92 Fachbegriffe rund um Polizei, Militär und Auswahlverfahren in Deutschland. Jeder Eintrag hat eine eigene Detailseite mit strukturierten Daten (DefinedTerm-Schema) für Suchmaschinen und AI-Assistenten.
Die AFEU (Aus- und Fortbildungseinheit) ist der Ausbildungsabschnitt innerhalb der GSG 9, der erfolgreichen Bewerbern nach bestandenem Eignungsauswahlverfahren bevorsteht. Dauer rund neun Monate, mit Schießen, Taktik, Klettern, Sprengen und Sanitätsausbildung als Schwerpunkten.
Die Allgemeine Grundausbildung (AGA) ist die rund dreimonatige Grundausbildung, die jeder Soldat der Bundeswehr durchläuft. Inhalte: Schießausbildung, Gefechtsdienst, Marschtraining, Sanitätsgrundlagen und Wehrrecht.
Anwärterbezüge sind das monatliche Gehalt während des Vorbereitungsdienstes bei der Polizei. Anders als in vielen zivilen Studiengängen wird die Ausbildung oder das duale Studium also von Anfang an bezahlt. Die Höhe hängt vom angestrebten Eingangsamt und vom Dienstherrn ab, teils kommen Zulagen für den Polizeivollzugsdienst dazu.
Die Auslands- und Spezialeinsätze (ASE) sind die Spezialkräfte des Bundeskriminalamts für Personenschutz und Einsätze in Hochrisikoregionen im Ausland.
Der Basis-Fitness-Test der Bundeswehr besteht aus drei Disziplinen: 11×10-Meter-Sprinttest, Klimmhang und 1000-Meter-Lauf. Aus jeder Disziplin ergeben sich Punkte, deren Mindest-Soll je nach Verwendung steigt.
Der Basis-Fitness-Test ist der standardisierte Fitnesstest der Bundeswehr. Er besteht aus drei Disziplinen: einem 11x10-Meter-Sprinttest (Pendellauf mit Ablegen), dem Klimmhang und einem 1.000-Meter-Lauf. Der BFT prüft damit Schnelligkeit, Kraftausdauer im Oberkörper und Grundlagenausdauer in kompakter Form.
Der Endstatus der Beamtenlaufbahn: Nach erfolgreicher Probezeit wird der Polizeibeamte auf Lebenszeit verbeamtet. Damit verbunden sind besondere Absicherung, Alimentationsprinzip und die im Beamtenrecht verankerte Treuepflicht gegenüber dem Dienstherrn. Für viele Bewerber ist dieser Status ein zentrales Argument für den Polizeiberuf.
Nach bestandener Ausbildung wird der Polizist zum Beamten auf Probe ernannt. In der Probezeit muss er sich in der Praxis bewähren, bevor die Verbeamtung auf Lebenszeit folgt. Die Dauer der Probezeit richtet sich nach dem jeweiligen Landes- oder Bundesrecht.
Beamter auf Widerruf ist der Status während des Vorbereitungsdienstes, also während Ausbildung oder Studium bei der Polizei. Der Dienstherr kann das Beamtenverhältnis in dieser Phase vergleichsweise einfach beenden, etwa bei Nichtbestehen von Prüfungen. Nach erfolgreichem Abschluss folgt in der Regel die Ernennung zum Beamten auf Probe.
Die Bereitschaftspolizei umfasst die geschlossenen Einheiten der Länderpolizeien und der Bundespolizei, die bei Großlagen wie Demonstrationen, Fußballeinsätzen oder Katastrophen als Hundertschaften eingesetzt werden. Für viele Polizisten ist sie die erste Verwendung nach der Ausbildung, bevor der Wechsel in den Einzeldienst oder zu Spezialverwendungen folgt.
Beamte werden nicht nach Tarif, sondern nach Besoldungsordnungen bezahlt. Für den Polizeivollzugsdienst ist die Besoldungsordnung A relevant: Sie ordnet jedem Amt eine Besoldungsgruppe zu, innerhalb derer das Gehalt mit Erfahrungsstufen steigt. Welches Eingangsamt ein Bewerber erreicht, hängt von der Laufbahn ab, etwa mittlerer, gehobener oder höherer Dienst.
Eine geschlossene Einheit der Bereitschaftspolizei für Großdemonstrationen, Fußballspiele und qualifizierte Festnahmen in Großlagen. In mehreren Bundesländern eine Vorstufe für spätere SEK-Karrieren. Die BFE+ der Bundespolizei schließt die Lücke zwischen regulärer Bundespolizei und GSG 9.
Inlandsnachrichtendienst des Bundes mit Sitz in Köln. Beobachtet extremistische und verfassungsfeindliche Bestrebungen sowie Spionage. Eigene Laufbahnen im gehobenen und höheren Dienst, kein Vollzugsdienst.
Das Bundeskriminalamt ist die Kriminalpolizeibehörde des Bundes mit Sitz in Wiesbaden. Schwerpunkte sind Terrorismus, organisierte Kriminalität und Kapitaldelikte. Aus dem BKA gehen mehrere Spezialkomponenten hervor, MEK BKA und ASE BKA.
Auslandsnachrichtendienst der Bundesrepublik mit Sitz in Berlin. Gewinnt Informationen über das Ausland, die für die Sicherheit Deutschlands von Bedeutung sind. Vielfältige Laufbahnen von der Analyse bis zum technischen Dienst.
Die bundesweite Vollzugspolizei (ehemals Bundesgrenzschutz / BGS). Zuständig für Bahn-, Luft- und Seeverkehr, Grenzschutz und den Schutz von Bundesorganen. Eigenes Einstellungsauswahlverfahren, Ausbildung an den Bundespolizeiakademien.
Die Division Schnelle Kräfte ist der Großverband des Heeres für luftbewegliche und spezialisierte Kräfte. Unter ihrem Dach stehen unter anderem das Kommando Spezialkräfte, die Fallschirmjägertruppe und Heeresflieger, zudem ist eine niederländische Luftlandebrigade eingegliedert. Sie ist die Nachfolgestruktur der früheren Division Spezielle Operationen.
Der Deutsche Polizei-Test ist ein kognitiver Leistungstest, den viele Landespolizeien im Einstellungsverfahren nutzen. Er prüft sprachliches Verständnis, logisches Denken, räumliches Vorstellungsvermögen und Merkfähigkeit, meist 90 bis 120 Minuten, papier- oder computerbasiert.
Die Division Schnelle Kräfte (DSK) ist der Heeresverband, dem das KSK, die Fallschirmjäger und die Heeresflieger unterstellt sind. Sie ist die kommandierende Division für Spezial- und Krisenreaktionskräfte des deutschen Heeres.
Das Einstellungsauswahlverfahren (EAV) ist das mehrstufige Auswahlverfahren der deutschen Polizei für die Einstellung in den Vollzugsdienst. Es umfasst Sporttest, kognitiven Test, medizinischen Test und Assessment-Center. Je nach Bundesland dauert es 1 bis 3 Tage.
Die Eignungsfeststellung ist der erste Abschnitt des KSK-Auswahlverfahrens, rund drei Wochen extrem belastender Parcours mit Ausdauer, Kraft, Orientierungsmärschen und Schlafentzug. Hier scheidet der Großteil der Bewerber aus.
Spezialisierte Kräfte des Heeres mit erweiterten Grundbefähigungen, die Zwischenebene zwischen klassischer Infanterie und dem KSK. EGB-Kräfte übernehmen Spezialaufklärung, Fernspäh-Aufträge und unterstützen Spezialoperationen.
Das Eignungsfeststellungsverfahren ist das zentrale Auswahlverfahren der Bundeswehr für Bewerber. Es findet in einem Karrierecenter statt und kombiniert computergestützte Eignungstests, ärztliche Untersuchung und Interview. Offizierbewerber durchlaufen ein erweitertes, mehrtägiges Assessment mit zusätzlichen Prüfstationen.
Sammelbegriff für sämtliche Prüfungen im EAV. Häufig synonym mit EAV verwendet, umfasst aber streng genommen auch die medizinischen und psychologischen Einzelprüfungen.
Anspruchsvolle Überlebens- und Durchhalteausbildung der Bundeswehr. EKL 1 ist der Standard für die Kampftruppe, EKL 2 ist die fortgeschrittene Stufe und ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu Spezialkräften.
Die Militärpolizei der Bundeswehr. Aufgaben sind Verkehrs- und Begleitdienst, Ermittlungen, Personenschutz und Sicherungsaufgaben im In- und Ausland. Teil der Streitkräftebasis.
Eingangsdienstgrad der Unteroffiziere mit Portepee. Der Feldwebel führt einen Trupp oder eine Gruppe und ist die erste echte Führungsebene zwischen Mannschaften und Offizieren.
Feldwebelanwärter sind Soldaten auf Zeit, die für die Laufbahn der Feldwebel eingeplant sind, also für die Unteroffiziere mit Portepee. Der Weg führt über Grundausbildung, Dienstposten- und Laufbahnlehrgänge bis zur Beförderung zum Feldwebel. Die Laufbahn ist das militärische Pendant zur mittleren Führungsebene.
Spezialisierte Aufklärungskräfte des Heeres, die weit hinter den feindlichen Linien Informationen gewinnen. Verdecktes Bewegen, Langzeitbeobachtung und präzise Meldung sind ihre Kernfähigkeiten. Teil der EGB-fähigen Kräfte.
Die Fallschirmjäger sind die Luftlandeverbände des Heeres mit Sprungausbildung und Gefechtsdienst unter extremen Bedingungen. Viele Fallschirmjäger-Kräfte sind EGB-fähig, Standorte sind unter anderem Seedorf und Saarlouis.
Behördliche Auskunft über strafrechtliche Eintragungen einer Person. Für Polizei und Bundeswehr ist ein einwandfreies (erweitertes) Führungszeugnis Einstellungsvoraussetzung. Auch eingestellte Verfahren können relevant sein.
Freiwillig Wehrdienst Leistende sind Soldaten, die sich für einen befristeten freiwilligen Wehrdienst verpflichten, ohne direkt Soldat auf Zeit zu werden. Der FWD ist ein verbreiteter Einstieg, um die Bundeswehr kennenzulernen und sich anschließend für eine SaZ-Laufbahn oder eine zivile Richtung zu entscheiden.
Der Gehobene Dienst (gD) ist heute die Standard-Laufbahn der Polizei in fast allen Bundesländern. Drei Jahre Bachelor-Studium an einer Polizeihochschule, kombiniert mit Praktikumsphasen, Einstiegsdienstgrad meist Polizeikommissar.
Die Gebirgsjäger sind die Gebirgsinfanterie der Bundeswehr, stationiert in Bad Reichenhall und Mittenwald. Spezialisiert auf Gebirgs- und Wintergefecht, Hochgebirgsbeweglichkeit und Einsätze unter extremen klimatischen Bedingungen.
Karriereprogramm der Panzergrenadiertruppe: ein verkürzter, planbarer Weg vom Einstieg bis zum Feldwebel als Unteroffizier mit Portepee. Es bündelt Grundausbildung, Truppenverwendung und Unteroffizierausbildung in einem festen Werdegang.
Die Spezialeinheit der Bundespolizei, gegründet 1972 nach dem Olympia-Attentat von München. Zuständig für Terrorlagen auf Bundesebene, Schienen-, Flug- und Seeverkehr sowie Geiselbefreiung. Rund 400 Einsatzkräfte, Hauptstandort Sankt Augustin bei Bonn.
Erfahrener Unteroffiziersdienstgrad mit Portepee. Oft als Kompaniefeldwebel (der sogenannte Spieß) eingesetzt, der das innere Gefüge und die Organisation einer Kompanie verantwortet.
Der Höhere Dienst (hD) ist die Führungsebene der Polizei, zwei Jahre Master-Studium an der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol) in Münster-Hiltrup. Voraussetzung ist meist mehrjährige Praxis im Gehobenen Dienst.
Die Landstreitkräfte der Bundeswehr und größte Teilstreitkraft. Umfasst Infanterie, Panzertruppe, Artillerie sowie die Division Schnelle Kräfte mit KSK, Fallschirmjägern und Gebirgsjägern.
Höllenwoche ist die inoffizielle Bezeichnung für die härteste Phase des KSK-Potenzialfeststellungsverfahrens: mehrtägige Dauerbelastung mit langen Märschen, Schlafentzug, Orientierungsaufgaben und permanentem Leistungsdruck. Hier scheitern die meisten Kandidaten, nicht an einer Einzeldisziplin, sondern an der Summe aus Erschöpfung und mentalem Druck.
Die Operateure des KSM (Kommando Spezialkräfte Marine). Sie operieren aus dem und im Wasser: Aufklärung von See, verdecktes Anlanden, Boarding und Tauchoperationen. Eines der härtesten Auswahlverfahren Deutschlands mit unter 13 Prozent Bestehensquote.
Das Kommando Cyber- und Informationsraum (KdoCIR) ist die Teilstreitkraft der Bundeswehr für digitale Kriegsführung, gegründet 2017. Laufbahnen umfassen Cyber-Operator, IT-Fachdienst und elektronische Kampfführung.
Das Kommandoaufnahmeverfahren ist das Auswahlverfahren für KSK-, KSM- und EGB-Verwendungen der Bundeswehr-Spezialkräfte. Es erstreckt sich über mehrere Wochen bis Monate, die Durchfallquote liegt regelmäßig bei rund 90 Prozent.
Der Eliteverband der Bundeswehr für Spezialoperationen, stationiert in Calw. Aufträge: Bekämpfung von Terrorzellen, Geiselbefreiung im Ausland, strategische Spezialaufklärung und Schutz deutscher Staatsangehöriger in Krisengebieten.
Die Spezialeinheit der Deutschen Marine, stationiert in Eckernförde. Die Kampfschwimmer des KSM führen amphibische Operationen, Bordeinsatz-Kommandos (Boarding) und Unterwassereinsätze durch.
Die Landespolizei ist die Polizei eines Bundeslandes. Polizei ist in Deutschland Ländersache: Jedes der 16 Bundesländer hat eine eigene Polizei mit eigenem Auswahlverfahren, eigener Ausbildung und eigenem Polizeigesetz. Daneben existieren mit Bundespolizei und Bundeskriminalamt zwei Polizeien des Bundes.
Eingangsdienstgrad der Offiziere. In der Regel nach abgeschlossener Offizierausbildung und meist einem Studium an einer Universität der Bundeswehr erreicht. Typische erste Verwendung ist der Zugführer.
Das Landeskriminalamt (LKA) ist die zentrale Kriminalpolizeibehörde eines Bundeslands. Schwerpunkte sind Kapitaldelikte, organisierte Kriminalität, Staatsschutz und Cybercrime. Die meisten MEK-Einheiten (Mobile Einsatzkommandos) sind am LKA angesiedelt.
Die Teilstreitkraft der Bundeswehr für den Luftraum: Kampfjets, Transportflugzeuge, Hubschrauber, Flugabwehr und Objektschutzkräfte. Eigene Laufbahnen vom fliegerischen Dienst bis zur Luftsicherung.
Der Militärische Abschirmdienst (MAD) ist der Nachrichtendienst der Bundeswehr. Er prüft Bewerber für sicherheitsrelevante Positionen, etwa KSK, Kommando Heer oder Nachrichtenkräfte, im Rahmen der Sicherheitsüberprüfung.
Drei Stufen der militärischen Sicherheitsüberprüfung. Ü1 = einfache Überprüfung (Standardsoldat), Ü2 = erweiterte (KSK-Bewerber, Operatoren in sicherheitsrelevanten Funktionen), Ü3 = erweiterte mit Sicherheitsermittlungen (z. B. Zugang zu Kryptogerätschaften).
Die unterste Dienstgradgruppe der Bundeswehr (z. B. Schütze, Gefreiter, Obergefreiter). Einstieg ohne Unteroffiziers- oder Offizierslaufbahn, oft als Soldat auf Zeit für 2 bis 12 Jahre.
Die Seestreitkräfte der Bundeswehr: Fregatten, U-Boote, Minenjäger und die Spezialeinheit KSM (Kampfschwimmer). Stationiert vor allem in Wilhelmshaven, Kiel und Eckernförde.
Der Mittlere Dienst (mD) ist die ursprüngliche Polizeikommissar-Laufbahn ab Mittlerer Reife. Inzwischen haben die meisten Bundesländer den mD abgeschafft und stellen nur noch für den Gehobenen Dienst (gD) ein.
Eine verdeckt arbeitende Spezialeinheit der Landeskriminalämter (und des BKA auf Bundesebene). Schwerpunkt sind verdeckte Observation, Ermittlungen und Zugriffe auf Observationsobjekte, weniger taktisch-athletisch als das SEK, stärker tarnungs- und observationsbasiert.
Ärztliche und psychologische Eignungsuntersuchung vor dem Eintritt in die Bundeswehr. Festgestellt wird die Wehrdiensttauglichkeit über die Tauglichkeitsgrade T1 bis T3. In Österreich heißt das Pendant Stellung.
Unteroffiziersdienstgrad mit Portepee, eine Stufe über dem Feldwebel. Typischerweise als Zugführer-Stellvertreter oder in verantwortungsvollen Fach- und Ausbilderfunktionen eingesetzt.
Die Observationseinheit Zoll (OEZ) ist die verdeckte Observationseinheit des deutschen Zolls. Das Auswahlverfahren umfasst neben dem Sporttest einen ausgeprägten kognitiven Teil; statt eines 12-Minuten-Cooper-Tests wird ein 5.000-m-Lauf verlangt.
Bewerber und Soldat in der Offizierslaufbahn der Bundeswehr. Durchläuft Offizierausbildung, meist ein Studium an einer Bundeswehr-Universität und Truppenverwendung. Eingangsdienstgrad nach Abschluss ist der Leutnant.
Bewerber für die Offizierslaufbahn. Hat ein anderes Auswahlverfahren als Mannschaftsdienstgrade: Assessment mit INSBAT, Führungskompetenz-Tests, Eignungs-Feststellungs-Verfahren (EFV) in Köln.
Die Potenzialanalyse ist der zweite Abschnitt des KSK-Auswahlverfahrens nach der Eignungsfeststellung (EF). Im Fokus stehen taktische Führung und Entscheidungen unter Druck, geprüft wird, wer nicht nur durchhält, sondern auch führen kann.
Die Polizeidienstvorschrift 300 (Ärztliche Beurteilung der Polizeidiensttauglichkeit) ist die klassische Grundlage für die polizeiärztliche Untersuchung im Auswahlverfahren. Sie definiert, welche gesundheitlichen Befunde gegen eine Einstellung sprechen. Mehrere Bundesländer haben die PDV 300 inzwischen durch eigene, teils weniger starre Beurteilungsregeln ersetzt oder ergänzt.
PFV hat je nach Kontext zwei Bedeutungen: Bei der Polizei die körperliche Prüfung im Rahmen des EAV. Beim KSK und den Bundeswehr-Spezialkräften steht PFV für das Potenzialfeststellungsverfahren, das mehrwöchige Auswahlverfahren mit Bestehensquote unter 10 Prozent.
Der Polizei-Sporttest ist der körperliche Teil des Einstellungsauswahlverfahrens. Jedes Bundesland prüft eigene Disziplinen, verbreitet sind Ausdauerläufe wie Cooper-Test oder Beep-Test, Kraftübungen wie Liegestütze oder Klimmzüge, Sprint- und Koordinationsdisziplinen wie Pendellauf oder Kasten-Bumerang-Test. Entscheidend ist, die exakten Disziplinen des Ziel-Bundeslands zu kennen und kombiniert unter Ermüdung zu trainieren.
Die Polizeidiensttauglichkeit (PDT) ist die medizinische Eignungsprüfung für den Polizeivollzugsdienst. Geprüft werden Sehkraft, Hörvermögen, BMI (unter 30), Blutbild, orthopädische Checks und eine psychologische Anamnese.
Die Polizeilichen Schutzaufgaben Ausland (PSA) sind die Personenschützer der Bundespolizei an deutschen Botschaften in Krisengebieten. Das interne Auswahlverfahren enthält einen Höhentest als K.O.-Kriterium und eine Englischprüfung.
Ehemaliger Soldat oder freiwillig Verpflichteter, der nach der aktiven Dienstzeit für Übungen und im Spannungs- oder Verteidigungsfall herangezogen werden kann. Die Reserve ergänzt die aktive Truppe personell.
Soldat auf Zeit (SaZ) ist ein befristetes Dienstverhältnis bei der Bundeswehr, typischerweise 2 bis 25 Jahre, meist als SaZ 4, 8, 12 oder 25. Es ist der Standard-Status für die meisten Berufssoldaten-Laufbahnen vor der etwaigen Verbeamtung auf Lebenszeit.
Die taktische Spezialeinheit der Landespolizeien für hochriskante Festnahmen, Geisellagen und Terrorlagen. Jedes Bundesland unterhält ein eigenes SEK. Voraussetzung ist in der Regel mindestens zwei Jahre Polizeidienst im Wach- und Wechseldienst.
Die Spezifische Grundausbildung (SGA) folgt auf die Allgemeine Grundausbildung (AGA) und vermittelt die Fähigkeiten der jeweiligen Truppengattung. Dauer je nach Verwendungsreihe rund 3 bis 9 Monate.
Prüfung der Zuverlässigkeit einer Person für sicherheitsempfindliche Tätigkeiten, gestuft in Ü1, Ü2 und Ü3. Bei der Bundeswehr durchgeführt vom MAD. Für KSK, KSM und vergleichbare Verwendungen ist mindestens die Ü2 erforderlich.
Teilstreitkraft-übergreifender Unterstützungsbereich der Bundeswehr: Logistik, Feldjäger, ABC-Abwehr, Sanitätslogistik und militärisches Nachrichtenwesen. Sorgt dafür, dass Heer, Luftwaffe und Marine einsatzfähig bleiben.
Das Technische Hilfswerk (THW) ist die Zivilschutzbehörde des Bundes. Es leistet technische Hilfe bei Katastrophen, Unfällen und im Verteidigungsfall, von Hochwasser über Stromausfälle bis Auslandseinsätze. Hauptamtliche Stellen sind selten; die Mehrheit der THW-Kräfte sind Ehrenamtliche.
Unteroffizieranwärter durchlaufen die Laufbahn der Fachunteroffiziere, also der Unteroffiziere ohne Portepee. Sie übernehmen nach Grundausbildung und Laufbahnlehrgängen fachliche Verantwortung in ihrer Truppengattung. Wer höher hinaus will, kann später in die Feldwebellaufbahn wechseln.
Die Dienstgradgruppe der Unteroffiziere teilt sich in zwei Ebenen: Unteroffiziere ohne Portepee (Unteroffizier, Stabsunteroffizier) und Unteroffiziere mit Portepee, also die Feldwebeldienstgrade vom Feldwebel aufwärts. Das Portepee, historisch eine Degenquaste, markiert bis heute die höhere Unteroffiziersebene mit mehr Führungsverantwortung.
Das Unterstützungskommando der bayerischen Polizei, eine Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit mit ausgeprägter taktischer Ausbildung. Schwerpunkt sind Versammlungs- und Veranstaltungslagen sowie der Lückenschluss zwischen Streifendienst und SEK.
Ernennung in ein Beamtenverhältnis. Polizisten durchlaufen die Stufen Beamter auf Widerruf (Ausbildung), auf Probe (nach Abschluss) und auf Lebenszeit. Voraussetzung sind Verfassungstreue, gesundheitliche Eignung und ein einwandfreies Führungszeugnis.
Pflicht jedes Beamten und Soldaten, sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung (FDGO) zu bekennen und für sie einzutreten. Wird bei der Einstellung geprüft, bei Spezialeinheiten zusätzlich über die Sicherheitsüberprüfung.
Der Vorbereitungsdienst ist die formale Bezeichnung für die Polizeiausbildung beziehungsweise das duale Studium nach bestandenem Auswahlverfahren. Er wird im Beamtenverhältnis auf Widerruf absolviert und endet mit der Laufbahnprüfung. Inhalte sind Recht, Einsatztraining, Schießausbildung, Sport und Praktika in den Dienststellen.
Die Wehrdisziplinarordnung regelt das Disziplinarrecht der Bundeswehr: Welche Dienstvergehen es gibt, welche Disziplinarmaßnahmen möglich sind und wie Disziplinarverfahren gegen Soldaten ablaufen. Für Soldaten ist sie das Gegenstück zum Disziplinarrecht der Beamten.
Die Zentrale Unterstützungsgruppe Zoll (ZUZ) ist die taktische Spezialeinheit des deutschen Zolls, vergleichbar mit einem SEK, zuständig für gefährliche Zugriffe im Bereich Schwerstkriminalität, Drogen- und Schmuggelbekämpfung.