Orientierungsmarsch (O-Marsch)
Sternmarsch
Der Orientierungsmarsch ist weniger ein Fitness- als ein Kopf-Test unter körperlicher Last. Mit Gepäck, oft nachts und ohne GPS müssen Bewerber Marschzahlen umsetzen, Karte und Gelände abgleichen und unter Schlafmangel und Erschöpfung klare Entscheidungen treffen. Der häufigste Fehler ist nicht die fehlende Kondition, sondern der Navigationsfehler aus Übermüdung: Ein verpasster Wegpunkt kostet Kilometer und Zeit. Vorbereitung heißt deshalb, Kartenkunde und Kompassarbeit so weit zu automatisieren, dass sie auch im erschöpften Zustand sicher sitzen, und das Marschieren mit Last unter realistischen Bedingungen zu üben.
Auf einen Blick
- Mittel
- Karte + Kompass, kein GPS
- Bedingungen
- nachts, mit Gepäck
- Kern-Test
- Entscheiden unter Erschöpfung
- Typischer Fehler
- Navigationsfehler aus Müdigkeit
Häufige Fragen zu Orientierungsmarsch (O-Marsch)
Warum scheitern beim Orientierungsmarsch so viele?
Weil er ein Kopf-Test unter Last ist. Nicht die Kondition entscheidet, sondern ob man unter Schlafmangel und Erschöpfung noch sauber navigiert. Ein einziger Navigationsfehler kostet Kilometer und oft den Durchgang.
Wie bereitet man sich auf den O-Marsch vor?
Indem man Kartenkunde und Kompassarbeit so automatisiert, dass sie auch im erschöpften Zustand sicher sitzen, und das Marschieren mit Gepäck unter realistischen Bedingungen übt, idealerweise auch bei Nacht.
Verwandte Begriffe
- Gepaecklauf — Gepäcklauf / GepäckmarschEin Lauf oder Eilmarsch mit Zusatzlast (10–25 kg). Beim KSK und in der EGB-Auswahl eine Kerndisziplin, etwa 30 km mit 15 kg unter 4 Stunden. Beim EGB ist der 7.000-Meter-Gepäcklauf zentral.
- GeländelaufLauf abseits befestigter Wege über unebenes Gelände, oft mit Steigungen und Hindernissen. Prüft Ausdauer, Trittsicherheit und Belastbarkeit unter realitätsnahen Bedingungen. Verbreitet bei Bundeswehr-Spezialkräften.
- PFV — Potenzialfeststellungsverfahren / Physischer Fitness-VerbundPFV hat je nach Kontext zwei Bedeutungen: Bei der Polizei die körperliche Prüfung im Rahmen des EAV. Beim KSK und den Bundeswehr-Spezialkräften steht PFV für das Potenzialfeststellungsverfahren, das mehrwöchige Auswahlverfahren mit Bestehensquote unter 10 Prozent.
- EF — EignungsfeststellungDie Eignungsfeststellung ist der erste Abschnitt des KSK-Auswahlverfahrens, rund drei Wochen extrem belastender Parcours mit Ausdauer, Kraft, Orientierungsmärschen und Schlafentzug. Hier scheidet der Großteil der Bewerber aus.
- Cooper-TestDer Cooper-Test ist ein 12-Minuten-Lauf auf Bahn oder Laufband, bei dem es darum geht, eine möglichst große Distanz zurückzulegen. Er misst die aerobe Grundlagenausdauer und ist in fast jedem Polizei- und Spezialeinheiten-Auswahlverfahren Standard.
- 3000m-LaufEin Festdistanz-Lauf über 3.000 Meter, im Polizei-EAV je nach Bundesland gesetzt oder optional zum Cooper-Test. Richtwerte: Männer unter 12:30 Minuten, Frauen unter 14:00 Minuten.
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