Glossar: Auswahlverfahren, Tests, Einheiten

Ein Glossar ist die schnelle Antwort auf "Was bedeutet eigentlich … ?" — 251 Fachbegriffe aus dem Polizei-, Bundeswehr- und Spezialeinheiten-Kosmos. Jeder Eintrag hat eine eindeutige URL und strukturierte Daten (DefinedTerm-Schema) für Suchmaschinen und AI-Assistenten.

EAVEinstellungsauswahlverfahren

Das Einstellungsauswahlverfahren (EAV) ist das mehrstufige Auswahlverfahren der deutschen Polizei für die Einstellung in den Vollzugsdienst. Es umfasst Sporttest, kognitiven Test, medizinischen Test und Assessment-Center. Je nach Bundesland dauert es 1 bis 3 Tage.

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Siehe auch: PFV, DPT, Polizeidiensttauglichkeit (PDT)

PFVPotenzialfeststellungsverfahren / Physischer Fitness-Verbund

PFV hat je nach Kontext zwei Bedeutungen: Bei der Polizei die körperliche Prüfung im Rahmen des EAV. Beim KSK und den Bundeswehr-Spezialkräften steht PFV für das Potenzialfeststellungsverfahren, das mehrwöchige Auswahlverfahren mit Bestehensquote unter 10 Prozent.

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Siehe auch: EAV, DPT, Polizeidiensttauglichkeit (PDT)

DPTDeutscher Polizei-Test

Der Deutsche Polizei-Test ist ein kognitiver Leistungstest, den viele Landespolizeien im Einstellungsverfahren nutzen. Er prüft sprachliches Verständnis, logisches Denken, räumliches Vorstellungsvermögen und Merkfähigkeit, meist 90 bis 120 Minuten, papier- oder computerbasiert.

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Siehe auch: EAV, PFV, Polizeidiensttauglichkeit (PDT)

Assessment-Center (AC)

Ein mehrstündiger Testtag mit Gruppendiskussion, Einzelinterview, Rollenspiel und teils Postkorbübung. Bewertet werden Kommunikationsstärke, Stressresistenz, Entscheidungsfähigkeit und Teamfähigkeit, der verhaltensbezogene Teil des Auswahlverfahrens.

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Siehe auch: EAV, PFV, DPT

Wiener TestsystemWTS

Das Wiener Testsystem (WTS) ist eine computerbasierte kognitive Testbatterie der Schuhfried GmbH mit über 100 Einzeltests, darunter DLT (Determinationstest), RT (Reaktionstest), LVT (Lernvermögen) und INSBAT (Intelligenz-Struktur). Seit etwa 2020 Standard bei Polizei, Bundeswehr und SEK.

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Siehe auch: EAV, PFV, DPT

DLTDeterminationstest

Der Determinationstest (DLT) ist ein multimodaler Reaktionstest im Wiener Testsystem: optische und akustische Reize müssen gleichzeitig per Tasten, Pedalen und Schaltern beantwortet werden. Er bewertet selektive Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit unter Dauerstress.

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Siehe auch: EAV, PFV, DPT

RTReaktionstest

Der Reaktionstest (RT) im Wiener Testsystem misst die einfache Reaktionszeit, wie schnell ein Bewerber motorisch und kognitiv auf einen einzelnen Reiz reagiert. Zielwert ist ein Median unter etwa 400 Millisekunden.

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Siehe auch: EAV, PFV, DPT

INSBATIntelligenz-Struktur-Batterie

Testbatterie im Wiener Testsystem für Intelligenzdiagnostik. 8-11 Subtests, ca. 2 Stunden Dauer. Standard bei Offiziersbewerbern Bundeswehr. ---

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Siehe auch: EAV, PFV, DPT

Bestehensquote

Anteil der Bewerber, die ein Auswahlverfahren erfolgreich abschließen. Bei regulären Polizei-Laufbahnen je nach Bundesland 20 bis 50 Prozent, bei Spezialeinheiten oft unter 15 Prozent, beim KSK unter 10 Prozent.

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Siehe auch: EAV, PFV, DPT

K.O.-Kriterium

Eine Anforderung, deren Nichterfüllen zum sofortigen Ausscheiden führt, unabhängig von der Gesamtleistung. Typische K.O.-Kriterien sind das Seilklettern, eine Mindest-Sehkraft oder das Bestehen der medizinischen Tauglichkeit.

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Siehe auch: EAV, PFV, DPT

Vorauswahl

Erste Filterstufe vor dem eigentlichen Auswahlverfahren: Prüfung der formalen Voraussetzungen (Schulabschluss, Alter, Führungszeugnis) und teils ein Online-Test. Wer die Vorauswahl nicht besteht, wird gar nicht erst eingeladen.

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Siehe auch: EAV, PFV, DPT

Auswahlverfahren (AV)

Auswahlverfahren ist der Oberbegriff für jedes mehrstufige Prüfverfahren, mit dem Polizei, Bundeswehr oder Spezialeinheiten Bewerber testen und vergleichen. Typische Bausteine sind Sporttest, kognitiver Test, medizinische Untersuchung und Interview. Die konkrete Bezeichnung variiert je nach Organisation, etwa EAV bei der Polizei oder PFV beim KSK.

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Siehe auch: EAV, PFV, DPT

Bewertungsmatrix & Punktesystem

Viele Auswahlverfahren rechnen Einzelleistungen über eine Bewertungsmatrix in Punkte um: Jede Disziplin bringt je nach Ergebnis eine Punktzahl, die Summe entscheidet über Bestehen und Ranglistenplatz. Wichtig für die Vorbereitung: Wer weiß, welche Disziplinen wie stark gewichtet werden, kann sein Training gezielt auf die Punktebringer ausrichten.

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Siehe auch: EAV, PFV, DPT

Mindestanforderung (Sollwert)

Die Mindestanforderung ist der Wert, den ein Bewerber in einer Disziplin mindestens erreichen muss, um nicht auszuscheiden. Sie wirkt wie ein K.O.-Kriterium: Wer den Sollwert verfehlt, fliegt raus, egal wie gut die anderen Disziplinen laufen. Für die Vorbereitung gilt: Erst alle Mindestwerte sicher abdecken, dann Punkte maximieren.

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Siehe auch: EAV, PFV, DPT

Einstellungsvoraussetzungen

Einstellungsvoraussetzungen sind die formalen Bedingungen, die ein Bewerber erfüllen muss, bevor er überhaupt zum Auswahlverfahren eingeladen wird. Typisch sind Staatsangehörigkeit, Altersgrenzen, Schulabschluss, gesundheitliche Eignung und ein einwandfreies Führungszeugnis. Die Details unterscheiden sich je nach Behörde und Land, deshalb gehört der Abgleich mit der offiziellen Ausschreibung an den Anfang jeder Bewerbung.

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Siehe auch: EAV, PFV, DPT

SEKSpezialeinsatzkommando

Die taktische Spezialeinheit der Landespolizeien für hochriskante Festnahmen, Geisellagen und Terrorlagen. Jedes Bundesland unterhält ein eigenes SEK. Voraussetzung ist in der Regel mindestens zwei Jahre Polizeidienst im Wach- und Wechseldienst.

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Siehe auch: MEK, USK, BFE

MEKMobiles Einsatzkommando

Eine verdeckt arbeitende Spezialeinheit der Landeskriminalämter (und des BKA auf Bundesebene). Schwerpunkt sind verdeckte Observation, Ermittlungen und Zugriffe auf Observationsobjekte, weniger taktisch-athletisch als das SEK, stärker tarnungs- und observationsbasiert.

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Siehe auch: SEK, USK, BFE

USKUnterstützungskommando (Bayern)

Das Unterstützungskommando der bayerischen Polizei, eine Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit mit ausgeprägter taktischer Ausbildung. Schwerpunkt sind Versammlungs- und Veranstaltungslagen sowie der Lückenschluss zwischen Streifendienst und SEK.

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Siehe auch: SEK, MEK, BFE

BFEBeweissicherungs- und Festnahmeeinheit

Eine geschlossene Einheit der Bereitschaftspolizei für Großdemonstrationen, Fußballspiele und qualifizierte Festnahmen in Großlagen. In mehreren Bundesländern eine Vorstufe für spätere SEK-Karrieren. Die BFE+ der Bundespolizei schließt die Lücke zwischen regulärer Bundespolizei und GSG 9.

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Siehe auch: SEK, MEK, USK

PSKPolizeisonderkommando

Historische Bezeichnung (vor 1972), heute zumeist SEK genannt. In Österreich (EKO Cobra) bis heute geläufig.

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Siehe auch: SEK, MEK, USK

GSG9Grenzschutzgruppe 9 der Bundespolizei

Die Spezialeinheit der Bundespolizei, gegründet 1972 nach dem Olympia-Attentat von München. Zuständig für Terrorlagen auf Bundesebene, Schienen-, Flug- und Seeverkehr sowie Geiselbefreiung. Rund 400 Einsatzkräfte, Hauptstandort Sankt Augustin bei Bonn.

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Siehe auch: SEK, MEK, USK

BPolBundespolizei

Die bundesweite Vollzugspolizei (ehemals Bundesgrenzschutz / BGS). Zuständig für Bahn-, Luft- und Seeverkehr, Grenzschutz und den Schutz von Bundesorganen. Eigenes Einstellungsauswahlverfahren, Ausbildung an den Bundespolizeiakademien.

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Siehe auch: SEK, MEK, USK

AFEUAus- und Fortbildungseinheit GSG 9

Die AFEU (Aus- und Fortbildungseinheit) ist der Ausbildungsabschnitt innerhalb der GSG 9, der erfolgreichen Bewerbern nach bestandenem Eignungsauswahlverfahren bevorsteht. Dauer rund neun Monate, mit Schießen, Taktik, Klettern, Sprengen und Sanitätsausbildung als Schwerpunkten.

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Siehe auch: SEK, MEK, USK

LKALandeskriminalamt

Das Landeskriminalamt (LKA) ist die zentrale Kriminalpolizeibehörde eines Bundeslands. Schwerpunkte sind Kapitaldelikte, organisierte Kriminalität, Staatsschutz und Cybercrime. Die meisten MEK-Einheiten (Mobile Einsatzkommandos) sind am LKA angesiedelt.

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Siehe auch: SEK, MEK, USK

PSAPolizeiliche Schutzaufgaben Ausland

Die Polizeilichen Schutzaufgaben Ausland (PSA) sind die Personenschützer der Bundespolizei an deutschen Botschaften in Krisengebieten. Das interne Auswahlverfahren enthält einen Höhentest als K.O.-Kriterium und eine Englischprüfung.

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Siehe auch: SEK, MEK, USK

MADMilitärischer Abschirmdienst

Der Militärische Abschirmdienst (MAD) ist der Nachrichtendienst der Bundeswehr. Er prüft Bewerber für sicherheitsrelevante Positionen, etwa KSK, Kommando Heer oder Nachrichtenkräfte, im Rahmen der Sicherheitsüberprüfung.

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Siehe auch: BW, MAD-Ü1 / Ü2 / Ü3, T1 / T2 / T3

MAD-Ü1 / Ü2 / Ü3

Drei Stufen der militärischen Sicherheitsüberprüfung. Ü1 = einfache Überprüfung (Standardsoldat), Ü2 = erweiterte (KSK-Bewerber, Operatoren in sicherheitsrelevanten Funktionen), Ü3 = erweiterte mit Sicherheitsermittlungen (z. B. Zugang zu Kryptogerätschaften).

MAD-Ü1 / Ü2 / Ü3 im Detail →

Siehe auch: BW, MAD, T1 / T2 / T3

AGAAllgemeine Grundausbildung

Die Allgemeine Grundausbildung (AGA) ist die rund dreimonatige Grundausbildung, die jeder Soldat der Bundeswehr durchläuft. Inhalte: Schießausbildung, Gefechtsdienst, Marschtraining, Sanitätsgrundlagen und Wehrrecht.

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Siehe auch: BW, MAD, MAD-Ü1 / Ü2 / Ü3

SGASpezifische Grundausbildung

Die Spezifische Grundausbildung (SGA) folgt auf die Allgemeine Grundausbildung (AGA) und vermittelt die Fähigkeiten der jeweiligen Truppengattung. Dauer je nach Verwendungsreihe rund 3 bis 9 Monate.

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Siehe auch: BW, MAD, MAD-Ü1 / Ü2 / Ü3

OffzBewOffiziersbewerber

Bewerber für die Offizierslaufbahn. Hat ein anderes Auswahlverfahren als Mannschaftsdienstgrade: Assessment mit INSBAT, Führungskompetenz-Tests, Eignungs-Feststellungs-Verfahren (EFV) in Köln.

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Siehe auch: BW, MAD, MAD-Ü1 / Ü2 / Ü3

SaZSoldat auf Zeit

Soldat auf Zeit (SaZ) ist ein befristetes Dienstverhältnis bei der Bundeswehr, typischerweise 2 bis 25 Jahre, meist als SaZ 4, 8, 12 oder 25. Es ist der Standard-Status für die meisten Berufssoldaten-Laufbahnen vor der etwaigen Verbeamtung auf Lebenszeit.

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Siehe auch: BW, MAD, MAD-Ü1 / Ü2 / Ü3

Heer

Die Landstreitkräfte der Bundeswehr und größte Teilstreitkraft. Umfasst Infanterie, Panzertruppe, Artillerie sowie die Division Schnelle Kräfte mit KSK, Fallschirmjägern und Gebirgsjägern.

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Siehe auch: BW, MAD, MAD-Ü1 / Ü2 / Ü3

Reservist

Ehemaliger Soldat oder freiwillig Verpflichteter, der nach der aktiven Dienstzeit für Übungen und im Spannungs- oder Verteidigungsfall herangezogen werden kann. Die Reserve ergänzt die aktive Truppe personell.

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Siehe auch: BW, MAD, MAD-Ü1 / Ü2 / Ü3

Musterung

Ärztliche und psychologische Eignungsuntersuchung vor dem Eintritt in die Bundeswehr. Festgestellt wird die Wehrdiensttauglichkeit über die Tauglichkeitsgrade T1 bis T3. In Österreich heißt das Pendant Stellung.

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Siehe auch: BW, MAD, MAD-Ü1 / Ü2 / Ü3

KSKKommando Spezialkräfte

Der Eliteverband der Bundeswehr für Spezialoperationen, stationiert in Calw. Aufträge: Bekämpfung von Terrorzellen, Geiselbefreiung im Ausland, strategische Spezialaufklärung und Schutz deutscher Staatsangehöriger in Krisengebieten.

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Siehe auch: EGB, KSM, KdoCIR

EGBErweiterte Grundbefähigungen

Spezialisierte Kräfte des Heeres mit erweiterten Grundbefähigungen, die Zwischenebene zwischen klassischer Infanterie und dem KSK. EGB-Kräfte übernehmen Spezialaufklärung, Fernspäh-Aufträge und unterstützen Spezialoperationen.

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Siehe auch: KSK, KSM, KdoCIR

KSMKommando Spezialkräfte Marine

Die Spezialeinheit der Deutschen Marine, stationiert in Eckernförde. Die Kampfschwimmer des KSM führen amphibische Operationen, Bordeinsatz-Kommandos (Boarding) und Unterwassereinsätze durch.

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Siehe auch: KSK, EGB, KdoCIR

KdoCIRKommando Cyber- und Informationsraum

Das Kommando Cyber- und Informationsraum (KdoCIR) ist die Teilstreitkraft der Bundeswehr für digitale Kriegsführung, gegründet 2017. Laufbahnen umfassen Cyber-Operator, IT-Fachdienst und elektronische Kampfführung.

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Siehe auch: KSK, EGB, KSM

DSODivision Schnelle Kräfte (DSK)

Die Division Schnelle Kräfte (DSK) ist der Heeresverband, dem das KSK, die Fallschirmjäger und die Heeresflieger unterstellt sind. Sie ist die kommandierende Division für Spezial- und Krisenreaktionskräfte des deutschen Heeres.

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Siehe auch: KSK, EGB, KSM

FschJgFallschirmjäger

Die Fallschirmjäger sind die Luftlandeverbände des Heeres mit Sprungausbildung und Gefechtsdienst unter extremen Bedingungen. Viele Fallschirmjäger-Kräfte sind EGB-fähig, Standorte sind unter anderem Seedorf und Saarlouis.

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Siehe auch: KSK, EGB, KSM

GebJgGebirgsjäger

Die Gebirgsjäger sind die Gebirgsinfanterie der Bundeswehr, stationiert in Bad Reichenhall und Mittenwald. Spezialisiert auf Gebirgs- und Wintergefecht, Hochgebirgsbeweglichkeit und Einsätze unter extremen klimatischen Bedingungen.

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Siehe auch: KSK, EGB, KSM

EFEignungsfeststellung

Die Eignungsfeststellung ist der erste Abschnitt des KSK-Auswahlverfahrens, rund drei Wochen extrem belastender Parcours mit Ausdauer, Kraft, Orientierungsmärschen und Schlafentzug. Hier scheidet der Großteil der Bewerber aus.

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Siehe auch: KSK, EGB, KSM

PAPotenzialanalyse

Die Potenzialanalyse ist der zweite Abschnitt des KSK-Auswahlverfahrens nach der Eignungsfeststellung (EF). Im Fokus stehen taktische Führung und Entscheidungen unter Druck, geprüft wird, wer nicht nur durchhält, sondern auch führen kann.

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Siehe auch: KSK, EGB, KSM

Fernspäher

Spezialisierte Aufklärungskräfte des Heeres, die weit hinter den feindlichen Linien Informationen gewinnen. Verdecktes Bewegen, Langzeitbeobachtung und präzise Meldung sind ihre Kernfähigkeiten. Teil der EGB-fähigen Kräfte.

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Siehe auch: KSK, EGB, KSM

Kampfschwimmer

Die Operateure des KSM (Kommando Spezialkräfte Marine). Sie operieren aus dem und im Wasser: Aufklärung von See, verdecktes Anlanden, Boarding und Tauchoperationen. Eines der härtesten Auswahlverfahren Deutschlands mit unter 13 Prozent Bestehensquote.

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Siehe auch: KSK, EGB, KSM

Division Schnelle Kräfte (DSK)

Die Division Schnelle Kräfte ist der Großverband des Heeres für luftbewegliche und spezialisierte Kräfte. Unter ihrem Dach stehen unter anderem das Kommando Spezialkräfte, die Fallschirmjägertruppe und Heeresflieger, zudem ist eine niederländische Luftlandebrigade eingegliedert. Sie ist die Nachfolgestruktur der früheren Division Spezielle Operationen.

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Siehe auch: KSK, EGB, KSM

ZKAZollkriminalamt

Zentralstelle für Zollermittlungen. Eigenes EAV, Laufbahn im mittleren bis höheren Dienst.

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Siehe auch: ZFD, ZUZ, THW

ZUZZentrale Unterstützungsgruppe Zoll

Die Zentrale Unterstützungsgruppe Zoll (ZUZ) ist die taktische Spezialeinheit des deutschen Zolls, vergleichbar mit einem SEK, zuständig für gefährliche Zugriffe im Bereich Schwerstkriminalität, Drogen- und Schmuggelbekämpfung.

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Siehe auch: ZKA, ZFD, THW

THWTechnisches Hilfswerk

Das Technische Hilfswerk (THW) ist die Zivilschutzbehörde des Bundes. Es leistet technische Hilfe bei Katastrophen, Unfällen und im Verteidigungsfall, von Hochwasser über Stromausfälle bis Auslandseinsätze. Hauptamtliche Stellen sind selten; die Mehrheit der THW-Kräfte sind Ehrenamtliche.

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Siehe auch: ZKA, ZFD, ZUZ

BKABundeskriminalamt

Das Bundeskriminalamt ist die Kriminalpolizeibehörde des Bundes mit Sitz in Wiesbaden. Schwerpunkte sind Terrorismus, organisierte Kriminalität und Kapitaldelikte. Aus dem BKA gehen mehrere Spezialkomponenten hervor, MEK BKA und ASE BKA.

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Siehe auch: ZKA, ZFD, ZUZ

Grenzwachtkorps (GWK)BAZG / Schweizer Zoll

Uniformierter, bewaffneter Teil des Schweizer Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG). Aufgaben sind Grenzkontrolle, Bekämpfung von Schmuggel und grenzüberschreitender Kriminalität. Schweizer Pendant zur Bundespolizei im Grenzbereich.

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Siehe auch: ZKA, ZFD, ZUZ

OEZObservationseinheit Zoll

Die Observationseinheit Zoll (OEZ) ist die verdeckte Observationseinheit des deutschen Zolls. Das Auswahlverfahren umfasst neben dem Sporttest einen ausgeprägten kognitiven Teil; statt eines 12-Minuten-Cooper-Tests wird ein 5.000-m-Lauf verlangt.

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Siehe auch: ZKA, ZFD, ZUZ

ASEAuslands- und Spezialeinsätze des BKA

Die Auslands- und Spezialeinsätze (ASE) sind die Spezialkräfte des Bundeskriminalamts für Personenschutz und Einsätze in Hochrisikoregionen im Ausland.

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Siehe auch: ZKA, ZFD, ZUZ

Polizei-Sporttest

Der Polizei-Sporttest ist der körperliche Teil des Einstellungsauswahlverfahrens. Jedes Bundesland prüft eigene Disziplinen, verbreitet sind Ausdauerläufe wie Cooper-Test oder Beep-Test, Kraftübungen wie Liegestütze oder Klimmzüge, Sprint- und Koordinationsdisziplinen wie Pendellauf oder Kasten-Bumerang-Test. Entscheidend ist, die exakten Disziplinen des Ziel-Bundeslands zu kennen und kombiniert unter Ermüdung zu trainieren.

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Siehe auch: Cooper-Test, 3000m-Lauf, Beep-Test (Shuttle Run)

Wendelauf

Der Wendelauf ist eine Sprintdisziplin mit engen Richtungswechseln: Der Bewerber sprintet eine kurze Strecke, wendet an einer Markierung und sprintet zurück, meist über mehrere Wiederholungen. Geprüft werden Antritt, Abbremsen und Agilität. Die Disziplin taucht in verschiedenen Varianten in Sporttests im deutschsprachigen Raum auf.

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Siehe auch: Cooper-Test, 3000m-Lauf, Beep-Test (Shuttle Run)

BMIBody Mass Index

Der Body Mass Index (BMI) ist ein Verhältnis aus Körpergewicht und Körpergröße. Bei der Polizei gilt meist ein maximaler BMI von 30 (in einigen Bundesländern 28). Er ist nicht alleiniges Ausschlusskriterium, aber ein Triggerwert für vertiefte Untersuchung.

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Siehe auch: Kpperlicher Check, VP, FR

AU-TestAudiometrie

Der AU-Test (Audiometrie) misst die Hörschwelle in verschiedenen Frequenzen, typischerweise zwischen 250 Hz und 8 kHz. Für den Einsatzdienst gilt meist ein maximaler Hörverlust von 20 dB im Sprachbereich (0,5–3 kHz). Standardteil der polizeiärztlichen Untersuchung.

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Siehe auch: BMI, Kpperlicher Check, VP

Sehkraft

Die Sehkraft-Anforderungen für den Polizeidienst variieren je Bundesland, verlangt wird meist Vollvisus (100 %) entweder unkorrigiert oder mit Korrektur bis zu einer bestimmten Dioptrienzahl. LASIK-Operationen werden in der Regel nach 12 Monaten Karenzzeit akzeptiert.

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Siehe auch: BMI, Kpperlicher Check, VP

mDMittlerer Dienst

Der Mittlere Dienst (mD) ist die ursprüngliche Polizeikommissar-Laufbahn ab Mittlerer Reife. Inzwischen haben die meisten Bundesländer den mD abgeschafft und stellen nur noch für den Gehobenen Dienst (gD) ein.

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Siehe auch: gD, hD

gDGehobener Dienst

Der Gehobene Dienst (gD) ist heute die Standard-Laufbahn der Polizei in fast allen Bundesländern. Drei Jahre Bachelor-Studium an einer Polizeihochschule, kombiniert mit Praktikumsphasen, Einstiegsdienstgrad meist Polizeikommissar.

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Siehe auch: mD, hD

hDHöherer Dienst

Der Höhere Dienst (hD) ist die Führungsebene der Polizei, zwei Jahre Master-Studium an der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol) in Münster-Hiltrup. Voraussetzung ist meist mehrjährige Praxis im Gehobenen Dienst.

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Siehe auch: mD, gD

FWDLFreiwillig Wehrdienst Leistende

Freiwillig Wehrdienst Leistende sind Soldaten, die sich für einen befristeten freiwilligen Wehrdienst verpflichten, ohne direkt Soldat auf Zeit zu werden. Der FWD ist ein verbreiteter Einstieg, um die Bundeswehr kennenzulernen und sich anschließend für eine SaZ-Laufbahn oder eine zivile Richtung zu entscheiden.

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Siehe auch: Grenadierfeldwebel, Feldwebel, Oberfeldwebel

CQBClose Quarters Battle

Close Quarters Battle bezeichnet den Kampf auf kürzeste Distanz in Gebäuden und engen Räumen. CQB ist Standardausbildung bei KSK, SEK und GSG 9, die Grundlage für Geiselbefreiung und Zugriffe.

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Siehe auch: CQC, CBRN, VBSS

CQCClose Quarters Combat

Nahkampf und Gefecht auf kürzeste Distanz, etwa beim Häuserkampf oder beim Betreten von Räumen. Weitgehend synonym zu CQB (Close Quarters Battle), wobei CQC häufiger in der US-Terminologie verwendet wird.

CQC im Detail →

Siehe auch: CQB, CBRN, VBSS

CBRNChemisch, Biologisch, Radiologisch, Nuklear

Schutz und Abwehr gegen chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren, im deutschen Sprachgebrauch lange als ABC-Abwehr bezeichnet. Bei der Bundeswehr eine eigene Truppengattung mit spezialisierten Verbänden.

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Siehe auch: CQB, CQC, VBSS

VBSSVisit, Board, Search and Seizure

VBSS (Visit, Board, Search and Seizure) bezeichnet das Aufbringen und Durchsuchen von Schiffen, eine Kernfähigkeit der Marine-Spezialkräfte, in Deutschland des KSM (Kampfschwimmer).

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Siehe auch: CQB, CQC, CBRN

HALOHigh Altitude Low Opening

HALO (High Altitude Low Opening) ist ein Fallschirmsprung aus großer Höhe mit später, niedriger Schirmöffnung, eine Methode für das verdeckte Einsickern von Spezialkräften. Teil der KSK-Freifall-Ausbildung.

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Siehe auch: CQB, CQC, CBRN

HAHOHigh Altitude High Opening

HAHO (High Altitude High Opening) ist ein Fallschirmsprung aus großer Höhe mit früher Schirmöffnung. Der Springer gleitet anschließend über weite Distanzen lautlos zum Ziel, ideal, um die Landezone vom Absetzpunkt zu trennen.

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Siehe auch: CQB, CQC, CBRN

Höllenwoche

Höllenwoche ist die inoffizielle Bezeichnung für die härteste Phase des KSK-Potenzialfeststellungsverfahrens: mehrtägige Dauerbelastung mit langen Märschen, Schlafentzug, Orientierungsaufgaben und permanentem Leistungsdruck. Hier scheitern die meisten Kandidaten, nicht an einer Einzeldisziplin, sondern an der Summe aus Erschöpfung und mentalem Druck.

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Siehe auch: LFA, ASK, OPS-Kurs

Belastung unter Vorermüdung

Trainingsprinzip für Auswahlverfahren: Disziplinen werden nicht ausgeruht und isoliert geübt, sondern in Kombination und mit bereits ermüdeter Muskulatur, so wie sie am Testtag tatsächlich abgeprüft werden. Wer seinen Cooper-Test nur frisch trainiert, unterschätzt, wie stark vorherige Kraftdisziplinen die Laufleistung drücken. Deshalb gehören Kombi-Einheiten in jede seriöse EAV-Vorbereitung.

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Siehe auch: Periodisierung, Taktischer Athlet, Tapering

StGBStrafgesetzbuch

Das Strafgesetzbuch (StGB) ist das zentrale deutsche Strafrechtsgesetz. Es definiert, welche Handlungen strafbar sind und welche Strafen sie nach sich ziehen, von Beleidigung über Diebstahl und Körperverletzung bis Mord. Im Polizei-EAV ist StGB-Grundwissen oft Teil des Allgemeinwissen-Blocks.

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Siehe auch: DGO, PolG, BPolG

StPOStrafprozessordnung

Die Strafprozessordnung (StPO) regelt den Ablauf des deutschen Strafverfahrens, von der Anzeige über die Ermittlung bis zum Urteil. Sie definiert die Befugnisse von Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht und die Rechte des Beschuldigten.

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Siehe auch: DGO, PolG, BPolG

Verbeamtung

Ernennung in ein Beamtenverhältnis. Polizisten durchlaufen die Stufen Beamter auf Widerruf (Ausbildung), auf Probe (nach Abschluss) und auf Lebenszeit. Voraussetzung sind Verfassungstreue, gesundheitliche Eignung und ein einwandfreies Führungszeugnis.

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Siehe auch: DGO, PolG, BPolG

Führungszeugnis

Behördliche Auskunft über strafrechtliche Eintragungen einer Person. Für Polizei und Bundeswehr ist ein einwandfreies (erweitertes) Führungszeugnis Einstellungsvoraussetzung. Auch eingestellte Verfahren können relevant sein.

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Siehe auch: DGO, PolG, BPolG

Beamter auf Widerruf

Beamter auf Widerruf ist der Status während des Vorbereitungsdienstes, also während Ausbildung oder Studium bei der Polizei. Der Dienstherr kann das Beamtenverhältnis in dieser Phase vergleichsweise einfach beenden, etwa bei Nichtbestehen von Prüfungen. Nach erfolgreichem Abschluss folgt in der Regel die Ernennung zum Beamten auf Probe.

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Siehe auch: DGO, PolG, BPolG

Beamter auf Probe

Nach bestandener Ausbildung wird der Polizist zum Beamten auf Probe ernannt. In der Probezeit muss er sich in der Praxis bewähren, bevor die Verbeamtung auf Lebenszeit folgt. Die Dauer der Probezeit richtet sich nach dem jeweiligen Landes- oder Bundesrecht.

Beamter auf Probe im Detail →

Siehe auch: DGO, PolG, BPolG

Beamter auf Lebenszeit

Der Endstatus der Beamtenlaufbahn: Nach erfolgreicher Probezeit wird der Polizeibeamte auf Lebenszeit verbeamtet. Damit verbunden sind besondere Absicherung, Alimentationsprinzip und die im Beamtenrecht verankerte Treuepflicht gegenüber dem Dienstherrn. Für viele Bewerber ist dieser Status ein zentrales Argument für den Polizeiberuf.

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Siehe auch: DGO, PolG, BPolG

Anwärterbezüge

Anwärterbezüge sind das monatliche Gehalt während des Vorbereitungsdienstes bei der Polizei. Anders als in vielen zivilen Studiengängen wird die Ausbildung oder das duale Studium also von Anfang an bezahlt. Die Höhe hängt vom angestrebten Eingangsamt und vom Dienstherrn ab, teils kommen Zulagen für den Polizeivollzugsdienst dazu.

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Siehe auch: DGO, PolG, BPolG

Besoldung (A-Besoldung)

Beamte werden nicht nach Tarif, sondern nach Besoldungsordnungen bezahlt. Für den Polizeivollzugsdienst ist die Besoldungsordnung A relevant: Sie ordnet jedem Amt eine Besoldungsgruppe zu, innerhalb derer das Gehalt mit Erfahrungsstufen steigt. Welches Eingangsamt ein Bewerber erreicht, hängt von der Laufbahn ab, etwa mittlerer, gehobener oder höherer Dienst.

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Siehe auch: DGO, PolG, BPolG

Vorbereitungsdienst

Der Vorbereitungsdienst ist die formale Bezeichnung für die Polizeiausbildung beziehungsweise das duale Studium nach bestandenem Auswahlverfahren. Er wird im Beamtenverhältnis auf Widerruf absolviert und endet mit der Laufbahnprüfung. Inhalte sind Recht, Einsatztraining, Schießausbildung, Sport und Praktika in den Dienststellen.

Vorbereitungsdienst im Detail →

Siehe auch: DGO, PolG, BPolG

PDV 300

Die Polizeidienstvorschrift 300 (Ärztliche Beurteilung der Polizeidiensttauglichkeit) ist die klassische Grundlage für die polizeiärztliche Untersuchung im Auswahlverfahren. Sie definiert, welche gesundheitlichen Befunde gegen eine Einstellung sprechen. Mehrere Bundesländer haben die PDV 300 inzwischen durch eigene, teils weniger starre Beurteilungsregeln ersetzt oder ergänzt.

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Siehe auch: DGO, PolG, BPolG

Landespolizei

Die Landespolizei ist die Polizei eines Bundeslandes. Polizei ist in Deutschland Ländersache: Jedes der 16 Bundesländer hat eine eigene Polizei mit eigenem Auswahlverfahren, eigener Ausbildung und eigenem Polizeigesetz. Daneben existieren mit Bundespolizei und Bundeskriminalamt zwei Polizeien des Bundes.

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Siehe auch: DGO, PolG, BPolG

Bereitschaftspolizei

Die Bereitschaftspolizei umfasst die geschlossenen Einheiten der Länderpolizeien und der Bundespolizei, die bei Großlagen wie Demonstrationen, Fußballeinsätzen oder Katastrophen als Hundertschaften eingesetzt werden. Für viele Polizisten ist sie die erste Verwendung nach der Ausbildung, bevor der Wechsel in den Einzeldienst oder zu Spezialverwendungen folgt.

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Siehe auch: DGO, PolG, BPolG

Combat ReadinessEinsatzbereitschaft

Combat Readiness (Einsatzbereitschaft) ist die Fähigkeit einer Spezialeinheit oder eines einzelnen Operators, jederzeit voll einsatzfähig zu sein. Sie wird durch periodische Leistungs- und Lagetests aufrechterhalten, wer durchfällt, verliert den operativen Status bis zur erneuten Qualifikation.

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Siehe auch: Warrior Ethos, Esprit de Corps, Operator

RecruiterKarriereberater Bundeswehr

Bei der Bundeswehr ist der Recruiter (offiziell Karriereberater) der Erstansprechpartner für Interessenten. Karriereberater arbeiten in den Karrierecentern der Bundeswehr und informieren über Laufbahnen, Verwendungsmöglichkeiten und Einstellungsvoraussetzungen.

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Siehe auch: Warrior Ethos, Esprit de Corps, Combat Readiness

EKO CobraEinsatzkommando Cobra

Das Einsatzkommando Cobra (EKO Cobra) ist die nationale Anti-Terror- und Sondereinheit Österreichs, angesiedelt beim Bundesministerium für Inneres. Das Aufnahmeverfahren umfasst vier körperliche K.O.-Übungen (Seilklettern, Bauchaufzug am Medizinball, Kletterturm, Streckenschwimmen mit gefesselten Händen) sowie eine psychologische Eignungsprüfung. Konkrete Leistungszeiten werden offiziell nicht veröffentlicht.

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Siehe auch: WEGA, SIG, Jagdkommando

WEGAWiener Einsatzgruppe Alarmabteilung

Die Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung (WEGA) ist die Sondereinheit der Wiener Polizei für Zugriffe und Hochrisikolagen im Großraum Wien. Der Aufnahmetest umfasst einen 3.000-m-Lauf, einen Schießtest, einen mehrteiligen Sporttest und einen Taktikparcours; der psychologische Teil hat im Verfahren hohes Gewicht.

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Siehe auch: EKO Cobra, SIG, Jagdkommando

SIGSchnelle Interventionsgruppe

Die Schnellen Interventionsgruppen (SIG) sind regionale Sondereinheiten der österreichischen Landespolizeidirektionen. Sie bilden die erste robuste Antwort vor Ort, unterhalb der national zuständigen EKO Cobra.

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Siehe auch: EKO Cobra, WEGA, Jagdkommando

JagdkommandoSpezialeinsatzkräfte des österreichischen Bundesheeres

Das Jagdkommando ist die Spezialeinsatzkraft des österreichischen Bundesheeres. Der Zugang führt über einen mehrwöchigen Grundkurs mit hoher Marsch-, Kraft- und Ausdauerbelastung und einer hohen Abbruchquote.

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Siehe auch: EKO Cobra, WEGA, SIG

AAD 10Armeeaufklärungsdetachement 10

Das Armeeaufklärungsdetachement 10 (AAD 10) ist die militärische Spezialeinheit der Schweizer Armee für Aufklärung und Spezialoperationen. Die Selektion ist mehrstufig mit Sporttest, psychologischer Abklärung und einem fordernden Selektionskurs.

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Siehe auch: EKO Cobra, WEGA, SIG

GrenadiereGrenadiere der Schweizer Armee

Grenadiere sind die Durchhalte- und Sturmsoldaten der Schweizer Armee. Die Eignungsprüfung in Isone umfasst fünf Sport-Disziplinen (Liegestützen, dorsale und seitliche Rumpfkraft, Klimmzüge, 5-km-Lauf mit 20 kg) und läuft über zwei Tage mit ärztlicher und psychologischer Prüfung. Für die Selektion sind laut offizieller Armee-Broschüre mindestens 90 Rekrutierungs-Punkte nötig.

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Siehe auch: EKO Cobra, WEGA, SIG

EGDEinsatzgruppe Diamant

Die Einsatzgruppe Diamant (EGD) ist die Sondereinheit der Kantonspolizei Zürich für Zugriffe, Geiselnahmen und Personenschutz bei Großlagen. Die rund 75 Mitglieder üben die Funktion im Nebenamt aus. Die Selektion folgt einem Rangliste-Prinzip nach Sporttest und mehrtägiger Selektionsphase.

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Siehe auch: EKO Cobra, WEGA, SIG

MP Spez DetMilitärpolizei Spezialdetachement

Das Militärpolizei Spezialdetachement (MP Spez Det) ist die Spezialeinheit der Schweizer Militärpolizei für Personenschutz und militärpolizeiliche Spezialaufgaben.

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Siehe auch: EKO Cobra, WEGA, SIG

Jagdkommando-Grundkurs

Der Jagdkommando-Grundkurs ist die mehrmonatige Basisausbildung zum Jagdkommandosoldaten des österreichischen Bundesheeres. Vorgeschaltet ist ein hartes Auswahlverfahren mit Sport-, Wasser- und Belastungsprüfungen, der Kurs selbst kombiniert Dauerbelastung, taktische Ausbildung und Härtephasen. Die Ausfallquote ist traditionell hoch, entscheidend sind Ausdauergrundlage und mentale Stabilität.

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Siehe auch: EKO Cobra, WEGA, SIG

FallschirmaufklärerFschAufkl Kp 17

Die Fallschirmaufklärer der Schweizer Armee sind eine kleine spezialisierte Truppe für Aufklärung aus der Luft und hinter feindlichen Linien, organisiert in der Fallschirmaufklärer Kompanie 17. Die Selektion beginnt bereits vor der Rekrutenschule über das Eignungsprogramm SPHAIR und gilt als einer der anspruchsvollsten Wege im Schweizer Militär.

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Siehe auch: EKO Cobra, WEGA, SIG

Interventionseinheit (Schweiz)

Interventionseinheiten sind die polizeilichen Sondereinheiten der Schweizer Kantons- und Stadtpolizeien für Hochrisikolagen wie Geiselnahmen, Zugriffe auf bewaffnete Täter und Personenschutz. Anders als in Deutschland gibt es keine einheitliche Bezeichnung, die Korps führen eigene Namen wie Diamant (Kantonspolizei Zürich), Enzian (Kantonspolizei Bern) oder Skorpion (Stadtpolizei Zürich).

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Siehe auch: EKO Cobra, WEGA, SIG

Skorpion

Die Interventionseinheit Skorpion ist die Sondereinheit der Stadtpolizei Zürich für Hochrisikoeinsätze wie Zugriffe, Geiselnahmen und den Schutz gefährdeter Personen. Die Aufnahme erfolgt intern aus dem Polizeikorps über ein Auswahlverfahren mit hohen sportlichen, schießtechnischen und mentalen Anforderungen.

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Siehe auch: EKO Cobra, WEGA, SIG

Enzian

Enzian ist die Interventionseinheit der Kantonspolizei Bern. Wie die anderen Schweizer Sondereinheiten übernimmt sie Zugriffe, Lagen mit bewaffneten Tätern und Schutzaufgaben im eigenen Kantonsgebiet und im Verbund mit anderen Korps. Der Zugang führt über den regulären Polizeidienst und ein internes Auswahlverfahren.

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Siehe auch: EKO Cobra, WEGA, SIG

Tigris

Tigris ist die Interventionseinheit des Bundesamts für Polizei (fedpol). Sie wird bei Lagen im Zuständigkeitsbereich des Bundes eingesetzt, etwa bei organisierter Kriminalität oder Terrorismusverfahren, und arbeitet eng mit den kantonalen Sondereinheiten zusammen. Die Mitglieder rekrutieren sich aus erfahrenen Polizisten.

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Siehe auch: EKO Cobra, WEGA, SIG

Aufnahmeverfahren Polizei (Österreich)

Das Aufnahmeverfahren der österreichischen Polizei ist mehrstufig: ein computergestützter schriftlicher Test (unter anderem Rechtschreibung und kognitive Aufgaben), ein Sporttest, eine polizeiärztliche Untersuchung und ein Aufnahmegespräch mit psychologischem Anteil. Wer besteht, startet in die Polizeigrundausbildung an einem Bildungszentrum der Sicherheitsakademie.

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Siehe auch: Exekutivdienst, Sicherheitsakademie (SIAK), Polizeigrundausbildung (PGA)

BMI (Bundesministerium für Inneres)

Das Bundesministerium für Inneres ist die oberste Sicherheitsbehörde Österreichs. Ihm unterstehen die Bundespolizei mit den Landespolizeidirektionen, das Bundeskriminalamt, die DSN und die Direktion für Spezialeinheiten mit dem EKO Cobra. Nicht zu verwechseln mit der Abkürzung BMI für den Body-Mass-Index in der medizinischen Eignungsprüfung.

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Siehe auch: Aufnahmeverfahren Polizei (Österreich), Exekutivdienst, Sicherheitsakademie (SIAK)

MILAKMilitärakademie an der ETH Zürich

Die Militärakademie an der ETH Zürich bildet die Berufsoffiziere der Schweizer Armee aus und verbindet militärische Führungsausbildung mit einem wissenschaftlichen Studium. Sie ist das Schweizer Gegenstück zu den Offizierschulen und Universitäten der Bundeswehr.

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Siehe auch: Rekrutierung (Schweiz), Orientierungstag, Durchdiener

SPHAIR

SPHAIR ist das Schweizer Abklärungs- und Förderprogramm für fliegerische und fallschirmspezifische Militärkarrieren. Junge Kandidaten werden früh auf ihre Eignung als Militärpilot oder Fallschirmaufklärer geprüft, die Selektion findet also schon vor der eigentlichen militärischen Laufbahn statt. Ohne SPHAIR-Empfehlung führt praktisch kein Weg in diese Funktionen.

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Siehe auch: Rekrutierung (Schweiz), Orientierungstag, Durchdiener

fedpolBundesamt für Polizei

fedpol ist das Bundesamt für Polizei der Schweiz. Es koordiniert die Kriminalitätsbekämpfung auf Bundesebene, führt die Bundeskriminalpolizei, arbeitet mit Interpol und Europol zusammen und verantwortet Schutzaufgaben des Bundes. Mit Tigris verfügt fedpol über eine eigene Interventionseinheit.

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Siehe auch: Rekrutierung (Schweiz), Orientierungstag, Durchdiener

NDBNachrichtendienst des Bundes

Der Nachrichtendienst des Bundes ist der zivile Nachrichtendienst der Schweiz. Er vereint Inlands- und Auslandsaufklärung in einer Behörde und bearbeitet Terrorismus, Spionageabwehr, Proliferation und Cyberbedrohungen. Er entspricht damit funktional einer Kombination aus Verfassungsschutz und BND.

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Siehe auch: Rekrutierung (Schweiz), Orientierungstag, Durchdiener

BAZGBundesamt für Zoll und Grenzsicherheit

Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit ist die Schweizer Zoll- und Grenzbehörde. Zu ihm gehört das uniformierte, bewaffnete Grenzwachtkorps, das Grenzkontrolle und Schmuggelbekämpfung übernimmt. Für Bewerber ist das BAZG der Einstieg in die Schweizer Zoll- und Grenzsicherheitslaufbahn.

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Siehe auch: Rekrutierung (Schweiz), Orientierungstag, Durchdiener

Lokale Polizei (Belgien)

Die Lokale Polizei bildet die zweite Säule des belgischen Polizeisystems. Sie ist in Polizeizonen organisiert, die jeweils eine oder mehrere Gemeinden abdecken, und leistet die polizeiliche Grundversorgung vor Ort: Streifendienst, Ermittlungen im lokalen Bereich und Bürgerkontakt. Auswahl und Grundausbildung laufen über das gemeinsame föderale Rekrutierungssystem.

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Siehe auch: Föderale Polizei (Belgien), DSU, Special Forces Group (SFG)

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