM 2025) belegt, wie eng kognitive Messleistungen mit dem Gesamtergebnis zusammenhängen — der Kopf entscheidet mit. Zur kognitiven Vorbereitung →

4-Wochen-Protokoll für den Reaktionstest

01

Woche 1 — Baseline

Drei Messungen an verschiedenen Tageszeiten, je 5 Versuche, Werte notieren. Ziel ist nicht der Bestwert, sondern deine Schwankungsbreite zu kennen.

02

Woche 2 — Schlaf & Wachheit

7–9 Stunden Schlaf über sieben Tage konsequent halten, Messung immer zur gleichen Uhrzeit. Der Effekt ist meist größer als jedes Reaktionstraining.

03

Woche 3 — Fehlerquote statt Tempo

Go/No-Go-Modus dreimal pro Woche mit der Vorgabe: null Fehlreaktionen. Lieber 20 ms langsamer und fehlerfrei — Testsysteme bestrafen Fehlreaktionen härter als Tempo.

04

Woche 4 — unter Belastung

Messung direkt nach 10 Minuten intensiver Belastung (Intervalle, Burpees). So testest du, was im Verfahren wirklich abgefragt wird: Handlungsfähigkeit bei Vorermüdung.

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Quellen & Faktenbasis

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Alle Anforderungen und Werte auf dieser Seite werden gegen offizielle Quellen geprüft. Verfahren können sich ändern — im Zweifel gilt immer die aktuelle Ausschreibung der jeweiligen Einheit oder Behörde.

Häufige Fragen