Basis-Fitness-Test (BFT) der Bundeswehr: Disziplinen, Mindestwerte, Punkte und ein 6-Wochen-Plan
© BundeswehrKurze Antwort: Der Basis-Fitness-Test der Bundeswehr besteht aus drei Disziplinen, die nacheinander innerhalb von maximal 90 Minuten absolviert werden: dem 11×10-Meter-Sprinttest, dem Klimmhang und einem 1.000-Meter-Lauf, der wetterabhängig durch 3.000 Meter auf dem Fahrradergometer ersetzt werden kann. Die Mindestanforderungen laut bundeswehr.de: Sprinttest in maximal 60 Sekunden, Klimmhang mindestens 5 Sekunden, Lauf beziehungsweise Ergometer in maximal 6:30 Minuten. Jede Disziplin wird in Punkte umgerechnet, mindestens 100 Punkte pro Disziplin sind nötig. Wer eine Disziplin abbricht oder die Maximalzeit überschreitet, hat den gesamten Sporttest nicht bestanden.
Der BFT ist der einzige Fitnesstest, der praktisch jeden Soldaten in Deutschland betrifft: Er gehört zur Grundausbildung und wird danach jährlich wiederholt. Für Bewerber ist er zusätzlich ein eigener Baustein im Auswahlverfahren des Karrierecenters. Wenn du nur die Kurzdefinition suchst, steht sie im Glossar-Eintrag zum BFT. Wenn du deine drei Werte bereits hast und wissen willst, wo du stehst, nutze den BFT-Rechner. Dieser Artikel erklärt, was in jeder Disziplin wirklich passiert, welche Zahlen amtlich belegt sind, welche nicht veröffentlicht werden, und wie sechs Wochen Vorbereitung strukturiert aussehen.
Wo der BFT im Bewerbungsprozess auftaucht
Der BFT hat zwei Rollen, die häufig durcheinandergehen. Als Truppentest ist er laut bundeswehr.de fester Bestandteil der Grundausbildung und muss danach jährlich von allen Soldaten abgelegt werden. Als Sporttest im Bewerbungsprozess ist er ein eigener Baustein des Auswahlverfahrens im Karrierecenter, neben dem computergestützten Test, der ärztlichen Untersuchung, dem Vorstellungsgespräch und dem Gruppensituationsverfahren. Das Informations-PDF der Bundeswehr trägt dazu den Titel „Sporttest Basis-Fitness-Test (nur für Bewerbende der Laufbahn Soldat auf Zeit)“.
Wer sich für die Offizierlaufbahn bewirbt, absolviert den BFT laut bundeswehr.de erstmals im Assessment-Center für Führungskräfte der Bundeswehr. Ob in deinem konkreten Verfahrensweg ein Sporttest ansteht, hängt von der Laufbahn und vom Karrierecenter ab. Nach unserer Beobachtung aus der Beratung werden diese Wege seit der Wehrdienstreform häufig durcheinandergebracht. Was ab 2026 tatsächlich gilt, haben wir im Artikel zum neuen Wehrdienst aufgeschrieben.
| Disziplin | Was gemessen wird | Mindestanforderung (bundeswehr.de) |
|---|---|---|
| 11×10-m-Sprinttest | Antritt, Abbremsen, Richtungswechsel | maximal 60,0 Sekunden |
| Klimmhang | Isometrische Haltekraft von Oberkörper und Griff | mindestens 5 Sekunden |
| 1.000-m-Lauf oder 3.000 m Fahrradergometer | Grundlagenausdauer | maximal 6:30 Minuten |
| Gesamtes Testfenster | Alle drei Disziplinen nacheinander | maximal 90 Minuten |
Disziplin 1: Der 11×10-Meter-Sprinttest
Der Sprinttest ist die erste Disziplin und die technisch anspruchsvollste. Der Ablauf laut bundeswehr.de: Du liegst bäuchlings auf einer Matte. Auf den Startpfiff kommst du auf die Beine, sprintest zu einer zehn Meter entfernten Pylone, umrundest sie, sprintest zurück zur Matte, legst dich wieder auf den Bauch und klatschst die Hände hinter dem Rücken zusammen. Das wiederholt sich, nach dem sechsten Aufstehen sprintest du nur noch bis zur Pylone, dort wird die Zeit angehalten. Insgesamt ergibt das die 11 × 10 Meter.
Die Maximalzeit liegt bei 60 Sekunden, das entspricht laut dem Sporttest-PDF der Bundeswehr 100 Punkten und damit einer ausreichenden Leistung. Für die Bewertung „sehr gut“ nennt dasselbe Dokument 41,99 Sekunden, die Sportseite der Bundeswehr spricht gerundet von 42 Sekunden. Zwischen Mindestwert und Bestnote liegen also rund 18 Sekunden, und die entstehen fast vollständig an den Wendepunkten und beim Aufstehen, nicht auf der geraden Strecke.
- Zu großer Bogen um die Pylone. Wer sie weiträumig umläuft, legt pro Wende einen bis zwei Meter zusätzlich zurück. Über zehn Wenden summiert sich das zu einer vollen Bahn.
- Aufstehen aus den Knien statt aus den Händen. Setze die Hände unter die Schultern, drücke dich mit gestreckten Armen hoch und bring den ersten Schritt sofort unter den Körperschwerpunkt.
- Zu spät abbremsen. Der letzte Schritt vor der Pylone entscheidet. Verkürze die letzten zwei bis drei Schritte, senke den Schwerpunkt und setze den äußeren Fuß fest auf.
- Das Klatschen vergessen. Die Hände müssen hinter dem Rücken zusammenkommen. Unter Stress fällt genau dieses Detail als erstes weg, und es kostet die Wertung.
- Zu schnell starten. Die ersten drei Bahnen fühlen sich leicht an, die letzten drei entscheiden. Wer die ersten Wenden mit vollem Tempo anläuft, verliert am Ende mehr, als er vorne gewonnen hat.
Disziplin 2: Der Klimmhang
Der Klimmhang folgt direkt auf den Sprinttest. Du hängst dich an die Klimmzugstange und ziehst dich so weit hoch, dass sich das Kinn über der Stange befindet. Dabei stehst du zunächst noch auf einer Starthilfe. Mit einem Pfiff wird diese Starthilfe entfernt, du hängst frei und hältst die Position so lange wie möglich. Was der Klimmhang genau misst und warum viele Verfahren ihn statt voller Klimmzüge ansetzen, steht im Glossar-Eintrag Klimmhang.
Der Klimmhang ist die einzige BFT-Disziplin, für die die Bundeswehr konkrete Punktwerte veröffentlicht. Sie zeigen deutlich, wie groß der Abstand zwischen bestanden und stark ist.
| Haltezeit | Punkte | Bewertung | Quelle |
|---|---|---|---|
| 5 Sekunden | 100 Punkte | ausreichend, zugleich Mindestanforderung | bundeswehr.de |
| 45 Sekunden | 300 Punkte | gute Leistung | bundeswehr.de |
| ab 65 Sekunden | 400 Punkte | sehr gute Leistung | bundeswehr.de |
Die Mindestanforderung von fünf Sekunden ist die niedrigste erreichbare Punktzahl im gesamten Test. Wer hier landet, hat formal bestanden und praktisch keine Reserve. Für den Sprung auf 45 Sekunden zählen vor allem Griffkraft, Körperspannung und Atmung. Maximale Zugkraft spielt dabei eine kleinere Rolle, als die meisten Bewerber annehmen. Halte den Ellbogenwinkel spitz, zieh die Schulterblätter nach unten und presse die Fersen zusammen, damit der Rumpf nicht anfängt zu pendeln. Atme flach und gleichmäßig weiter, statt die Luft anzuhalten. Wer die Luft anhält, verliert regelmäßig nach zehn bis fünfzehn Sekunden die Spannung. Wie du systematisch von wenigen Sekunden auf eine Minute kommst, zeigen wir im Artikel Klimmhang trainieren.
Disziplin 3: 1.000-Meter-Lauf oder Fahrradergometer
Die dritte Disziplin ist der Ausdauerteil. Je nach Wetterlage kann laut dem Sporttest-PDF der Bundeswehr zwischen einem 1.000-Meter-Lauf und 3.000 Metern auf einem computergestützten Fahrradergometer gewählt werden. In beiden Fällen gilt eine Maximalzeit von 6:30 Minuten. Beim Ergometertest beträgt die Anfangswattzahl 130 Watt bei 80 Umdrehungen pro Minute. Diese Alternative kennen viele Bewerber nicht und stehen dann überrascht vor dem Gerät.
Auf der 400-Meter-Bahn sind 1.000 Meter zweieinhalb Runden. Die Distanz ist zu kurz für Taktik und zu lang für einen Sprint. Fast alle verlorenen Sekunden entstehen auf der zweiten Runde, weil der Start zu schnell war. Die folgende Tabelle rechnet gleichmäßiges Tempo in Zwischenzeiten um, damit du im Training weißt, wo du nach 400 und nach 800 Metern sein musst.
| Zielzeit 1.000 m | nach 400 m | nach 800 m | letzte 200 m | Einordnung |
|---|---|---|---|---|
| 6:30 | 2:36 | 5:12 | 1:18 | Mindestanforderung, kein Puffer |
| 6:00 | 2:24 | 4:48 | 1:12 | knapp über der Grenze |
| 5:30 | 2:12 | 4:24 | 1:06 | solider Truppenwert |
| 5:00 | 2:00 | 4:00 | 1:00 | spürbare Reserve am Testtag |
| 4:30 | 1:48 | 3:36 | 0:54 | Zielbereich ambitionierter Bewerber |
| 4:10 | 1:40 | 3:20 | 0:50 | PPF-Richtwert für Spezialkräfte-Anwärter |
Die Zwischenzeiten sind reine Rechenwerte für ein gleichmäßiges Tempo, keine offiziellen Vorgaben. Die Einordnung in der letzten Spalte stammt aus unserer Coaching-Praxis, nicht aus einer amtlichen Tabelle. Wer die 1.000 Meter unter 4:30 laufen will, braucht Grundlagenausdauer und keine reinen 1.000-Meter-Intervalle. Die Trainingsstruktur dahinter beschreiben wir ausführlich im Artikel 5.000 Meter unter 20 Minuten, sie funktioniert für die kürzere Distanz genauso.
Punktesystem, Alter und Geschlecht: was belegt ist und was nicht
Die Bundeswehr rechnet die Leistungen in ein Punktesystem um, das laut dem Sporttest-PDF auf sportwissenschaftlicher Basis beruht und über eine Punktetabelle ausgewertet wird. Belegt ist: In jeder Disziplin müssen mindestens 100 Punkte erreicht werden, und 100 Punkte entsprechen der Mindestanforderung, die als ausreichende Leistung gilt. Belegt sind außerdem die drei Klimmhang-Marken aus der Tabelle oben sowie die Marke von 41,99 Sekunden im Sprinttest für die Bewertung „sehr gut“.
Nicht belegt ist die vollständige Punktetabelle. Sie wird von der Bundeswehr nicht frei veröffentlicht. Wer im Netz auf eine detaillierte BFT-Punktetabelle mit Werten für jede Sekunde stößt, sollte prüfen, woher diese Zahlen stammen, denn eine offizielle Quelle dafür gibt es öffentlich nicht. Wir arbeiten deshalb bewusst mit den drei belegten Marken und ergänzen darüber hinaus nur ausgewiesene PPF-Richtwerte.
Zu Alter und Geschlecht schreibt das Sporttest-PDF ausdrücklich, dass genetisch bedingte Geschlechterunterschiede sowie Altersunterschiede im BFT berücksichtigt und die entsprechenden Zuschläge fortlaufend angepasst werden. Es gibt sie also. Die konkreten Zuschläge nach Altersgruppe oder Geschlecht sind aber nicht öffentlich publiziert. Alle in diesem Artikel genannten Mindestwerte sind die allgemeinen Anforderungen, die die Bundeswehr für Bewerbende kommuniziert. Verbindlich ist im Einzelfall die Auskunft deines Karriereberatungsbüros.
Zur Wiederholung nennen die beiden offiziellen Quellen unterschiedliche Fristen: Die Sportseite der Bundeswehr schreibt, wer den Sporttest abbricht oder eine Disziplin nicht erreicht, könne den Test nach sechs Wochen wiederholen. Das Sporttest-PDF für Bewerbende der Laufbahn Soldat auf Zeit nennt eine Wiederholung nach einem halben Jahr. Der Unterschied liegt vermutlich im Kontext, also Truppentest gegenüber Bewerbungsverfahren. Verlass dich nicht auf die kürzere Frist, sondern frag im Karrierecenter nach, welche für deinen Fall gilt.
Warum der BFT für Spezialkräfte-Bewerber nur die Eintrittskarte ist
Wenn dein Ziel eine anspruchsvolle Verwendung ist, ändert sich die Bedeutung des Tests komplett. Ein knapp bestandener BFT reicht dort nicht aus, du solltest die Mindestwerte deutlich übertreffen. Ein Blick auf die veröffentlichten Anforderungen im Auswahlverfahren der Spezialisierten Kräfte des Heeres macht den Abstand deutlich: dort ein 7-Kilometer-Marsch in Kampfschuhen, Feldanzug und mit 20 Kilogramm Gepäck in maximal 52 Minuten, ein 10-Kilometer-Eilmarsch einzeln in maximal 80 Minuten und ein zweiter als Gruppe, 200 Meter Kleiderschwimmen unter acht Minuten sowie eine Hindernisbahn in maximal 2:20 Minuten mit Helm, Waffe und Brille.
Beim KSK folgt auf eine Phase mit Sporttests und psychologischen Verfahren eine mehrtägige Härtephase unter Schlafentzug. Und wer Richtung Marine schaut, findet im Kampfschwimmer-Trainingsplan sechs Einzelnormen, von denen jede für sich anspruchsvoller ist als der komplette BFT. Der praktische Schluss daraus: Behandle den BFT als Diagnostik. Er zeigt dir in 90 Minuten, welche der drei Grundfähigkeiten bei dir am schwächsten ist. Diese Fähigkeit begrenzt dich nach unserer Erfahrung auch in längeren Belastungen zuerst, deshalb gehört sie an den Anfang deiner Planung.
Sechs Wochen Vorbereitung: unser Rahmenplan
Sechs Wochen reichen aus, um jede der drei Disziplinen spürbar zu verbessern, wenn du drei Einheiten pro Woche fest einplanst und die schwächste Disziplin priorisierst. Der folgende Rahmenplan ist ein PPF-Rahmenplan aus unserer Coaching-Praxis, keine offizielle Vorgabe der Bundeswehr und kein individueller Trainingsplan. Die Wochenstruktur im Überblick, die ausführlichen Einheiten stehen in der Schritt-für-Schritt-Anleitung darunter.
| Woche | Schwerpunkt | Belastung |
|---|---|---|
| 1 | Standortbestimmung unter Testbedingungen, danach lockere Grundlast | mittel |
| 2 | Grundlast aufbauen: Intervalle, Klimmhang-Block, Griffkraft | mittel |
| 3 | Schwächste Disziplin bekommt zwei von drei Einheiten | hoch |
| 4 | Zweite Messung einzeln, Technikkorrektur per Video | mittel |
| 5 | Kompletter Testdurchlauf in offizieller Reihenfolge, höchstes Volumen | sehr hoch |
| 6 | Entlastung um 40 bis 50 Prozent, zwei Ruhetage, Testtag | niedrig |
Der wichtigste Punkt dieses Plans steckt in Woche 5: Der Klimmhang kommt im echten Test nach dem Sprinttest. Wer ihn immer ausgeruht als erste Übung trainiert, verliert am Testtag regelmäßig zehn bis zwanzig Sekunden gegenüber dem Trainingswert. Trainiere die Reihenfolge, nicht nur die Einzeldisziplin.
Typische Fehler in der BFT-Vorbereitung
- Nur die Lieblingsdisziplin trainieren. Läufer scheitern am Klimmhang, Krafttrainierende am 1.000-Meter-Lauf. Der Test bewertet jede Disziplin einzeln, eine reißt das Gesamtergebnis.
- Auf den Mindestwert trainieren. Fünf Sekunden Klimmhang sind die niedrigste erreichbare Punktzahl. Wer genau dort landet, hat am Testtag keinerlei Puffer für Nervosität, Kälte oder eine ungewohnte Stange.
- Den Sprinttest für Kondition halten. Er ist eine Technikdisziplin. Wende, Aufstehen und Abbremsen bringen mehr Sekunden als jede zusätzliche Laufeinheit.
- Die Ergometer-Alternative ignorieren. Bei schlechtem Wetter kann statt der 1.000 Meter der Fahrradergometer angesetzt werden. Wer nie auf dem Rad war, merkt den Unterschied sofort.
- Bis kurz vor dem Termin hart trainieren. Die letzte harte Einheit gehört spätestens 72 Stunden vor den Test. Formaufbau passiert in der Entlastung, nicht in der letzten Woche Volumen.
- Klimmhang-Reize ohne Pause stapeln. Maximalversuche, exzentrische Klimmzüge und Griffkrafttraining in derselben Woche belasten Sehnen und Unterarme stark. Bei Schmerzen an der Ellbogeninnenseite Frequenz und Intensität sofort reduzieren und die Woche submaximal weiterführen.
- Ohne Beobachter messen. Eigenmessungen fallen fast immer zu günstig aus. Lass Zeit und Wertung von einer zweiten Person nehmen, sonst planst du auf Basis falscher Zahlen.
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Stand: September 2026. Dieser Artikel ist eine redaktionelle Aufbereitung von PPF Germany und keine offizielle Veröffentlichung der Bundeswehr. Er ersetzt keinen individuellen Trainingsplan, keine medizinische und keine rechtliche Beratung. Alle Mindestwerte, Punktangaben und Abläufe stammen aus den unten genannten Quellen und geben deren Stand zum Prüfzeitpunkt wieder. Anforderungen und Verfahren können sich ändern, verbindlich sind die Auskünfte deines Karriereberatungsbüros oder Karrierecenters. Werte, die wir als PPF-Richtwerte kennzeichnen, stammen aus unserer Coaching-Praxis und sind keine amtlichen Vorgaben.
- Bundeswehr: Der Basis-Fitness-Test (BFT) der Bundeswehr, abgerufen am 07.09.2026. Jährliche Pflicht für alle Soldaten, Teil der Grundausbildung, Ablauf des Pendellaufs, Klimmhang-Punktwerte 100/300/400, Maximalzeiten, Wiederholung nach sechs Wochen, Offizieranwärter im Assessment-Center.
- Bundeswehr: Sporttest Basis-Fitness-Test (nur für Bewerbende der Laufbahn Soldat auf Zeit), PDF, abgerufen am 07.09.2026. Sehr gut im Sprinttest bei 41,99 Sekunden, 90 Minuten Gesamtzeit, Fahrradergometer-Alternative mit 130 Watt und 80 Umdrehungen pro Minute, mindestens 100 Punkte je Disziplin, Hinweis auf Geschlechts- und Alterszuschläge, Wiederholung nach einem halben Jahr.
- Bundeswehr Karriere: Bewerbungsinfos im Digitalen Karrierecenter, abgerufen am 07.09.2026. Einordnung des Basis-Fitness-Tests als eigener Baustein des Auswahlverfahrens neben CAT, ärztlicher Untersuchung, Vorstellungsgespräch und Gruppensituationsverfahren.
- Bundeswehr: Neues Auswahlverfahren für Spezialisierte Kräfte, abgerufen am 07.09.2026. Testwerte des EGB-Auswahlverfahrens: 7-km-Marsch mit 20 kg in maximal 52 Minuten, 10-km-Eilmärsche, 200 m Kleiderschwimmen unter 8 Minuten, Hindernisbahn in maximal 2:20 Minuten.
- PPF Germany: Coaching-Datenbasis aus dokumentierten Vorbereitungen auf Auswahlverfahren. Grundlage für alle als PPF-Richtwert gekennzeichneten Einordnungen und für den 6-Wochen-Rahmenplan.
Häufige Fragen
Welche Werte muss ich im Basis-Fitness-Test mindestens erreichen?
Laut bundeswehr.de: den 11×10-Meter-Sprinttest in maximal 60 Sekunden, den Klimmhang mindestens 5 Sekunden und den 1.000-Meter-Lauf beziehungsweise 3.000 Meter auf dem Fahrradergometer in maximal 6:30 Minuten. Alle drei Disziplinen werden nacheinander innerhalb von maximal 90 Minuten absolviert. Jede Disziplin wird in Punkte umgerechnet, mindestens 100 Punkte pro Disziplin sind nötig. Wer eine Disziplin abbricht oder die Maximalzeit überschreitet, hat den gesamten Sporttest nicht bestanden.
Gibt es eine offizielle BFT-Punktetabelle?
Eine Punktetabelle existiert, sie ist aber nicht frei veröffentlicht. Die Bundeswehr beschreibt, dass die Leistungen auf sportwissenschaftlicher Basis in Punkte umgerechnet und über eine Tabelle ausgewertet werden, und dass je Disziplin mindestens 100 Punkte erreicht werden müssen. Öffentlich belegt sind nur einzelne Marken: 5 Sekunden Klimmhang gleich 100 Punkte, 45 Sekunden gleich 300 Punkte, ab 65 Sekunden gleich 400 Punkte, sowie 41,99 Sekunden im Sprinttest für die Bewertung sehr gut. Detaillierte Tabellen im Netz haben in der Regel keine amtliche Quelle.
Gelten im BFT unterschiedliche Werte für Frauen und für ältere Soldaten?
Ja, dem Grunde nach. Das Sporttest-PDF der Bundeswehr schreibt ausdrücklich, dass genetisch bedingte Geschlechterunterschiede und Altersunterschiede über Zuschläge berücksichtigt und fortlaufend angepasst werden. Die konkreten Zuschläge nach Altersgruppe oder Geschlecht sind allerdings nicht öffentlich publiziert. Die in diesem Artikel genannten Mindestwerte sind die allgemein kommunizierten Anforderungen für Bewerbende. Was in deinem Fall gilt, sagt dir verbindlich dein Karriereberatungsbüro.
Wie oft kann ich den BFT wiederholen, wenn ich durchfalle?
Die offiziellen Angaben unterscheiden sich je nach Kontext. Die Sportseite der Bundeswehr nennt eine Wiederholung nach sechs Wochen für den Fall, dass jemand abbricht oder eine Disziplin nicht erreicht. Das Sporttest-PDF für Bewerbende der Laufbahn Soldat auf Zeit nennt dagegen eine Wiederholung nach einem halben Jahr. Plane mit der längeren Frist und frag im Karrierecenter nach, welche für dein Verfahren gilt. Aktive Soldaten legen den BFT ohnehin jährlich ab.
Reicht ein bestandener BFT für eine Bewerbung bei Spezialkräften?
Nein. Der BFT ist die Eintrittskarte, nicht das Ziel. Zum Vergleich: Im Auswahlverfahren der Spezialisierten Kräfte des Heeres stehen ein 7-Kilometer-Marsch mit 20 Kilogramm Gepäck in maximal 52 Minuten, ein 10-Kilometer-Eilmarsch in maximal 80 Minuten, 200 Meter Kleiderschwimmen unter acht Minuten und eine Hindernisbahn in maximal 2:20 Minuten. Wer den BFT nur knapp besteht, hat dort keine Reserven. Nutze den BFT stattdessen als Diagnostik, um deine schwächste Grundfähigkeit zu finden.
Wie trainiere ich den 11×10-Meter-Sprinttest richtig?
Als Technikdisziplin, nicht als Konditionsübung. Zwischen der Mindestanforderung von 60 Sekunden und der Bewertung sehr gut bei 41,99 Sekunden liegen rund 18 Sekunden, die fast vollständig an den Wendungen und beim Aufstehen aus der Bauchlage entstehen. Übe den engen Bogen um die Pylone, das Abbremsen über verkürzte letzte Schritte und das Hochdrücken aus den Händen statt aus den Knien. Lass dich dabei filmen. Vier bis sechs saubere Antritte pro Woche bringen mehr als eine zusätzliche Laufeinheit.
Gründer PPF Germany · Ehemaliger Soldat
Niklas ist ehemaliger Soldat und Gründer von PPF Germany. Seit 2017 hat er mit seinem Team aus aktiven Spezialeinheitsangehörigen über 738 Athleten erfolgreich durch militärische und polizeiliche Auswahlverfahren begleitet.
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