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Scaling-Guide: Workouts umrechnen, ersetzen und anpassen

Kein Rudergerät, kein Sprungseil, Regen, Dienst, eine alte Verletzung oder Gewichtsangaben in Pfund: Es gibt genug Gründe, ein Workout nicht so ausführen zu können, wie es auf dem Papier steht. Skalieren heißt nicht, weniger zu trainieren — es heißt, dieselbe Trainingsabsicht mit anderen Mitteln zu treffen. Auf dieser Seite findest du den Umrechner, die Referenztabellen und die Regeln dafür.

Cardio-Umrechner

Gib eine Vorgabe ein — der Rechner überträgt sie über die Arbeitszeit auf jede andere Modalität. Ziel ist nicht dieselbe Physiologie, sondern dasselbe Zeitfenster bei gleicher Zielintensität.

Leistungsprofil

Regelmäßiges Training, hält Intervalle über längere Blöcke sauber durch

Arbeitszeit1:54 min— so lange dauert deine Vorgabe im Profil „Fortgeschritten
LaufenRichtwert

400 m

PendellaufRichtwert

300 m

RudernFormel

460 m

32 cal Geräteanzeige

SkiErgFormel

420 m

27 cal Geräteanzeige

BikeErgFormel

910 m

32 cal Geräteanzeige

Air BikeRichtwert

23 cal

Single UndersRichtwert

267 Wdh

Double UndersRichtwert

133 Wdh

BurpeesRichtwert

25 Wdh

Step-upsRichtwert

48 Wdh

KB SwingsRichtwert

46 Wdh

Wall BallsRichtwert

32 Wdh

TreppenRichtwert

11 Wdh

Zur Quelle „Laufen (flach)“: 175 / 210 / 250 m pro Minute entsprechen 5:43 / 4:46 / 4:00 min pro Kilometer.

Zum Mitnehmen

Alle Tabellen als PDF

Zehn Seiten zum Ausdrucken oder für das Handy in der Halle: Referenztabelle, fertige Umrechnungen für die sechs häufigsten Vorgaben, alle Ersatzübungen mit Dosierung und die Gewichtstabellen. Die Seite hier bleibt kostenlos und offen, das PDF schicken wir dir per E-Mail.

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Die drei Schritte vor jeder Anpassung

Ein Umrechner liefert Zahlen. Ob die Anpassung sinnvoll ist, entscheidet sich vorher — in dieser Reihenfolge.

1

Trainingsabsicht bestimmen

Was soll dieses Workout auslösen?

Jedes Workout hat ein Zeitfenster und eine Zielrichtung. Kurze, harte Stücke zielen eher auf die anaerobe Belastungstoleranz, lange gleichmäßige eher auf die Grundlagenausdauer. Wie stark der Reiz am Ende ausfällt, hängt zusätzlich von Intensität, Pausen und Technik ab — die Absicht zu kennen, ist trotzdem der erste Schritt.

Ein Workout mit 12 Minuten Zielzeit, das bei dir 28 Minuten dauert, trainiert etwas anderes als geplant.

2

Last, Volumen oder Komplexität anpassen — eine Stellschraube zuerst

Welche Variable steht der Absicht im Weg?

Last runter, wenn die Technik unter Ermüdung bricht. Volumen runter, wenn die Zeit aus dem Fenster läuft. Komplexität runter, wenn die Bewegung noch nicht sicher sitzt. Wer alle drei gleichzeitig verändert, weiß hinterher nicht, was gewirkt hat.

5 Runden mit 21 Wiederholungen in 25 statt 15 Minuten: nicht die Last senken, sondern auf 15 Wiederholungen kürzen.

3

Sicherheit und Bewegungsqualität priorisieren

Steht die letzte Wiederholung so sauber wie die erste?

Skalieren ist keine Abwertung, sondern die Bedingung dafür, dass die Einheit trainingswirksam bleibt. Im Auswahlverfahren zählt die Wiederholung nur, wenn sie den Standard erfüllt — im Training ist das nicht anders.

Wenn der Test strikte Klimmzüge verlangt, sind Ring Rows die bessere Skalierung als Klimmzüge mit Schwung.

Referenztabelle: Arbeitstempo pro Minute

Alle Umrechnungen dieser Seite laufen über diese Werte: Wie viele Meter oder Wiederholungen schafft ein Athlet pro Minute bei Workout-Intensität? Wer die Tabelle einmal versteht, braucht den Rechner nur noch für die Details.

ModalitätEinsteigerFortgeschrittenSehr fortgeschrittenBasis
Laufen (flach)175 / 210 / 250 m pro Minute entsprechen 5:43 / 4:46 / 4:00 min pro Kilometer.175 m210 m250 mRichtwert
Pendellauf 20 mRund 75 % der Meter des freien Laufs — Abbremsen und Wenden kosten Zeit, nicht Energie.130 m155 m185 mRichtwert
Rudern (RowErg)Entspricht 2:23 / 2:05 / 1:51 pro 500 m, also 120 / 179 / 256 Watt auf dem Concept2 RowErg.210 m13 cal240 m17 cal270 m22 calFormel
SkiErgGleiche Pace-Skala wie der RowErg. Dass bei gleicher Anstrengung rund 8 % weniger Meter zusammenkommen, ist Praxiserfahrung, keine Herstellerangabe.194 m11 cal221 m14 cal248 m18 calFormel
BikeErg (Concept2)Concept2 rechnet BikeErg-Meter doppelt gegenüber RowErg und SkiErg — die Kalorienanzeige entspricht deshalb der des RowErg.420 m13 cal480 m17 cal540 m22 calFormel
Assault / Echo BikeStartwert, kein Standard: Assault Bike, Echo Bike und Rogue-Modelle zählen Kalorien unterschiedlich und sind weder untereinander noch mit Concept2 vergleichbar. Am eigenen Gerät einmal eine Minute messen und den Wert ersetzen.9 cal12 cal16 calRichtwert
Seilspringen (Single Unders)Bei Sprüngen ohne Seil (Line Hops, Double Taps) dieselbe Wiederholungszahl ansetzen.100 Wdh140 Wdh170 WdhRichtwert
Double UndersWer Double Unders nicht sicher beherrscht, ersetzt sie 2:1 durch Single Unders — nicht 1:1.50 Wdh70 Wdh85 WdhRichtwert
BurpeesStandard: Brust zum Boden, Hüfte gestreckt, Sprung. Wird der Standard verkürzt, steigt das Tempo deutlich — dann ist die Umrechnung hinfällig. Ab 60 Wiederholungen 10–15 % abziehen.10 Wdh13 Wdh16 WdhRichtwert
Box Step-ups (50/60 cm)Gezählt wird pro Bein-Wechsel. Mit Zusatzlast rund 20 % weniger Wiederholungen.20 Wdh25 Wdh30 WdhRichtwert
Kettlebell Swings (24/16 kg)Russian Swings (bis Schulterhöhe). American Swings rund 20 % langsamer ansetzen.18 Wdh24 Wdh30 WdhRichtwert
Wall Balls (9/6 kg)Zielhöhe 3,05 m (Männer) bzw. 2,75 m (Frauen). Ohne Ball und Wand: Dumbbell Thruster oder Goblet Squat mit gleicher Wiederholungszahl.14 Wdh17 Wdh20 WdhRichtwert
Treppenläufe (Stockwerke)Angenommen sind rund 15 Stufen je Stockwerk und etwa 3 m Geschosshöhe. Gezählt wird nur der Aufstieg, der Abstieg gilt als Pause. Bei deutlich anderen Treppen über die Zeit statt über Stockwerke steuern.4 Wdh6 Wdh8 WdhRichtwert

Angaben pro Minute Arbeitszeit. Kalorienwerte stehen nur bei Geräten mit eigener Anzeige — sie entsprechen dieser Anzeige, nicht dem tatsächlichen Energieverbrauch. Für Laufen, Burpees oder Seilspringen gibt es keine solche Anzeige, deshalb steht dort bewusst keine Kalorienzahl.

Gewichte: Pfund, Kilo, Pood

Internationale Workouts sind in Pfund notiert, deutsche Studios haben Kilo-Scheiben. Die exakte Umrechnung ist selten die praktikable — entscheidend ist, was sich auflegen lässt.

Pfund ↔ Kilo umrechnen

1 lb = 0,45359237 kg. Internationale Workouts sind fast immer in Pfund notiert — im Studio liegen aber Kilo-Scheiben.

43,1 kg

Aufgelegt: 42,5 kg — Stange + 11,25 kg pro Seite

PfundExaktIm StudioTypischer Einsatz
35 lb15,9 kg15 kgFrauen-Stange, leichte Kurzhantel
45 lb20,4 kg20 kgStandard-Langhantel
65 lb29,5 kg30 kgThruster / Overhead Squat, typisch Frauen
75 lb34,0 kg35 kgPush Press, Front Squat leicht
95 lb43,1 kg42,5 kgThruster / Snatch, typisch Männer
115 lb52,2 kg52,5 kgClean & Jerk, mittleres Volumen
135 lb61,2 kg60 kgDeadlift leicht, Front Squat
155 lb70,3 kg70 kgDeadlift, typisch Frauen
185 lb83,9 kg85 kgDeadlift mittel, Back Squat
225 lb102,1 kg100 kgDeadlift, typisch Männer
275 lb124,7 kg125 kgschwerer Deadlift, Low-Rep-Sätze
315 lb142,9 kg140 kgMaximalkraft-Bereich

Kettlebells: Pood in Kilo

PoodExaktHandelsübliche KugelEinsatz
0,5 Pood8,2 kg / 18 lb8 kgTechnik, hohe Wiederholungszahlen
0,75 Pood12,3 kg / 27 lb12 kgEinsteiger Swings, Turkish Get-ups
1 Pood16,4 kg / 36 lb16 kgSwings und Snatches, typisch Frauen
1,5 Pood24,6 kg / 54 lb24 kgSwings, Goblet Squats, typisch Männer
2 Pood32,8 kg / 72 lb32 kgschwere Swings, Carries

1 Pood entspricht 16,38 kg. Die handelsüblichen Kettlebell-Stufen liegen leicht darunter — in Workouts werden sie trotzdem gleichgesetzt.

Häufige Ladungen aus internationalen Workouts

BewegungRx MännerRx FrauenSkaliert
Thruster95 lb / 43,1 kg → 42,5 kg65 lb / 29,5 kg → 30 kg30 / 20 kg oder Dumbbell Thruster 2×15 / 2×10 kg
Deadlift225 lb / 102,1 kg → 100 kg155 lb / 70,3 kg → 70 kg60–80 kg, Technik vor Last — kein Rundrücken unter Zeitdruck
Power Clean135 lb / 61,2 kg → 60 kg95 lb / 43,1 kg → 42,5 kg40 / 30 kg oder Kettlebell Clean 24 / 16 kg
Snatch75 lb / 34,0 kg → 35 kg55 lb / 24,9 kg → 25 kgleere Stange oder Dumbbell Snatch 22,5 / 15 kg
Wall Ball20 lb / 9,1 kg auf 3,05 m14 lb / 6,4 kg auf 2,75 m6 / 4 kg oder Goblet Squat mit Kettlebell 16 / 12 kg
Kettlebell Swing1,5 Pood / 24 kg1 Pood / 16 kg16 / 12 kg, Swing nur bis Schulterhöhe
Dumbbell (Snatch, Thruster)50 lb / 22,7 kg → 22,5 kg35 lb / 15,9 kg → 15 kg15 / 10 kg
Rucksack / Weste (Murph-Typ)20 lb / 9,1 kg14 lb / 6,4 kgohne Zusatzlast — Zusatzlast erst, wenn die Wiederholungen sauber stehen

Ersatzübungen: Wenn das Gerät fehlt

Die Dosierung steht dabei, weil sie den Unterschied macht — eine Ersatzübung ohne Mengenangabe hilft niemandem. Die Angaben sind auf das mittlere Profil gerechnet; die Zahl für dein Profil liefert der Rechner oben.

Kein/e Klimmzugstange

  • Ring Rows / Sling-Trainer-Rows1:1, je flacher der Körper, desto schwerer
  • Bent-Over Rows mit Hantel oder Rucksack1,5:1, Last so wählen, dass der letzte Satz noch sauber steht
  • Tischkante-Rows (Body Rows unter dem Tisch)1:1

Latziehen ersetzt keine Klimmzüge im Sporttest: Es fehlt das Halten des eigenen Körpergewichts, auf das der Klimmhang abzielt.

Kein/e Langhantel

  • Kurzhantelnje Hand rund 40 % der Langhantel-Last
  • Kettlebells1:1 Wiederholungen, Last nach Verfügbarkeit
  • Sandsack / gefüllter Rucksack1:1, Last wiegen statt schätzen

Bei Deadlift-Ersatz mit Sandsack bleibt die Rückenposition die Grenze, nicht das Gewicht.

Kein/e Rudergerät

  • SkiErg0,9:1 der Rudermeter, gleiches Zugmuster
  • Bent-Over Rows oder Sled Pull500 m Rudern ≈ 2 Minuten Zugarbeit
  • LaufenRudermeter × 0,85 (mittleres Profil)

Die ersten beiden Varianten erhalten das Zugmuster. Laufen erhält nur das Zeitfenster — dann fehlt der Rücken-Reiz.

Kein/e Sprungseil

  • Line Hops / Double Taps1:1 zu Single Unders
  • Jumping Jacks1:2 — 100 Single Unders ≈ 50 Jumping Jacks
  • Tuck Jumps1:4 zu Single Unders

Bei Sprungbelastung auf hartem Boden das Volumen um ein Drittel kürzen.

Kein/e Plyo-Box

  • Treppenstufe oder stabile Bank1:1 als Step-up
  • Broad Jumps1:1 zu Box Jumps
  • Tuck Jumps1:1 zu Box Jumps

Box Jumps auf Zeit sind eine häufige Verletzungsquelle im Wettkampfformat — bei Müdigkeit sind Step-ups die sicherere Wahl.

Kein/e Laufstrecke (Regen, Dienst, Wohnung)

  • Pendellauf 20 mLaufmeter × 0,75
  • Treppenläufe400 m Lauf ≈ 11 Stockwerke (mittleres Profil)
  • Rucking / Loaded Carrygleiche Zeit, 10–20 kg, zügiges Gehen

Kurze Sprints brauchen intensiveren Ersatz als lange Distanzen. Ab 1.500 m eher moderat dosieren.

Kein/e Air Bike / Ergometer

  • Laufen10 cal ≈ 175 m (mittleres Profil)
  • Burpees10 cal ≈ 11 Burpees
  • Step-ups10 cal ≈ 21 Step-ups

Kalorien-Anzeigen sind zwischen Herstellern nicht vergleichbar — im Zweifel über die Zeit programmieren.

Fünf Fehler, die eine Skalierung um ihren Zweck bringen

Gewicht beibehalten und dafür immer länger pausieren

Bei einem Workout auf Zeit verschieben lange Pausen die Belastung weg vom Ziel. Erst die Last senken, damit der Satz durchläuft.

Double Unders 1:1 durch Single Unders ersetzen

2:1 ansetzen — sonst fehlt die Hälfte der Arbeitszeit.

Laufen bei Regen ersatzlos streichen

Pendellauf, Treppen oder Burpees in der passenden Dosierung — sonst verliert die Woche ihren Ausdaueranteil.

Kalorien zwischen verschiedenen Geräten gleichsetzen

Nur Concept2-Geräte untereinander sind vergleichbar. Bei Air Bikes anderer Hersteller über die Zeit programmieren.

Immer dieselbe Bewegung ersetzen, weil sie unangenehm ist

Was regelmäßig ersetzt wird, ist oft die eigentliche Schwachstelle — und gehört als eigener Trainingsblock aufgebaut.

Woher die Zahlen kommen

Formelbasierte Werte. Für RowErg, SkiErg und BikeErg nutzen wir die von Concept2 dokumentierten Formeln: Die Leistung in Watt ergibt sich aus 2,80 geteilt durch die dritte Potenz der Sekunden pro Meter; die angezeigten Kalorien pro Stunde entsprechen auf den aktuellen Performance Monitors dem Vierfachen der Watt plus 300. Konkret stehen unsere Ruder-Tempi für 2:23, 2:05 und 1:51 pro 500 m, also rund 120, 179 und 256 Watt und damit 13, 17 und 22 Kalorien pro Minute. BikeErg-Meter zählen laut Hersteller doppelt gegenüber RowErg und SkiErg, weshalb dort dieselben Kalorienwerte stehen.

Wichtig dabei: Formelbasiert ist die Umrechnung zwischen Tempo, Watt und Kalorienanzeige — nicht die Zuordnung, welches Tempo zu welchem Leistungsprofil gehört. Die ist eine Annahme, so wie beim SkiErg auch die Erfahrung, dass bei gleicher Anstrengung rund 8 % weniger Meter zusammenkommen als beim Rudern.

Richtwerte. Laufen, Pendellauf, Seilspringen, Burpees, Step-ups, Swings und Treppenläufe lassen sich nicht physikalisch auf Ergometerdaten abbilden. Die Werte stammen aus der Trainingspraxis und sind so gewählt, dass das Zeitfenster und die Zielintensität der Einheit erhalten bleiben. Sie sind ausdrücklich keine physiologische Äquivalenz — zwei Athleten mit identischem Cooper-Ergebnis können bei Burpees deutlich auseinanderliegen. Sie hängen außerdem am Bewegungsstandard: Burpees mit Brust zum Boden und Sprung laufen langsamer als eine verkürzte Variante, und bei Air Bikes zählt jeder Hersteller anders. Wer es genau braucht, misst am eigenen Gerät eine Minute und ersetzt den Wert.

Was der Rechner nicht leistet. Er ersetzt keine Diagnostik und keinen individuellen Trainingsplan. Wer eine Verletzung hat oder mit Schmerzen trainiert, ersetzt keine Übung, sondern klärt die Ursache ab. Und für ein Auswahlverfahren gilt ohnehin: Die Testbewegung selbst muss im Original trainiert werden.

Quellen der berechneten Werte: Concept2 Watt-Rechner, Concept2 Kalorien-Rechner und Concept2 zu Multi-Erg-Workouts.

Häufige Fragen

Was bedeutet Scaling im Training?

Scaling heißt, ein vorgegebenes Workout an die eigenen Voraussetzungen anzupassen — über Last, Volumen oder Komplexität — ohne die Trainingsabsicht zu verändern. Ein Workout mit 12 Minuten Zielzeit soll auch skaliert rund 12 Minuten dauern. Skalieren ist damit keine Abwertung, sondern die Bedingung dafür, dass die Einheit das trainiert, was sie trainieren soll.

Wie rechne ich Rudern in Laufen um?

Über die Arbeitszeit gerechnet entsprechen 500 m auf dem RowErg je nach Leistungsprofil 420 bis 460 m Laufen. Die verbreitete Faustregel „Rudermeter mal 0,8“ trifft eher das untere Ende. Der Umrechner auf dieser Seite bestimmt zuerst, wie lange deine Vorgabe im gewählten Profil dauert, und überträgt dieses Zeitfenster auf die Zielmodalität — deshalb ändert sich das Ergebnis mit dem Profil.

Sind Kalorien auf verschiedenen Geräten vergleichbar?

Nur eingeschränkt. Concept2-Geräte (RowErg, SkiErg, BikeErg) rechnen mit derselben dokumentierten Formel — die angezeigten Kalorien pro Stunde entsprechen auf den aktuellen Performance Monitors dem Vierfachen der Watt plus 300 — und sind untereinander vergleichbar. Ältere PM2-Monitore weichen leicht ab. Air Bikes anderer Hersteller nutzen eigene Skalen; 20 Kalorien auf einem Assault Bike sind nicht dieselbe Arbeit wie 20 Kalorien auf einem BikeErg, und auch Assault und Echo Bike zählen unterschiedlich. Im Zweifel über die Zeit programmieren statt über Kalorien.

Wie viele Meter auf dem BikeErg entsprechen einem Kilometer Rudern?

Concept2 rechnet BikeErg-Meter doppelt: 1.000 m Rudern entsprechen 2.000 m auf dem BikeErg. Das ist die Vorgabe des Herstellers für gemischte Workouts und keine Schätzung.

Was mache ich, wenn ich keine Klimmzugstange habe?

Ring Rows oder Body Rows unter einer stabilen Tischkante im Verhältnis 1:1, Bent-Over Rows mit Hantel oder gefülltem Rucksack im Verhältnis 1,5:1. Latziehen trainiert die Zugmuskulatur durchaus mit, ersetzt den Klimmzug im Sporttest aber nur bedingt: Das Halten und Bewegen des eigenen Körpergewichts, auf das Klimmhang und Klimmzug abzielen, fällt dabei weg.

Wie ersetze ich Double Unders, die ich noch nicht kann?

Im Verhältnis 2:1 durch Single Unders — 100 Double Unders werden also zu 200 Single Unders, nicht zu 100. Wer sie 1:1 ersetzt, kürzt die Arbeitszeit etwa um die Hälfte und trainiert ein anderes Workout.

Skaliere ich lieber das Gewicht oder die Wiederholungen?

Das hängt davon ab, welche Variable der Trainingsabsicht im Weg steht. Bricht die Technik unter Ermüdung, ist die Last das Problem. Läuft die Zeit aus dem Fenster, ist es das Volumen. Sitzt die Bewegung noch nicht sicher, ist es die Komplexität. Immer nur eine Stellschraube gleichzeitig verändern — sonst lässt sich hinterher nicht sagen, was gewirkt hat.

Gilt der Umrechner auch für die Vorbereitung auf Sporttests?

Für das Konditionstraining ja — für den Test selbst nein. Cooper-Test, Pendellauf und Klimmhang werden im Auswahlverfahren exakt so abgenommen, wie sie vorgeschrieben sind. Ersatzübungen helfen, wenn Wetter, Dienstplan oder fehlende Ausstattung die geplante Einheit sonst ausfallen ließen. Die testspezifische Bewegung selbst muss regelmäßig im Original trainiert werden.

Wenn du weißt, wo du stehst, skalierst du präziser

Der Umrechner arbeitet mit Leistungsprofilen. Welches auf dich zutrifft, sagt dir am schnellsten ein Selbstcheck über mehrere Disziplinen — und für die Ausdauerseite die Norm deiner Zieleinheit.