GSG9 Auswahlverfahren: Der komplette Guide zum EAV

Das Auswahlverfahren der GSG9 — offiziell Eignungsauswahlverfahren (EAV), oft auch GSG9 Aufnahmetest genannt — gilt als eines der härtesten polizeilichen Selektionsverfahren weltweit. Nicht wegen der körperlichen Anforderungen allein — sondern weil die Einheit nach einem Kandidatentyp sucht, der unter maximaler physischer Erschöpfung noch klare Entscheidungen trifft. Wer in den Sporttest geht ohne zu wissen, was danach kommt, ist falsch vorbereitet.
Dieser Guide beschreibt den vollständigen Ablauf des EAV, die offiziellen Leistungsanforderungen, die kognitiven Tests und die Härtewoche — auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen, darunter die offizielle Leistungsübersicht der GSG9.
Voraussetzungen: Wer kann sich bewerben?
Die GSG9 ist eine Spezialeinheit der Bundespolizei und kein Direkteinstieg. Wer sich bewirbt, muss bereits Polizeibeamter sein — entweder bei der Bundespolizei oder einer Landespolizei. Ein Quereinsteiger aus dem Militär oder dem zivilen Bereich hat formal keinen Zugangsweg, auch wenn militärische Erfahrung bei der Auswahl positiv bewertet wird.
- Aktiver Polizeivollzugsbeamter (Bund oder Land), mittlerer oder gehobener Dienst
- Höchstalter: Das 34. Lebensjahr darf bei Ausbildungsbeginn noch nicht vollendet sein
- Führerschein Klasse B
- Uneingeschränkte Polizeidiensttauglichkeit (PDV 300)
- Sehvermögen: Korrektur mit Brille/Kontaktlinsen führt zum Ausschluss — Laser-OP (LASIK) ist seit 2019 zugelassen, wenn der Eingriff mindestens 2 Jahre zurückliegt
- Einwandfreier Leumund, keine Vorstrafen oder offene Disziplinarverfahren
- Bereitschaft zur Versetzung nach Sankt Augustin oder Berlin-Spandau
Beamte von Landespolizeibehörden, die das EAV bestehen, müssen zur Bundespolizei versetzt werden. Das ist kein optionaler Schritt, sondern Voraussetzung für die Aufnahme in die Einheit.
Struktur des EAV: Fünf Tage, vier Testtage
Das Eignungsauswahlverfahren findet überwiegend in Sankt Augustin statt und erstreckt sich über fünf Tage. Die ersten vier Tage sind durchgehend aktive Belastung — der fünfte Tag dient der Ergebnisbekanntgabe und administrativen Einweisung. Das Prinzip ist einfach: Jeden Tag wird die Erschöpfung größer, aber die kognitiven Anforderungen bleiben gleich hart.
| Tag | Schwerpunkt | Schlüsselelement |
|---|---|---|
| Montag | Physisch + Kognitiv | Sporttest, IQ-Test, Persönlichkeitstest, Englisch |
| Dienstag | Psychomotorik + Schießen | Geschicklichkeitsparcours, PTV-Test, Schießtest, erstes Interview |
| Mittwoch/Nacht | Motorisch + Belastungsmaximum | Hallenhindernisbahn, Höhentest, Belastungslauf (3 Uhr nachts) |
| Donnerstag | Kognitiver Abschlusstest | 4,5h Kognitionstest, Abschlussgespräch (MMI) |
| Freitag | Ergebnisse + Einweisung | Bekanntgabe, Trainingsplan-Ausgabe |
Die Durchfallquote ist hoch — aber nicht dort, wo die meisten es erwarten. Nach Einschätzung ehemaliger Ausbilder scheitern 70 bis 75 Prozent an den kognitiven Hürden — nicht an der Körperkraft.
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GSG9 Sporttest: Die offiziellen Anforderungen (Tag 1)
Der Sporttest am Montag ist die erste Eliminierungsrunde. Wer die Mindestanforderungen nicht erfüllt, verlässt das EAV noch am Vormittag. Die GSG9 veröffentlicht ihre Leistungsanforderungen offiziell auf gsg9.de — das ist bei deutschen Spezialeinheiten die Ausnahme.
| Disziplin | Mindestanforderung | Zielwert (Bestleistung) | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Cooper-Test (12 min Lauf) | 3.000 m | > 3.200 m | Pace für das Minimum: 4:00 min/km |
| Bankdrücken (75% KG) | 10 Wdh. | > 20 Wdh. | Gewicht wird auf 75% des Körpergewichts gerundet |
| Klimmzüge (strikter Obergriff) | 10 | Optimal: 15 | Ausgehängt, kein Schwung, kein Kipping |
| 100m Sprint | 13,4 s | < 12,5 s | Schnelligkeitsausdauer und Reaktion |
| Standweitsprung | 2,40 m | > 2,50 m | Explosivkraft untere Extremitäten |
Bei den Klimmzügen gilt ausschließlich die strikte Ausführung: Aus dem vollständig ausgehängten Hang, Arme vollständig gestreckt, bis das Kinn über die Stange gelangt. Kipping, Butterfly-Technik oder Beinschwung führen zur Nichtanerkennung der Wiederholung. 10 ist die Mindestanforderung — wer auf 15 zielt, hat ein deutlich entspannteres Verhältnis zu dieser Station.
Beim Bankdrücken wird das Gewicht individuell berechnet: Bei 80 kg Körpergewicht also 60 kg auf der Stange. Wer deutlich über 20 Wiederholungen kommt, zeigt die Kraftausdauer, die später in der Ausbildung unter Gepäcklast relevant wird.
Tag 1: Kognitive Tests nach dem Sporttest
Nach dem Sporttest folgt direkt ein vierstündiger Testblock. Nicht zufällig: Die GSG9 will sehen, wie du denkst, wenn du physisch am Limit bist.
- IQ-Test (strukturierter Intelligenztest): Zahlenreihen, Matrizen, räumliches Denken, logische Schlussfolgerungen — unter engem Zeitlimit
- Persönlichkeitstest: Psychologisches Profil zur Analyse von Stressverhalten, Teamorientierung und Frustrationstoleranz. Basis für das Interview am Tag 2
- Englischtest (schriftlich): Grammatik, Vokabular und schriftliches Verständnis — die GSG9 kooperiert international (ATLAS-Netzwerk, Auslandsschutz)
Wer glaubt, den Persönlichkeitstest strategisch zu beantworten, liegt falsch. Die Aussagen werden mehrfach mit leicht veränderten Formulierungen abgefragt — Inkonsistenzen fallen auf und werden im Interview direkt thematisiert. Ehrlich antworten oder rausfliegen — simpler geht es nicht.
Tag 2: Psychomotorik, Schießen und erstes Interview
Am Dienstag wird es technischer — und zum ersten Mal sitzt dir die Auswahlkommission gegenüber.
- Geschicklichkeitsparcours mit Merkaufgabe: Vor dem Start werden Informationen eingeprägt (Personenbeschreibungen, Raumdetails), die am Ende des körperlich fordernden Parcours unter Zeitdruck abgerufen werden müssen
- PTV-Test (Praktisch-Technisches Verständnis): Technische Objekte nach Anleitung unter Zeitdruck zusammenbauen — bewertet wird die methodische Struktur, nicht nur das Ergebnis
- Reaktionstest: Messung der Zeit zwischen Signal und motorischer Reaktion
- Schießtest Dienstpistole: Sicherheitsvorschriften und Waffenhandhabung unter Stress stehen im Vordergrund, nicht das Trefferbild
- Erstes Interview (Auswahlkommission): Psychologen und erfahrene GSG9-Beamte, Basis ist der Persönlichkeitstest vom Montag
- Mündlicher Englischtest: Interview und Listening Comprehension
Das erste Interview ist keine Plauderstunde. Die Kommission hat die Persönlichkeitstestdaten vor sich und stellt gezielte Fragen zu Widersprüchen oder auffälligen Profilen. Wer in Stresssituationen zur Selbstdarstellung neigt oder unrealistische Selbsteinschätzungen hat, fällt hier auf.
Tag 3: Hallenhindernisbahn (HHB)
Die Hallenhindernisbahn ist das motorische Kernstück des EAV. 14 Hindernisse, maximal 3:30 Minuten. Jedes Element darf höchstens dreimal versucht werden — wer ein Hindernis dreimal nicht schafft, scheidet sofort aus. Keine Nachverhandlung.
- 7 Hürden (Tischtennisbanden): Überspringen ohne Umstoßen — ein umgeworfenes Element bedeutet Wiederholung der gesamten Reihe
- Klettertau & Tisch: Tisch mittels Klettertau überwinden
- Große Sprossenwand: Vertikal durchklettern (unten rein, oben raus) und abklettern
- Klettertau (vertikal): Hochklettern bis zur Markierung, kontrolliert absteigen — Abspringen ist verboten
- Bock (1,10 m): Grätschsprung
- Umgedrehte Turnbank: Balance auf dem Schmalsteg über die volle Länge
- Barren: Sprung in den Stütz, Durchstützen durch schräggestellte Holmgasse
- 6 Kegel: Slalomlauf durch versetzte Kegelreihen
- Reck (2,20 m): Felgaufschwung — im dritten Versuch ist jede Technik erlaubt
- 3 Kastenteile: Horizontal durchwinden
- Turnpferd (schräg): Umwinden ohne Bodenkontakt
- Umgedrehte Bank & Kästen: Balance und Durchwinden mit 180-Grad-Wende
- Turnpferd (1,20 m): Klassisches Überwinden
- Kleine Sprossenwand: Übersteigen, Zielsprung auf Weichboden
Die HHB-Zeitvorgabe zieht sich durch die gesamte Ausbildung und wird progressiv schärfer: EAV 3:30 min → Basisausbildung 3:00 min → Spezialausbildung 2:30 min. Wer ins EAV geht und die Bahn noch nie trainiert hat, verliert wertvolle Sekunden durch unbekannte Bewegungsabläufe. Gezieltes HHB-Training ist Pflicht.
Tag 3: Höhentest und Schießen mit MP5
Nach der HHB folgen zwei weitere Stationen.
Der Höhentest findet auf einem ungesicherten Übungsparcours statt. Höhenangst ist ein sofortiges Ausschlusskriterium — ohne jede Toleranz. Die GSG9 operiert in allen Höhendimensionen: Abseilen von Gebäuden, Hubschrauberoperationen, Zugriffsszenarien auf Hochhäuser. Wer hier Höhenangst zeigt, kann in der Einheit nicht arbeiten.
Der Schießtest mit der Maschinenpistole MP5 bewertet wie beim Pistolentest primär die sichere Handhabung unter Stress und die korrekte Manipulation der Waffe. Das Trefferbild ist nachrangig — wer im EAV nicht schießen kann, wird es in der Ausbildung lernen. Wer die Waffe unsicher führt, verlässt die Einheit.
Nacht Mittwoch/Donnerstag: Der Belastungslauf
Der Belastungslauf ist das psychische Kernstück des EAV — und er beginnt absichtlich dann, wenn der Körper am wenigsten bereit ist: rund um 3 Uhr morgens.
Die Kandidaten werden aus dem Schlaf gerissen und ohne vollständige Erklärung in eine mehrstündige Laufstrecke geschickt. Platzpatronen, künstlicher Nebel, vollständige Dunkelheit. Die Route führt durch unbekanntes Gelände. Unterwegs: Liegestütze auf Kommando, Richtungsänderungen, physische Überraschungen.
Was direkt nach der Ankunft kommt, ist der eigentliche Test: Konzentrationsaufgaben und eine komplexe Merkfähigkeitsprüfung — zum Beispiel die Rekonstruktion einer kurz zuvor gesehenen Wohnung oder Personenbeschreibungen, die Stunden vorher gezeigt wurden. Wer glaubt, die kognitive Leistung hänge nur vom Training ab und nicht vom Schlafmangel, erhält hier eine sehr direkte Korrektur.
Diese Station simuliert, was im Einsatz real passiert: Ein GSG9-Beamter, der nach einem stundenlangen Anmarsch mit minimaler Kommunikation sofort handlungsfähig sein muss. Wer den Belastungslauf besteht, hat bewiesen, dass er auch nach Stunden ohne Schlaf noch klar denken kann.
Tag 4: Kognitiver Abschlusstest und MMI
Donnerstag. Vier Tage Belastung in den Knochen, kaum Schlaf. Genau jetzt wird nochmal getestet: Wie scharf ist dein Verstand, wenn dein Körper auf Reserve läuft?
Ein rund viereinhalb Stunden dauernder Kognitionstest prüft Merkfähigkeit, Konzentration, logisches Denken und Reaktionsschnelligkeit unter extremem Zeitdruck. Kandidaten, die alle körperlichen Stationen bestanden haben, scheitern hier an nachlassender mentaler Schärfe. Wer das in der Vorbereitung nicht gezielt trainiert hat, merkt es hier.
Den Abschluss bildet das multimodale Interview (MMI) — das finale Gespräch vor der Auswahlkommission. Alle Eindrücke der Woche, alle Testergebnisse, alle Beobachtungen durch Ausbilder fließen hier zusammen. Die Entscheidung über Aufnahme oder Ablehnung fällt auf Basis dieses Gesamtbilds.
Die Härtewoche: Nach dem EAV, vor dem Abzeichen
Die Härtewoche gehört nicht zum EAV selbst, sondern ist der Abschluss der Basisausbildung — also nach bestandenem EAV und nach den ersten Ausbildungsmonaten. Sie steht hier, damit du weißt, worauf du hinarbeitest.
Fünf Tage. Rund 140 Kilometer Strecke mit bis zu 30 Kilogramm Gepäck. Minimaler Schlaf, minimale Verpflegung. Taktische Lagen, Checkpoint-Navigation, physische Belastung durchgehend. Wer die Härtewoche abbricht, verlässt die Einheit — auch wenn er das EAV und alle vorherigen Ausbildungsabschnitte bestanden hat.
Die Härtewoche ist keine Überraschung und kein Geheimnis. Sie ist der letzte Filter, der sicherstellt, dass nur Beamte das GSG9-Abzeichen tragen, die bewiesen haben, dass sie weitermachen, wenn alles in ihnen schreit: Hör auf.
Vorbereitung: Was wirklich zählt
Die häufigsten Fehler bei der EAV-Vorbereitung sind nicht fehlende Motivation — sondern falsche Planung.
- Nur Krafttraining ohne Ausdauer: Der Cooper-Test kommt zuerst und kostet Energie für den Rest des Tages
- Kognitive Vorbereitung vernachlässigen: IQ-Training, Merkfähigkeit und Konzentrationstests unter physischer Vorbelastung simulieren — nicht separat
- Hallenhindernisbahn nie gelaufen: Die HHB hat spezifische Bewegungsabläufe, die untrainiert Zeit kosten und Kraft verschwenden
- Zu spät anfangen: Mindestens 6-9 Monate Vorlauf für solide physische und mentale Vorbereitung
- Wer zwei Tage vor dem EAV noch Maximalkraft trainiert, geht mit Restfatigue in den Cooper-Test. 10 Tage vorher bewusst runterfahren
Was die Besten von den Abgebrochenen unterscheidet, ist selten die physische Ausgangslage. Es ist die Fähigkeit, unter Erschöpfung präzise zu arbeiten — und das ist trainierbar. IQ-Aufgaben nach Intervallläufen, Merkübungen nach Krafttraining, Konzentrationstests am Ende langer Einheiten: Das ist die spezifische Vorbereitung, die den Unterschied macht.
Für das kognitive Training bieten wir mit der PPF CogPrep App eine gezielte Vorbereitung auf die Testverfahren im EAV: Wiener Testsystem, Frankfurter Aufmerksamkeitstest und IQ-Aufgaben unter realistischen Zeitlimits — direkt auf dem Handy, jederzeit trainierbar.
GSG9 Spezialprogramm: 9 Monate gezielte Vorbereitung
Unser GSG9 Spezialprogramm ist ein 9-monatiges 1:1 Coaching mit Trainern, die das EAV selbst bestanden haben. Individueller Trainingsplan, kognitive Vorbereitung, mentales Coaching — alles auf die GSG9-Anforderungen zugeschnitten.
Zum GSG9 Spezialprogramm →Häufige Fragen zum GSG9 Auswahlverfahren
Wie lange dauert das GSG9 Auswahlverfahren?
Das EAV dauert fünf Tage. Die ersten vier Tage sind aktive Belastung mit Sport-, Kognitions- und Persönlichkeitstests. Am fünften Tag werden die Ergebnisse bekanntgegeben und erfolgreiche Kandidaten administrativ eingewiesen.
Wie viele Klimmzüge brauche ich für die GSG9?
Die GSG9 gibt die Mindestanforderung offiziell mit 10 Klimmzügen an, Optimalwert 15. Ausführung: strikter Obergriff, vollständig ausgehängt, kein Schwung. Wer im EAV auf 15 zielt, hat deutlich mehr Puffer — und zeigt, dass er nicht an der Grenze, sondern deutlich darüber ist.
Wie hoch ist die Bestehensquote beim GSG9 EAV?
Bei Bewerbern, die eine EAV-Einladung erhalten, liegt die Aufnahmequote im niedrigen zweistelligen Bereich — rund 10 bis 15 Prozent. Bezogen auf alle eingereichten Bewerbungen ist die Quote noch deutlich geringer. Die meisten Abbrüche passieren nicht im Sporttest, sondern in den kognitiven Phasen.
Kann ich mich als Bundeswehrsoldat bei der GSG9 bewerben?
Nein. Die GSG9 ist eine Spezialeinheit der Bundespolizei — kein Direkteinstieg für Soldaten oder Zivilisten. Der Zugang führt ausschließlich über eine abgeschlossene Polizeiausbildung (mittlerer oder gehobener Dienst, Bundespolizei oder Landespolizei). Militärische Erfahrung wird in der Auswahl positiv gewertet, ersetzt aber nicht die polizeiliche Laufbahnprüfung.
Bis zu welchem Alter kann ich mich bei der GSG9 bewerben?
Das 34. Lebensjahr darf zum Beginn der Ausbildung noch nicht vollendet sein. Diese Grenze ist fix und ergibt sich aus der Amortisationszeit der mehrmonatigen Spezialausbildung und dem physischen Verschleißprofil des Dienstalltags.
Kann ich als Brillenträger oder nach einer Laser-OP zur GSG9?
Eine aktuelle Sehhilfe (Brille oder Kontaktlinsen) führt zum Ausschluss. Eine Laser-Korrektur (z.B. LASIK) ist seit 2019 zugelassen, wenn der Eingriff mindestens zwei Jahre zurückliegt und komplikationsfrei verlaufen ist. Das postoperative Sehvermögen muss den Anforderungen der PDV 300 und den spezifischen Vorgaben der Einheit entsprechen.
Wie oft findet das GSG9 EAV statt?
Zweimal pro Jahr. Genaue Termine laufen über den Dienstweg — eine Bewerbung direkt bei der GSG9 ist nicht möglich.
Was passiert nach bestandenem EAV?
Nach dem EAV folgt eine etwa neunmonatige Ausbildung in zwei Blöcken: Basisausbildung (ca. 4,5 Monate) und Spezialausbildung (ca. 4,5 Monate). Die Basisausbildung endet mit der Härtewoche — wer dort abbricht, verlässt die Einheit unabhängig von allen vorherigen Ergebnissen. Nach erfolgreichem Abschluss erhält der Beamte das Tätigkeitsabzeichen der GSG9 und wird in eine der aktiven Einheiten integriert.
Fazit: So bestehst du das GSG9 Auswahlverfahren
Das GSG9-EAV ist kein Test, bei dem man einfach in Form kommen und dann erscheinen kann. Die Einheit selektiert nach einem sehr spezifischen Profil: körperliche Leistungsfähigkeit auf hohem Niveau, kombiniert mit kognitiver Schärfe unter Erschöpfung und psychischer Stabilität unter Druck. Wer Kraft, Kopf und Psyche getrennt vorbereitet, wird feststellen, dass im EAV alles gleichzeitig kommt.
Was die GSG9 von anderen Einheiten unterscheidet: Sie veröffentlicht ihre Standards. Wer die Anforderungen kennt und früh genug anfängt, hat eine reale Chance. Mehr gibt es bei der GSG9 nicht — und mehr braucht es nicht.

Niklas Voss
Gründer PPF Germany · Ehemaliger Soldat
Niklas ist ehemaliger Soldat und Gründer von PPF Germany. Seit 2019 hat er mit seinem Team aus aktiven Spezialeinheitsangehörigen über 738 Athleten erfolgreich durch militärische und polizeiliche Auswahlverfahren begleitet.
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