Offizieranwärter (OA)
Der Weg beginnt mit dem Offizierbewerber-Verfahren in der Offizierprüfzentrale, das deutlich anspruchsvoller ist als die Mannschafts- oder Unteroffiziersauswahl: Neben Sporttest und Medizin stehen kognitive Tests, ein strukturiertes Interview und Prüfungen der Führungseignung im Mittelpunkt. Nach erfolgreicher Auswahl folgen die Offizierausbildung, in der Regel ein Studium an einer der beiden Universitäten der Bundeswehr und die Verwendung in der Truppe. Üblich ist eine längere Verpflichtungszeit, da Studium und Ausbildung kostenintensiv sind. Wer Offizier werden will, sollte früh an Allgemeinbildung, sprachlichem Ausdruck und Führungsverständnis arbeiten, denn das Auswahlverfahren gewichtet Kopf und Persönlichkeit stärker als reine Fitness.
Auf einen Blick
- Auswahl
- Offizierprüfzentrale (OPZ)
- Schwerpunkt
- Kognition + Führungseignung
- Ausbildung
- meist Studium an BW-Uni
- Eingangsdienstgrad
- Leutnant
Häufige Fragen zu Offizieranwärter (OA)
Wie wird man Offizieranwärter bei der Bundeswehr?
Über das Offizierbewerber-Verfahren in der Offizierprüfzentrale, das Sporttest, Medizin, kognitive Tests, ein strukturiertes Interview und Prüfungen der Führungseignung umfasst. Nach erfolgreicher Auswahl folgen Offizierausbildung und meist ein Studium an einer Bundeswehr-Universität.
Worauf kommt es bei der Offizierauswahl besonders an?
Stärker als bei anderen Laufbahnen auf Kognition, Allgemeinbildung, sprachlichen Ausdruck und Führungsverständnis. Fitness ist Voraussetzung, aber das Verfahren gewichtet Kopf und Persönlichkeit besonders hoch.
Verwandte Begriffe
- OffzBew — OffiziersbewerberBewerber für die Offizierslaufbahn. Hat ein anderes Auswahlverfahren als Mannschaftsdienstgrade: Assessment mit INSBAT, Führungskompetenz-Tests, Eignungs-Feststellungs-Verfahren (EFV) in Köln.
- LeutnantEingangsdienstgrad der Offiziere. In der Regel nach abgeschlossener Offizierausbildung und meist einem Studium an einer Universität der Bundeswehr erreicht. Typische erste Verwendung ist der Zugführer.
- BW — BundeswehrStreitkräfte Deutschlands. Teilstreitkräfte: Heer, Marine, Luftwaffe, Streitkräftebasis, Zentraler Sanitätsdienst, Cyber- und Informationsraum.
- Strukturiertes InterviewStandardisiertes Auswahlgespräch mit festgelegten Fragen und Bewertungsankern, damit alle Bewerber vergleichbar beurteilt werden. Verbreitet in Assessment-Centern von Polizei und Bundeswehr.
- GrenadierfeldwebelKarriereprogramm der Panzergrenadiertruppe: ein verkürzter, planbarer Weg vom Einstieg bis zum Feldwebel als Unteroffizier mit Portepee. Es bündelt Grundausbildung, Truppenverwendung und Unteroffizierausbildung in einem festen Werdegang.
- FeldwebelEingangsdienstgrad der Unteroffiziere mit Portepee. Der Feldwebel führt einen Trupp oder eine Gruppe und ist die erste echte Führungsebene zwischen Mannschaften und Offizieren.
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