Sicherheitsüberprüfung (SÜ)

Sicherheitsüberprüfung (SÜ) Prüfung der Zuverlässigkeit einer Person für sicherheitsempfindliche Tätigkeiten, gestuft in Ü1, Ü2 und Ü3. Bei der Bundeswehr durchgeführt vom MAD. Für KSK, KSM und vergleichbare Verwendungen ist mindestens die Ü2 erforderlich.

Mit steigender Stufe wächst der Prüfumfang: Ü1 betrachtet im Wesentlichen die Person selbst, Ü2 bezieht den Ehe- oder Lebenspartner mit ein, Ü3 geht am tiefsten und umfasst zusätzliche Ermittlungen im Umfeld. Geprüft werden unter anderem Vorstrafen, finanzielle Verhältnisse (hohe Verschuldung gilt als Erpressbarkeitsrisiko), Kontakte und die Verfassungstreue. Für Bewerber heißt das praktisch: Auch das nahe Umfeld wird relevant, und der Prozess dauert Wochen bis Monate. Ehrliche Angaben sind essenziell, weil Widersprüche zwischen Selbstauskunft und Ermittlungsergebnis das Vertrauen zerstören.

Auf einen Blick

Stufen
Ü1, Ü2, Ü3
KSK / KSM
mind. Ü2
Ü2 prüft
auch Ehe-/Lebenspartner
Durchführung (BW)
MAD

Häufige Fragen zu Sicherheitsüberprüfung (SÜ)

Was ist der Unterschied zwischen Ü1, Ü2 und Ü3?

Der Prüfumfang. Ü1 betrachtet vor allem die Person selbst, Ü2 bezieht den Ehe- oder Lebenspartner ein, Ü3 geht am tiefsten und umfasst zusätzliche Ermittlungen im Umfeld. Für KSK und vergleichbare Verwendungen ist mindestens Ü2 nötig.

Kann hohe Verschuldung die Sicherheitsüberprüfung gefährden?

Ja, sie kann ein Problem sein, weil finanzielle Notlagen als Erpressbarkeitsrisiko gewertet werden. Geprüft werden außerdem Vorstrafen, Kontakte und die Verfassungstreue. Entscheidend ist immer das Gesamtbild der Zuverlässigkeit.

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