Drogenscreening
Die Urinanalyse erfasst einen kurzen Zeitraum von wenigen Tagen, eine Haaranalyse reicht je nach Haarlänge mehrere Monate zurück. Bei Spezialeinheiten und sicherheitsempfindlichen Verwendungen ist die Haaranalyse üblich. Entscheidend ist weniger der einzelne Test als das Gesamtbild der Zuverlässigkeit: Konsum, der im Rahmen der Sicherheitsüberprüfung oder im Gespräch offenkundig wird, kann auch ohne positiven Laborbefund zum Ausschluss führen. Ehrlichkeit im Vorfeld ist klüger als der Versuch, einen Test zu umgehen.
Auf einen Blick
- Methode
- Urin- oder Haaranalyse
- Urin erfasst
- wenige Tage
- Haaranalyse erfasst
- mehrere Monate
- Positiver Befund
- i. d. R. Ausschluss
Häufige Fragen zu Drogenscreening
Wie weit reicht ein Drogenscreening zurück?
Eine Urinanalyse erfasst nur wenige Tage, eine Haaranalyse je nach Haarlänge mehrere Monate. Bei Spezialeinheiten und sicherheitsempfindlichen Verwendungen ist die Haaranalyse Standard.
Führt ein positiver Drogentest zum Ausschluss?
In der Regel ja. Darüber hinaus zählt das Gesamtbild der Zuverlässigkeit, das auch über die Sicherheitsüberprüfung und das Gespräch entsteht. Konsum, der dort offenkundig wird, kann auch ohne positiven Laborwert zum Ausschluss führen.
Verwandte Begriffe
- Polizeidiensttauglichkeit (PDT)Die Polizeidiensttauglichkeit (PDT) ist die medizinische Eignungsprüfung für den Polizeivollzugsdienst. Geprüft werden Sehkraft, Hörvermögen, BMI (unter 30), Blutbild, orthopädische Checks und eine psychologische Anamnese.
- Sicherheitsüberprüfung (SÜ)Prüfung der Zuverlässigkeit einer Person für sicherheitsempfindliche Tätigkeiten, gestuft in Ü1, Ü2 und Ü3. Bei der Bundeswehr durchgeführt vom MAD. Für KSK, KSM und vergleichbare Verwendungen ist mindestens die Ü2 erforderlich.
- Polizeiärztliche UntersuchungMedizinische Eignungsprüfung durch den Polizeiarzt: Sehkraft, Hörvermögen, Blutbild, Belastungs-EKG, orthopädische Funktion und psychologische Anamnese. Entscheidet über die Polizeidiensttauglichkeit (PDT).
- BMI — Body Mass IndexDer Body Mass Index (BMI) ist ein Verhältnis aus Körpergewicht und Körpergröße. Bei der Polizei gilt meist ein maximaler BMI von 30 (in einigen Bundesländern 28). Er ist nicht alleiniges Ausschlusskriterium, aber ein Triggerwert für vertiefte Untersuchung.
- Kpperlicher CheckOrthopädisch, kardiologisch, neurologisch, opthalmologisch (Auge), HNO (Hören).
- VP — Vollprobe / VollprüfungGesamtheit der medizinischen Tauglichkeitsprüfung. Je nach Einheit 1-3 Tage.
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