Musterung

Musterung Die Musterung ist die Eignungsuntersuchung der Bundeswehr. Sie besteht aus der ärztlichen Begutachtung und dem computerassistierten CAT-Test; bei längerfristigen Diensten kommt ein Gespräch mit einer Assessmentkommission hinzu. Ergebnis ist ein Tauglichkeitsgrad. Seit dem Wehrdienstgesetz vom 1. Januar 2026 ist die Musterung für Männer ab Geburtsjahr 2008 verpflichtend, der Dienst selbst bleibt freiwillig.

Die Musterung findet in einem Karrierecenter oder Musterungszentrum statt und ist meist an einem Tag geschafft. Feste Bestandteile sind die ärztliche Begutachtung von Gehör, Sehkraft, Blutdruck und allgemeiner körperlicher Belastbarkeit sowie der computerassistierte Test der Bundeswehr (CAT-Test) zu logischem Denken, Reaktionsfähigkeit und räumlichem Vorstellungsvermögen. Bei längerfristigen Verwendungen kommt ein Gespräch mit einer Assessmentkommission hinzu. Ergebnis ist ein Tauglichkeitsgrad: T1 steht für voll verwendungsfähig, T2 für verwendungsfähig mit Einschränkungen, T3 für eingeschränkt verwendungsfähig. Alle 3 gelten als wehrdienstfähig, ein Ausschluss wird erst über T4 oder T5 abgebildet. Für Spezialkräfte ist in der Regel T1 erforderlich. Wichtig für die Erwartungshaltung: Einen Sporttest gibt es in der regulären Musterung nicht. Er ist ausschließlich für Offiziersanwärter vorgesehen und besteht dort aus Pendellauf, Klimmhang und einem 3.000-Meter-Test auf dem Fahrradergometer. Am medizinischen Teil lässt sich kurzfristig wenig ändern, gezielt üben lässt sich vor allem der CAT-Test. In Österreich heißt das Pendant Stellung.

Auf einen Blick

Fester Bestandteil
Arzt + CAT-Test
Zusätzlich
Gespräch bei längeren Diensten
Dauer
meist 1 Tag
Ergebnis
Tauglichkeitsgrad
Pflicht für
Männer ab Geburtsjahr 2008
Sporttest
nur Offiziersanwärter
Österreich
Stellung

Aus der Praxis

In der Vorbereitung wird die Musterung fast immer auf den Arzttermin verkürzt. Tatsächlich ist der medizinische Teil der Baustein, an dem sich am wenigsten ändern lässt, während die Aufgabenformate des CAT-Tests sich gezielt üben lassen und trotzdem meist ungeübt angegangen werden. Wer sich mit den Aufgabentypen vorher vertraut macht, verliert im Test keine Zeit mehr an das Format selbst.

Häufige Fragen zu Musterung

Was wird bei der Musterung geprüft?

Die ärztliche Begutachtung von Gehör, Sehkraft, Blutdruck und körperlicher Belastbarkeit sowie der computerassistierte CAT-Test zu logischem Denken, Reaktionsfähigkeit und räumlichem Vorstellungsvermögen. Bei längerfristigen Verwendungen kommt ein Gespräch mit einer Assessmentkommission hinzu. Ergebnis ist ein Tauglichkeitsgrad.

Ist die Musterung Pflicht?

Für Männer ab Geburtsjahr 2008 ja. Das Gesetz zur Modernisierung des Wehrdienstes ist am 1. Januar 2026 in Kraft getreten. Die Musterungen erfolgen schrittweise und werden nach und nach auf den gesamten Jahrgang 2008 ausgeweitet, weil die Musterungskapazitäten noch im Aufbau sind. Der Wehrdienst selbst bleibt freiwillig.

Gibt es bei der Musterung einen Sporttest?

In der regulären Musterung nicht. Ein Sporttest ist nur für Offiziersanwärter vorgesehen und besteht aus Pendellauf, Klimmhang und einem 3.000-Meter-Test auf dem Fahrradergometer.

Wie lange dauert die Musterung?

Das Verfahren ist meist innerhalb eines Tages zu schaffen. Es findet in einem Karrierecenter oder einem der im Aufbau befindlichen regionalen Musterungszentren statt.

Kann man sich auf die Musterung vorbereiten?

Auf den medizinischen Teil nur begrenzt, dort lohnt sich höchstens eine frühzeitige ärztliche Abklärung bekannter Einschränkungen. Gezielt üben lässt sich vor allem der CAT-Test: logisches Denken, Reaktionsfähigkeit und räumliches Vorstellungsvermögen sind Testformate, deren Aufgabentypen man vorher kennenlernen und trainieren kann.

Was bedeuten die Tauglichkeitsgrade T1, T2 und T3?

T1 bedeutet voll verwendungsfähig, T2 verwendungsfähig mit Einschränkungen für bestimmte Tätigkeiten, T3 eingeschränkt verwendungsfähig. Alle 3 Grade gelten als wehrdienstfähig. T3 ist entgegen einer verbreiteten Annahme kein Ausschluss, dafür stehen T4 (vorübergehend nicht dienstfähig) und T5. Für eine Verwendung bei Spezialkräften ist in der Regel T1 erforderlich.

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