K.O.-Kriterium
K.O.-Kriterien sind die Logik hinter jedem Auswahlverfahren: Es gibt Anforderungen, die sich nicht durch starke Leistungen an anderer Stelle ausgleichen lassen. Wer das Seilklettern nicht schafft oder die medizinische Tauglichkeit nicht besteht, fliegt unabhängig von Bestnoten im Cooper-Test. Für die Vorbereitung folgt daraus eine klare Priorität: Zuerst sichert man alle K.O.-Kriterien ab, erst danach optimiert man punktebringende Disziplinen. Der häufigste Fehler ist, viel Zeit in die ohnehin starke Disziplin zu stecken und die eine Schwachstelle zu ignorieren, an der das ganze Verfahren scheitert.
Auf einen Blick
- Wirkung
- sofortiges Ausscheiden
- Nicht ausgleichbar
- auch nicht durch Bestleistung
- Beispiele
- Seilklettern, Tauglichkeit, Sehkraft
- Vorbereitungs-Regel
- K.O. zuerst absichern
Häufige Fragen zu K.O.-Kriterium
Was ist ein K.O.-Kriterium im Auswahlverfahren?
Eine Anforderung, deren Nichterfüllen sofort zum Ausscheiden führt, egal wie gut der Rest ist. Typisch sind Seilklettern, Mindest-Sehkraft oder das Bestehen der medizinischen Tauglichkeit.
Wie geht man mit K.O.-Kriterien in der Vorbereitung um?
Zuerst absichern, dann optimieren. Da sie nicht ausgleichbar sind, gehört die erste Trainingspriorität immer der eigenen Schwachstelle bei einem K.O.-Kriterium, nicht der ohnehin starken Disziplin.
Verwandte Begriffe
- Klimmzüge — KlimmzügeEine komplette Klimmzug-Wiederholung geht vom voll gestreckten Arm bis das Kinn über die Stange kommt. Minimum-Richtwerte: Polizei 5–10, SEK 12–15, KSK rund 10 im Ristgriff. Eine der häufigsten Auswahlverfahren-Disziplinen für Oberkörper-Kraftausdauer.
- Polizeidiensttauglichkeit (PDT)Die Polizeidiensttauglichkeit (PDT) ist die medizinische Eignungsprüfung für den Polizeivollzugsdienst. Geprüft werden Sehkraft, Hörvermögen, BMI (unter 30), Blutbild, orthopädische Checks und eine psychologische Anamnese.
- VorauswahlErste Filterstufe vor dem eigentlichen Auswahlverfahren: Prüfung der formalen Voraussetzungen (Schulabschluss, Alter, Führungszeugnis) und teils ein Online-Test. Wer die Vorauswahl nicht besteht, wird gar nicht erst eingeladen.
- EAV — EinstellungsauswahlverfahrenDas Einstellungsauswahlverfahren (EAV) ist das mehrstufige Auswahlverfahren der deutschen Polizei für die Einstellung in den Vollzugsdienst. Es umfasst Sporttest, kognitiven Test, medizinischen Test und Assessment-Center. Je nach Bundesland dauert es 1 bis 3 Tage.
- PFV — Potenzialfeststellungsverfahren / Physischer Fitness-VerbundPFV hat je nach Kontext zwei Bedeutungen: Bei der Polizei die körperliche Prüfung im Rahmen des EAV. Beim KSK und den Bundeswehr-Spezialkräften steht PFV für das Potenzialfeststellungsverfahren, das mehrwöchige Auswahlverfahren mit Bestehensquote unter 10 Prozent.
- DPT — Deutscher Polizei-TestDer Deutsche Polizei-Test ist ein kognitiver Leistungstest, den viele Landespolizeien im Einstellungsverfahren nutzen. Er prüft sprachliches Verständnis, logisches Denken, räumliches Vorstellungsvermögen und Merkfähigkeit, meist 90 bis 120 Minuten, papier- oder computerbasiert.
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