17 Fachbegriffe der Kategorie Polizei-Auswahlverfahren Allgemein. Jeder Eintrag hat eine eigene Detailseite mit strukturierten Daten (DefinedTerm-Schema) für Suchmaschinen und AI-Assistenten.
Ein mehrstündiger Testtag mit Gruppendiskussion, Einzelinterview, Rollenspiel und teils Postkorbübung. Bewertet werden Kommunikationsstärke, Stressresistenz, Entscheidungsfähigkeit und Teamfähigkeit, der verhaltensbezogene Teil des Auswahlverfahrens.
Auswahlverfahren ist der Oberbegriff für jedes mehrstufige Prüfverfahren, mit dem Polizei, Bundeswehr oder Spezialeinheiten Bewerber testen und vergleichen. Typische Bausteine sind Sporttest, kognitiver Test, medizinische Untersuchung und Interview. Die konkrete Bezeichnung variiert je nach Organisation, etwa EAV bei der Polizei oder PFV beim KSK.
Anteil der Bewerber, die ein Auswahlverfahren erfolgreich abschließen. Bei regulären Polizei-Laufbahnen je nach Bundesland 20 bis 50 Prozent, bei Spezialeinheiten oft unter 15 Prozent, beim KSK unter 10 Prozent.
Viele Auswahlverfahren rechnen Einzelleistungen über eine Bewertungsmatrix in Punkte um: Jede Disziplin bringt je nach Ergebnis eine Punktzahl, die Summe entscheidet über Bestehen und Ranglistenplatz. Wichtig für die Vorbereitung: Wer weiß, welche Disziplinen wie stark gewichtet werden, kann sein Training gezielt auf die Punktebringer ausrichten.
Der Determinationstest (DLT) ist ein multimodaler Reaktionstest im Wiener Testsystem: optische und akustische Reize müssen gleichzeitig per Tasten, Pedalen und Schaltern beantwortet werden. Er bewertet selektive Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit unter Dauerstress.
Der Deutsche Polizei-Test ist ein kognitiver Leistungstest, den viele Landespolizeien im Einstellungsverfahren nutzen. Er prüft sprachliches Verständnis, logisches Denken, räumliches Vorstellungsvermögen und Merkfähigkeit, meist 90 bis 120 Minuten, papier- oder computerbasiert.
Das Einstellungsauswahlverfahren (EAV) ist das mehrstufige Auswahlverfahren der deutschen Polizei für die Einstellung in den Vollzugsdienst. Es umfasst Sporttest, kognitiven Test, medizinischen Test und Assessment-Center. Je nach Bundesland dauert es 1 bis 3 Tage.
Sammelbegriff für sämtliche Prüfungen im EAV. Häufig synonym mit EAV verwendet, umfasst aber streng genommen auch die medizinischen und psychologischen Einzelprüfungen.
Einstellungsvoraussetzungen sind die formalen Bedingungen, die ein Bewerber erfüllen muss, bevor er überhaupt zum Auswahlverfahren eingeladen wird. Typisch sind Staatsangehörigkeit, Altersgrenzen, Schulabschluss, gesundheitliche Eignung und ein einwandfreies Führungszeugnis. Die Details unterscheiden sich je nach Behörde und Land, deshalb gehört der Abgleich mit der offiziellen Ausschreibung an den Anfang jeder Bewerbung.
Eine Anforderung, deren Nichterfüllen zum sofortigen Ausscheiden führt, unabhängig von der Gesamtleistung. Typische K.O.-Kriterien sind das Seilklettern, eine Mindest-Sehkraft oder das Bestehen der medizinischen Tauglichkeit.
Die Mindestanforderung ist der Wert, den ein Bewerber in einer Disziplin mindestens erreichen muss, um nicht auszuscheiden. Sie wirkt wie ein K.O.-Kriterium: Wer den Sollwert verfehlt, fliegt raus, egal wie gut die anderen Disziplinen laufen. Für die Vorbereitung gilt: Erst alle Mindestwerte sicher abdecken, dann Punkte maximieren.
PFV hat je nach Kontext zwei Bedeutungen: Bei der Polizei die körperliche Prüfung im Rahmen des EAV. Beim KSK und den Bundeswehr-Spezialkräften steht PFV für das Potenzialfeststellungsverfahren, das mehrwöchige Auswahlverfahren mit Bestehensquote unter 10 Prozent.
Die Polizeidiensttauglichkeit (PDT) ist die medizinische Eignungsprüfung für den Polizeivollzugsdienst. Geprüft werden Sehkraft, Hörvermögen, BMI (unter 30), Blutbild, orthopädische Checks und eine psychologische Anamnese.
Der Reaktionstest (RT) im Wiener Testsystem misst die einfache Reaktionszeit, wie schnell ein Bewerber motorisch und kognitiv auf einen einzelnen Reiz reagiert. Zielwert ist ein Median unter etwa 400 Millisekunden.
Erste Filterstufe vor dem eigentlichen Auswahlverfahren: Prüfung der formalen Voraussetzungen (Schulabschluss, Alter, Führungszeugnis) und teils ein Online-Test. Wer die Vorauswahl nicht besteht, wird gar nicht erst eingeladen.
Das Wiener Testsystem (WTS) ist eine computerbasierte kognitive Testbatterie der Schuhfried GmbH mit über 100 Einzeltests, darunter DLT (Determinationstest), RT (Reaktionstest), LVT (Lernvermögen) und INSBAT (Intelligenz-Struktur). Seit etwa 2020 Standard bei Polizei, Bundeswehr und SEK.