Polizeidiensttauglichkeit (PDT)
Die PDT entscheidet, ob ein Bewerber gesundheitlich überhaupt diensttauglich ist — unabhängig von Sport und Kognition. Häufige Ausschlussgründe sind Herzerkrankungen, Diabetes Typ 1, Epilepsie, unzureichende Sehkraft (je nach Bundesland mit oder ohne Korrektur) sowie ein BMI über 30. Bei sichtbaren Tätowierungen gelten je nach Bundesland unterschiedliche Regeln. Wichtig: Manche Ausschlussgründe wie Bluthochdruck lassen sich vorab medizinisch abklären und teils ausräumen — eine frühzeitige ärztliche Untersuchung beugt bösen Überraschungen vor.
Auf einen Blick
- Bedeutung
- Polizeidiensttauglichkeit
- Prüft
- Sehkraft, Hören, BMI, Blutbild, Ortho
- BMI-Grenze
- unter 30
- KO-Gründe
- Herz, Diabetes Typ 1, Epilepsie
Häufige Fragen zu Polizeidiensttauglichkeit (PDT)
Was wird bei der Polizeidiensttauglichkeit geprüft?
Sehkraft, Hörvermögen, BMI (unter 30), Blutbild, orthopädische Funktion und eine psychologische Anamnese. KO-Gründe sind unter anderem Herzerkrankungen, Diabetes Typ 1 und Epilepsie. Tattoo-Regeln variieren je Bundesland.
Verwandte Begriffe
- EAV — EinstellungsauswahlverfahrenDas Einstellungsauswahlverfahren (EAV) ist das mehrstufige Auswahlverfahren der deutschen Polizei für die Einstellung in den Vollzugsdienst. Es umfasst Sporttest, kognitiven Test, medizinischen Test und Assessment-Center. Je nach Bundesland dauert es 1 bis 3 Tage.
- BMI — Body Mass IndexDer Body Mass Index (BMI) ist ein Verhältnis aus Körpergewicht und Körpergröße. Bei der Polizei gilt meist ein maximaler BMI von 30 (in einigen Bundesländern 28). Er ist nicht alleiniges Ausschlusskriterium, aber ein Triggerwert für vertiefte Untersuchung.
- SehkraftDie Sehkraft-Anforderungen für den Polizeidienst variieren je Bundesland — verlangt wird meist Vollvisus (100 %) entweder unkorrigiert oder mit Korrektur bis zu einer bestimmten Dioptrienzahl. LASIK-Operationen werden in der Regel nach 12 Monaten Karenzzeit akzeptiert.
- AU-Test — AudiometrieDer AU-Test (Audiometrie) misst die Hörschwelle in verschiedenen Frequenzen — typischerweise zwischen 250 Hz und 8 kHz. Für den Einsatzdienst gilt meist ein maximaler Hörverlust von 20 dB im Sprachbereich (0,5–3 kHz). Standardteil der polizeiärztlichen Untersuchung.
- PFV — Potenzialfeststellungsverfahren / Physischer Fitness-VerbundPFV hat je nach Kontext zwei Bedeutungen: Bei der Polizei die körperliche Prüfung im Rahmen des EAV. Beim KSK und den Bundeswehr-Spezialkräften steht PFV für das Potenzialfeststellungsverfahren — das mehrwöchige Auswahlverfahren mit Bestehensquote unter 10 Prozent.
- DPT — Deutscher Polizei-TestDer Deutsche Polizei-Test ist ein kognitiver Leistungstest, den viele Landespolizeien im Einstellungsverfahren nutzen. Er prüft sprachliches Verständnis, logisches Denken, räumliches Vorstellungsvermögen und Merkfähigkeit — meist 90 bis 120 Minuten, papier- oder computerbasiert.
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