Dienstgrade der österreichischen Polizei
Exekutivdienstgrade
Die Laufbahngruppen bestimmen den Zugang zu Spezialverwendungen. Der Exekutivdienst beginnt nach der Polizeigrundausbildung mit dem Dienstgrad Inspektor, darüber folgen Revierinspektor, Gruppeninspektor und Bezirksinspektor. Die dienstführende Ebene umfasst unter anderem Chefinspektor und Kontrollinspektor, die leitende Ebene beginnt beim Major und reicht über Oberst bis zum General. Für Bewerber auf Spezialeinheiten ist relevant, dass die Aufnahme in Einheiten wie EKO Cobra oder WEGA einen abgeschlossenen Exekutivdienst voraussetzt, nicht einen bestimmten Dienstgrad. Entscheidend sind Bewährung im Streifendienst, körperliche Eignung und das Bestehen des jeweiligen Auswahlverfahrens.
Auf einen Blick
- Land
- Österreich
- Einstieg nach Grundausbildung
- Inspektor
- Verwendungsgruppen
- E2b, E2a, E1
- Leitende Ebene
- ab Major
Häufige Fragen zu Dienstgrade der österreichischen Polizei
Welche Dienstgrade gibt es bei der österreichischen Polizei?
Der Exekutivdienst beginnt nach der Grundausbildung mit dem Dienstgrad Inspektor, gefolgt von Revierinspektor, Gruppeninspektor und Bezirksinspektor. Die dienstführende Ebene umfasst unter anderem Chefinspektor und Kontrollinspektor, die leitende Ebene beginnt beim Major. Zugeordnet sind die Verwendungsgruppen E2b, E2a und E1.
Welchen Dienstgrad brauche ich für EKO Cobra oder WEGA?
Einen bestimmten Dienstgrad setzen beide Einheiten nicht voraus. Verlangt wird ein abgeschlossener Exekutivdienst, also die absolvierte Polizeigrundausbildung, dazu Bewährung im Streifendienst und das Bestehen des jeweiligen Auswahlverfahrens.
Verwandte Begriffe
- ExekutivdienstExekutivdienst ist in Österreich der Sammelbegriff für den uniformierten Polizeidienst, die Angehörigen heißen Exekutivbedienstete. Der Begriff entspricht in etwa dem deutschen Polizeivollzugsdienst und taucht in Ausschreibungen, Gesetzen und Dienstgraden der Bundespolizei auf.
- Polizeigrundausbildung (PGA)Die Polizeigrundausbildung ist die rund zweijährige Ausbildung österreichischer Polizisten an den Bildungszentren der Sicherheitsakademie. Sie kombiniert Rechtsfächer, Einsatztraining, Schießausbildung und Praktika in Polizeiinspektionen und endet mit der Dienstprüfung. Danach beginnt der Dienst als Exekutivbediensteter.
- EKO Cobra — Einsatzkommando CobraDas Einsatzkommando Cobra (EKO Cobra) ist die nationale Anti-Terror- und Sondereinheit Österreichs, angesiedelt beim Bundesministerium für Inneres. Das Aufnahmeverfahren umfasst vier körperliche K.O.-Übungen (Seilklettern, Bauchaufzug am Medizinball, Kletterturm, Streckenschwimmen mit gefesselten Händen) sowie eine psychologische Eignungsprüfung. Konkrete Leistungszeiten werden offiziell nicht veröffentlicht.
- WEGA — Wiener Einsatzgruppe AlarmabteilungDie Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung (WEGA) ist die Sondereinheit der Wiener Polizei für Zugriffe und Hochrisikolagen im Großraum Wien. Der Aufnahmetest umfasst einen 3.000-m-Lauf, einen Schießtest, einen mehrteiligen Sporttest und einen Taktikparcours; der psychologische Teil hat im Verfahren hohes Gewicht.
- Aufnahmeverfahren Polizei (Österreich)Das Aufnahmeverfahren der österreichischen Polizei ist mehrstufig: ein computergestützter schriftlicher Test (unter anderem Rechtschreibung und kognitive Aufgaben), ein Sporttest, eine polizeiärztliche Untersuchung und ein Aufnahmegespräch mit psychologischem Anteil. Wer besteht, startet in die Polizeigrundausbildung an einem Bildungszentrum der Sicherheitsakademie.
- Sicherheitsakademie (SIAK)Die Sicherheitsakademie ist die Bildungseinrichtung des österreichischen Innenministeriums. Sie verantwortet die Polizeigrundausbildung sowie die Fort- und Führungskräfteausbildung und betreibt dafür Bildungszentren in den Bundesländern. Jeder österreichische Polizist durchläuft seine Grundausbildung im System der SIAK.
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