19 Fachbegriffe der Kategorie Rechts- und Verwaltungsbegriffe. Jeder Eintrag hat eine eigene Detailseite mit strukturierten Daten (DefinedTerm-Schema) für Suchmaschinen und AI-Assistenten.
Anwärterbezüge sind das monatliche Gehalt während des Vorbereitungsdienstes bei der Polizei. Anders als in vielen zivilen Studiengängen wird die Ausbildung oder das duale Studium also von Anfang an bezahlt. Die Höhe hängt vom angestrebten Eingangsamt und vom Dienstherrn ab, teils kommen Zulagen für den Polizeivollzugsdienst dazu.
Der Endstatus der Beamtenlaufbahn: Nach erfolgreicher Probezeit wird der Polizeibeamte auf Lebenszeit verbeamtet. Damit verbunden sind besondere Absicherung, Alimentationsprinzip und die im Beamtenrecht verankerte Treuepflicht gegenüber dem Dienstherrn. Für viele Bewerber ist dieser Status ein zentrales Argument für den Polizeiberuf.
Nach bestandener Ausbildung wird der Polizist zum Beamten auf Probe ernannt. In der Probezeit muss er sich in der Praxis bewähren, bevor die Verbeamtung auf Lebenszeit folgt. Die Dauer der Probezeit richtet sich nach dem jeweiligen Landes- oder Bundesrecht.
Beamter auf Widerruf ist der Status während des Vorbereitungsdienstes, also während Ausbildung oder Studium bei der Polizei. Der Dienstherr kann das Beamtenverhältnis in dieser Phase vergleichsweise einfach beenden, etwa bei Nichtbestehen von Prüfungen. Nach erfolgreichem Abschluss folgt in der Regel die Ernennung zum Beamten auf Probe.
Die Bereitschaftspolizei umfasst die geschlossenen Einheiten der Länderpolizeien und der Bundespolizei, die bei Großlagen wie Demonstrationen, Fußballeinsätzen oder Katastrophen als Hundertschaften eingesetzt werden. Für viele Polizisten ist sie die erste Verwendung nach der Ausbildung, bevor der Wechsel in den Einzeldienst oder zu Spezialverwendungen folgt.
Beamte werden nicht nach Tarif, sondern nach Besoldungsordnungen bezahlt. Für den Polizeivollzugsdienst ist die Besoldungsordnung A relevant: Sie ordnet jedem Amt eine Besoldungsgruppe zu, innerhalb derer das Gehalt mit Erfahrungsstufen steigt. Welches Eingangsamt ein Bewerber erreicht, hängt von der Laufbahn ab, etwa mittlerer, gehobener oder höherer Dienst.
Behördliche Auskunft über strafrechtliche Eintragungen einer Person. Für Polizei und Bundeswehr ist ein einwandfreies (erweitertes) Führungszeugnis Einstellungsvoraussetzung. Auch eingestellte Verfahren können relevant sein.
Die Landespolizei ist die Polizei eines Bundeslandes. Polizei ist in Deutschland Ländersache: Jedes der 16 Bundesländer hat eine eigene Polizei mit eigenem Auswahlverfahren, eigener Ausbildung und eigenem Polizeigesetz. Daneben existieren mit Bundespolizei und Bundeskriminalamt zwei Polizeien des Bundes.
Die Polizeidienstvorschrift 300 (Ärztliche Beurteilung der Polizeidiensttauglichkeit) ist die klassische Grundlage für die polizeiärztliche Untersuchung im Auswahlverfahren. Sie definiert, welche gesundheitlichen Befunde gegen eine Einstellung sprechen. Mehrere Bundesländer haben die PDV 300 inzwischen durch eigene, teils weniger starre Beurteilungsregeln ersetzt oder ergänzt.
Prüfung der Zuverlässigkeit einer Person für sicherheitsempfindliche Tätigkeiten, gestuft in Ü1, Ü2 und Ü3. Bei der Bundeswehr durchgeführt vom MAD. Für KSK, KSM und vergleichbare Verwendungen ist mindestens die Ü2 erforderlich.
Das Strafgesetzbuch (StGB) ist das zentrale deutsche Strafrechtsgesetz. Es definiert, welche Handlungen strafbar sind und welche Strafen sie nach sich ziehen, von Beleidigung über Diebstahl und Körperverletzung bis Mord. Im Polizei-EAV ist StGB-Grundwissen oft Teil des Allgemeinwissen-Blocks.
Die Strafprozessordnung (StPO) regelt den Ablauf des deutschen Strafverfahrens, von der Anzeige über die Ermittlung bis zum Urteil. Sie definiert die Befugnisse von Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht und die Rechte des Beschuldigten.
Ernennung in ein Beamtenverhältnis. Polizisten durchlaufen die Stufen Beamter auf Widerruf (Ausbildung), auf Probe (nach Abschluss) und auf Lebenszeit. Voraussetzung sind Verfassungstreue, gesundheitliche Eignung und ein einwandfreies Führungszeugnis.
Pflicht jedes Beamten und Soldaten, sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung (FDGO) zu bekennen und für sie einzutreten. Wird bei der Einstellung geprüft, bei Spezialeinheiten zusätzlich über die Sicherheitsüberprüfung.
Der Vorbereitungsdienst ist die formale Bezeichnung für die Polizeiausbildung beziehungsweise das duale Studium nach bestandenem Auswahlverfahren. Er wird im Beamtenverhältnis auf Widerruf absolviert und endet mit der Laufbahnprüfung. Inhalte sind Recht, Einsatztraining, Schießausbildung, Sport und Praktika in den Dienststellen.
Die Wehrdisziplinarordnung regelt das Disziplinarrecht der Bundeswehr: Welche Dienstvergehen es gibt, welche Disziplinarmaßnahmen möglich sind und wie Disziplinarverfahren gegen Soldaten ablaufen. Für Soldaten ist sie das Gegenstück zum Disziplinarrecht der Beamten.