Determinationstest (DT)
Determinationstest
Der DT gilt als einer der fordernsten Subtests, weil er adaptiv arbeitet: Je schneller man reagiert, desto schneller kommen die Reize, bis an die eigene Leistungsgrenze. Geprüft wird nicht nur Reaktionsschnelligkeit, sondern Reaktionsgüte unter Überforderung, also ob man bei hoher Reizdichte präzise bleibt oder anfängt zu hetzen und Fehler zu häufen. Trainierbar ist vor allem die Vertrautheit mit dem Aufgabentyp und das Ruhigbleiben bei steigendem Tempo. Wer das Format vorher geübt hat, verschwendet keine Zehntelsekunden mit dem Verstehen der Zuordnung und hält die Fehlerquote niedriger.
Auf einen Blick
- Teil von
- Wiener Testsystem
- Misst
- Reaktion unter Dauerstress
- Besonderheit
- adaptiv (Tempo steigt)
- Eingabe
- Tasten + Pedale
Häufige Fragen zu Determinationstest (DT)
Was wird beim Determinationstest gemessen?
Reaktionsfähigkeit und Belastbarkeit unter Dauerstress. Auf Farb-, Ton- und Lichtreize reagiert man per Tasten und Pedalen. Da das Tempo adaptiv steigt, zählt vor allem, ob man bei hoher Reizdichte präzise bleibt.
Kann man den Determinationstest üben?
Ja, vor allem die Vertrautheit mit Reizzuordnung und Eingabe sowie das Ruhigbleiben bei steigendem Tempo. Wer das Format kennt, reagiert schneller und macht weniger Fehler unter Überforderung.
Verwandte Begriffe
- Wiener Testsystem — WTSDas Wiener Testsystem (WTS) ist eine computerbasierte kognitive Testbatterie der Schuhfried GmbH mit über 100 Einzeltests, darunter DLT (Determinationstest), RT (Reaktionstest), LVT (Lernvermögen) und INSBAT (Intelligenz-Struktur). Seit etwa 2020 Standard bei Polizei, Bundeswehr und SEK.
- KonzentrationstestPrüft die Fähigkeit, über längere Zeit fehlerfrei und schnell auf Reize zu reagieren. Klassiker sind Durchstreichtests (z. B. d2) und computerbasierte Varianten im Wiener Testsystem. Standard in nahezu jedem Polizei- und Bundeswehr-Auswahlverfahren.
- RT — ReaktionstestDer Reaktionstest (RT) im Wiener Testsystem misst die einfache Reaktionszeit, wie schnell ein Bewerber motorisch und kognitiv auf einen einzelnen Reiz reagiert. Zielwert ist ein Median unter etwa 400 Millisekunden.
- StressinterviewEin Einzelinterview unter bewusstem psychischem Druck, mit rhetorischer Provokation, schnellen Themenwechseln und gezielten Reizfragen. Bei SEK- und Spezialeinheiten-Verfahren ein fester Bestandteil, um Stressresistenz und Selbststeuerung zu prüfen.
- RollenspielSimulation einer Einsatzlage (z.B. Befragung eines Zeugen, Eskalation). Bewertet: Kommunikation, Deeskalation, Entscheidung.
- GruppendiskussionEine bewertete Diskussion von 4 bis 8 Bewerbern zu einem vorgegebenen Thema. Beobachtet werden Gesprächsbeitrag, Führungspotenzial, Sozialkompetenz und die Fähigkeit, andere einzubinden, ein Standard-Baustein im Assessment-Center.
Du bereitest dich auf ein Auswahlverfahren vor?
Strukturiertes 1:1-Coaching für SEK, KSK, GSG 9, EGB und weitere Einheiten — von Trainern, die selbst aus Spezialeinheiten kommen.
Kostenloses Analysegespräch