KSK
Kommando Spezialkräfte
Das KSK wurde 1996 aufgestellt — konzeptionell am britischen SAS orientiert, mit Squadron-Struktur und Mountain-Trupps. Der Weg in die Einheit führt über das Potenzialfeststellungsverfahren (PFV), dessen Bestehensquote regelmäßig unter zehn Prozent liegt. Wer es übersteht, durchläuft eine mehrjährige Basisausbildung mit Klimazonenausbildung (Wüste, Gebirge, Arktis), Nahkampf (AKG), Raumkampf und Bewegen (R&B) für Geiselbefreiungen, SERE-Charlie-Überlebenslehrgang und Fallschirmsprung — gefolgt von einer Spezialisierung als Medic, Fernmelder, Breacher, Sniper oder in der Aufklärung. Es gibt zwei Laufbahnen: Kommando-Feldwebel als operatives Rückgrat und Kommando-Offizier in der Führungsverantwortung. Beide durchlaufen dasselbe PFV.
Auf einen Blick
- Aufgestellt
- 1996
- Standort
- Calw (Baden-Württemberg)
- Trägerorganisation
- Bundeswehr (Heer)
- Auswahlverfahren
- PFV (Potenzialfeststellungsverfahren)
- Bestehensquote
- unter 10 %
- Vorbild-Konzept
- Britischer SAS
Aus der Praxis
Erfahrene Kommandosoldaten beschreiben das PFV nicht als das eigentliche Ziel, sondern als die Tür. Die Höllenwoche am Ende des Verfahrens ist der härteste Filter — permanente Dunkelheit, Schlafentzug in Mini-Phasen und eine Gefangennahme-Simulation, die viele als das Limit ihrer mentalen Belastbarkeit beschreiben.
Häufige Fragen zu KSK
Wofür steht KSK?
KSK steht für Kommando Spezialkräfte — der Spezialeinheits-Verband des Deutschen Heeres, aufgestellt 1996 und in Calw stationiert.
Wie schwer ist es, ins KSK zu kommen?
Sehr schwer. Das Potenzialfeststellungsverfahren (PFV) hat eine Bestehensquote von unter zehn Prozent. Der Großteil der Bewerber scheitert in der Härtephase, der sogenannten Höllenwoche.
Was ist der Unterschied zwischen KSK und KSM?
Das KSK ist der Spezialverband des Heeres (Landoperationen, stationiert in Calw). Das KSM (Kommando Spezialkräfte Marine) ist die maritime Spezialeinheit in Eckernförde mit Fokus auf amphibische Operationen, Bordeinsätze und Unterwassereinsatz.
Verwandte Begriffe
- PFV — Potenzialfeststellungsverfahren / Physischer Fitness-VerbundPFV hat je nach Kontext zwei Bedeutungen: Bei der Polizei die körperliche Prüfung im Rahmen des EAV. Beim KSK und den Bundeswehr-Spezialkräften steht PFV für das Potenzialfeststellungsverfahren — das mehrwöchige Auswahlverfahren mit Bestehensquote unter 10 Prozent.
- Kommandoaufnahmeverfahren (KAV)Das Kommandoaufnahmeverfahren ist das Auswahlverfahren für KSK-, KSM- und EGB-Verwendungen der Bundeswehr-Spezialkräfte. Es erstreckt sich über mehrere Wochen bis Monate, die Durchfallquote liegt regelmäßig bei rund 90 Prozent.
- EF — EignungsfeststellungDie Eignungsfeststellung ist der erste Abschnitt des KSK-Auswahlverfahrens — rund drei Wochen extrem belastender Parcours mit Ausdauer, Kraft, Orientierungsmärschen und Schlafentzug. Hier scheidet der Großteil der Bewerber aus.
- PA — PotenzialanalyseDie Potenzialanalyse ist der zweite Abschnitt des KSK-Auswahlverfahrens nach der Eignungsfeststellung (EF). Im Fokus stehen taktische Führung und Entscheidungen unter Druck — geprüft wird, wer nicht nur durchhält, sondern auch führen kann.
- ASK — Ausbildung Spezialkraefte HeerAusbildungsabschnitt KSK nach bestandener Potentialanalyse. 2,5 Jahre. Beinhaltet Sprengausbildung, Sprungausbildung, CQB, Sprachausbildung.
- EGB — Erweiterte GrundbefähigungenSpezialisierte Kräfte des Heeres mit erweiterten Grundbefähigungen — die Zwischenebene zwischen klassischer Infanterie und dem KSK. EGB-Kräfte übernehmen Spezialaufklärung, Fernspäh-Aufträge und unterstützen Spezialoperationen.
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