
WEGA Auswahlverfahren
Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung
Die WEGA ist die polizeiliche Sondereinheit der Landespolizeidirektion Wien. Sie ist die älteste Polizei-Sondereinheit Österreichs, gegründet noch vor der heutigen EKO Cobra. Im Unterschied zur Cobra ist sie keine stehende Einheit, sondern fährt rund um die Uhr im Sektorstützpunkt-System Streife im Stadtgebiet Wien. Sie übernimmt Festnahmen besonders gefährlicher Personen, Wohnungszugriffe, Notzugriffe bei dynamischen Lagen und den Bezirkssicherheits- und Ordnungsdienst bei Großlagen. Aufnahme über Bestenauslese: Mindestwerte zu erfüllen reicht nicht, entscheidend ist die Position in der Reihung.
Was ist die WEGA?
Die WEGA (Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung) ist die polizeiliche Sondereinheit der Landespolizeidirektion Wien und in der österreichischen Polizei-Nomenklatur auch als 'ASE' (Abteilungssondereinheit) bezeichnet. Sie ist die älteste polizeiliche Sondereinheit in Österreich und entstand vor der heutigen EKO Cobra. Anders als die Cobra arbeitet die WEGA im überlagernden Streifendienst: rund 300 bis 400 Operator fahren im Schichtbetrieb unter dem Rufnamen 'Sektor' permanent durch Wien und werden von Streifenkollegen oder über die Funkstelle zu Einsätzen mit erhöhtem Gefährdungsgrad gerufen. Operative Schwerpunkte: schwere Festnahmen, Wohnungszugriffe gegen bewaffnete oder hochaggressive Täter, Notzugriffe bei dynamischen Lagen (bis die Cobra eintrifft) und Bezirkssicherheits- und Ordnungsdienst (BSOD) bei Fußball-Großlagen, Demonstrationen sowie internationalen Großlagen wie G7- oder G20-Gipfeln.
Die WEGA-Aufnahme folgt einem klaren Prinzip: Bestenauslese, nicht Mindestpunktzahl. Ein ehemaliger WEGA-Operator schildert in einem PPF-Interview die Lektion daraus: 'Ich bin die drei Kilometer in 11:17 gelaufen und habe dann ungefähr 18 Klimmzüge gemacht. Und bin dann nicht reingekommen.' Trotz Werten weit über jedem Mindestkriterium war er in der Reihung nicht unter den besten 20. Sein Fehler im Rückblick: zu viel Körpergewicht aus einer Bodybuilder-Phase und kein test-spezifisches Training. Beim zweiten Anlauf, ein Jahr später mit explizitem Fokus auf die Testkriterien und über 30 Klimmzügen, wurde er aufgenommen.
Das aktuelle Auswahlverfahren (Stand Herbst 2025) besteht aus: 3-Kilometer-Bahnlauf unter 14 Minuten, Schießtest mit der Glock 17, einem Sechser-Test mit jeweils 2 Minuten Pause zwischen den Stationen (Koordinationsparcour Turnsaal etwa 40 Sekunden, Standweitsprung zwischen 2,1 und 2,4 Metern, Bauchaufzüge mit mindestens 3 Wiederholungen, Trapbar-Kreuzheben mit 105 Kilogramm für 5 Wiederholungen, Bankdrücken mit 80 Prozent vom Körpergewicht für 5 Wiederholungen, Klimmzüge mit mindestens 3 Wiederholungen), einer computergestützten psychologischen Eignungsdiagnostik, einem Einsatztaktikparcour sowie einem abschließenden psychologischen Interview. Aus allen Ergebnissen wird eine Gesamtreihung gebildet, nur die besten Bewerber werden in den Basisausbildungslehrgang aufgenommen.
Die WEGA-Basisausbildung (BAL) dauert sechs Monate, davon drei Monate Praxisanbindung in den Sektorstützpunkten. Inhalte: Krafttraining, Lauftraining, Taktiktraining, Schießtraining, Nahkampf, Seiltechnik, taktische Verwundetenversorgung. Wer nach bestandener Aufnahme das Training reduziert, bekommt das in der Ausbildung umgehend zurückgespielt. Ein Ex-WEGA-Operator in der PPF-Online-Akademie: 'Die Kollegen, die gesagt haben, ja passt, jetzt habe ich die Aufnahme geschafft und jetzt trainiere ich weniger, die kriegen halt die Rechnung eiskalt dann in der Ausbildung präsentiert.' Die Ausbilder testen die Werte gleich in den ersten Tagen erneut.
Der WEGA-Alltag ist ein Sechserrad-Rhythmus: Tagdienst (12 Stunden) bis Nachtdienst bis Schlaftag, dann der Zyklus von vorn. Der erste Tagdienst einer Tour ist meist Training am Stützpunkt: Krafttraining, Laufen, Taktik, Schießen. Dazwischen können Werttransporte für die Nationalbank, Zivilzugriffe oder kurzfristige BSOD-Aufträge eingeschoben werden. Eine dauerhafte Tagdienst-Routine gibt es nicht, 17- bis 18-Stunden-Tage sind keine Ausnahme. Das hat Konsequenzen für die Trainingsplanung von Bewerbern, die parallel im regulären Polizeidienst stehen.
Wir bei PPF Germany betreuen aktiv WEGA-Anwärter im Coaching, mehrere unserer Athleten haben die Selektion bestanden. Unsere Vorbereitung kombiniert das Klimmzug-Maximum (Kraft im Verhältnis zum Körpergewicht ist der ehrlichste Indikator), test-spezifisches Lauftraining auf 3 Kilometer unter 14 Minuten, Aufbau auf Trapbar-Kreuzheben mit 105 Kilogramm und Bankdrücken mit 80 Prozent vom Körpergewicht, Sechser-Test-Simulationen, mentale Stress-Konditionierung sowie eine Trainingsperiodisierung, die den Schichtdienst aktiver Polizisten als Konstante einbezieht. Der häufigste Fehler in unserer Coaching-Praxis ist nicht zu wenig Training, sondern test-fremdes Training: wer auf Hypertrophie oder Marathon trainiert, ist nicht WEGA-spezifisch vorbereitet.
Ex-WEGA-Polizist Tobias Oblak im Interview: Wiener Spezialeinheit von innen
Standorte
Sektorstützpunkt-System (Stadtgebiet Wien)
Die WEGA arbeitet im überlagernden Streifendienst und ist über mehrere Sektorstützpunkte rund um Wien stationiert. Operator fahren im Sechserrad-Rhythmus permanent in nummerierten 'Sektor'-Fahrzeugen durch das Stadtgebiet. Trainingsinfrastruktur, taktische Räumlichkeiten und Kraftkammer befinden sich an den Stützpunkten.
Rosarkaserne (Trainingsinfrastruktur)
Zentrale Trainingsinfrastruktur, in deren Kellergeschoss die taktischen Räume liegen, in denen der Einsatztaktikparcour des Auswahlverfahrens stattfindet.
Anforderungen & Voraussetzungen
- Aktiver Polizeibeamter mit abgeschlossener Polizei-Grundausbildung
- Mindestens 1 Jahr Außendiensterfahrung im regulären Polizeidienst
- Österreichische Staatsbürgerschaft
- Überdurchschnittliche körperliche Fitness mit Fokus auf Kraft im Verhältnis zum Körpergewicht
- Bereitschaft zum 24/7-Sektorstützpunkt-Schichtdienst (Sechserrad-Rhythmus)
- Psychische Belastbarkeit für dynamische Hochlast-Lagen im Wiener Stadtgebiet
- Teamplayer-Mentalität (Einzelkämpfer werden im Auswahlgespräch aussortiert)
- Einwandfreies dienstliches Beurteilungsbild und Führungszeugnis
WEGA EAV: Prüfungsbestandteile
Ablauf des WEGA Auswahlverfahrens im Detail
Phase 1: Lauf, Schießtest und Sechser-Test
Der 3-Kilometer-Bahnlauf unter 14 Minuten ist das Eingangskriterium. Wer hier knapp ankommt, geht mit Defizit in den Sechser-Test. Schießtest erfolgt mit der Glock 17, der Wiener Polizei-Standardbewaffnung. Der Sechser-Test (Stand Herbst 2025) besteht aus sechs Stationen mit je 2 Minuten Pause: Koordinationsparcour Turnsaal (etwa 40 Sekunden), Standweitsprung 2,1 bis 2,4 Meter, Bauchaufzüge mit mindestens 3 Wiederholungen, Trapbar-Kreuzheben 105 Kilogramm für 5 Wiederholungen, Bankdrücken mit 80 Prozent vom Körpergewicht für 5 Wiederholungen, Klimmzüge mit mindestens 3 Wiederholungen. Jede Station gibt Punkte, die in die Gesamtreihung einfließen.
Phase 2: Computergestützte psychologische Eignungsdiagnostik
Die WEGA hat zwei psychologische Tests im Auswahlverfahren. Der erste läuft computergestützt und prüft Reaktion, Wahrnehmung, Stresstoleranz und Persönlichkeitsdimensionen. Wer den ersten Test nicht besteht, scheidet aus. Vorbereitung über Original-Testmaterialien ist legitim und empfehlenswert, weil die Test-Logik trainierbar ist.
Phase 3: Einsatztaktikparcour
Der Einsatztaktikparcour findet in den taktischen Räumlichkeiten der Rosarkaserne statt. Hier wird das Verhalten unter physischer Vorbelastung bewertet: Waffenhaltung, Raum-Bewegung, Eckenschneiden, Sicherheits-Identifikation. Vorbelastung erfolgt durch Lauf mit zwei vollen Wasserkanistern. Die Bewertung erfolgt durch erfahrene WEGA-Ausbilder.
Phase 4: Psychologisches Interview und Reihung
Das abschließende Interview mit der Auswahlkommission bewertet Persönlichkeits-Passung, Teamplayer-Eigenschaften und Motivation. Aus allen Stationen wird eine Gesamtreihung gebildet. Nur die besten Bewerber kommen in den Basisausbildungslehrgang. Mindestpunktzahl zu erreichen reicht nicht: ein Ex-WEGA-Operator beschreibt im PPF-Interview, wie er mit 11:17 auf 3 Kilometer und 18 Klimmzügen bis zum Hearing kam, aber in der Reihung nicht unter den besten 20 lag.
Phase 5: WEGA-Basisausbildung (BAL)
Nach Aufnahme folgt der WEGA-Basisausbildungslehrgang mit 6 Monaten Theorie und Praxis plus 3 Monaten Praxisanbindung im Sektorstützpunkt. Inhalte: Krafttraining, Lauftraining, Taktiktraining, Schießtraining, Nahkampf, Seiltechnik, taktische Verwundetenversorgung. Wer nach bestandener Aufnahme das Training reduziert, wird in den ersten Tagen der Ausbildung direkt mit erneuten Werte-Checks konfrontiert.
Ausbildung nach bestandenem EAV
Nach bestandener Aufnahme folgt der WEGA-Basisausbildungslehrgang (BAL): 6 Monate plus 3 Monate Praxisanbindung. Inhalte: Krafttraining, Lauftraining, Taktiktraining, Schießtraining, Nahkampf, Seiltechnik, taktische Verwundetenversorgung. Anschließend operatives Dienst-Leben im Sektorstützpunkt-Sechserrad: Tagdienst (12 Stunden) gefolgt von Nachtdienst gefolgt von Schlaftag. Der erste Tagdienst einer Tour ist meist Training am Stützpunkt, eingestreut werden Werttransporte für die Nationalbank, Zivilzugriffe oder kurzfristige BSOD-Aufträge. 17- bis 18-Stunden-Tage sind keine Ausnahme. Internationale Großlagen (G7, G20) gehören zum Aufgabenprofil.
Besoldung & Vergütung
Als aktiver Polizeibeamter bezieht der WEGA-Operator die Besoldung der Wiener Polizei gemäß Dienstgrad. Schichtzulagen, Bereitschaftsdienst und spezialisierte Funktionen werden über Zulagen ergänzend vergütet. Konkrete Werte werden im internen Bewerbungsprozess kommuniziert.
WEGA Vorbereitung: Tipps
- →Test-spezifisch trainieren, nicht generisch. Hypertrophie- oder Marathon-Training führt zum falschen Kraft-zu-Körpergewicht-Verhältnis. Die WEGA-Selektion wertet Klimmzüge schwer.
- →3-Kilometer-Bahnlauf unter 14 Minuten als harte Hürde planen. Wer hier knapp ankommt, geht mit Defizit in den Sechser-Test.
- →Trapbar-Kreuzheben mit 105 Kilogramm für 5 Wiederholungen und Bankdrücken mit 80 Prozent vom Körpergewicht für 5 Wiederholungen langfristig aufbauen. Beide brauchen mehrjährige Kraftbasis.
- →Klimmzug-Maximum als zentralen Indikator behandeln. Ein Ex-WEGA-Operator: 'Der Klimmzug war die ehrlichste Übung vom Verhältnis von Kraft zu Körpergewicht.'
- →Einsatztaktik-Trockenübung mit Wasserkanistern. Der Einsatztaktikparcour startet mit Belastung durch Lauf mit zwei vollen Kanistern. Wer Waffenhaltung nur ausgeruht trainiert hat, fällt unter Belastung auf.
- →Computergestützten Psych-Test mit Original-Testbüchern üben. Die Test-Logik ist trainierbar und unterschätzt.
- →Den Schichtdienst in die Trainingsplanung integrieren. Aktiv-Polizisten brauchen eine Periodisierung, die nach Nachtschichten reduzierte Einheiten zulässt.
- →Teamplayer-Mentalität konkret zeigen. Im Auswahlgespräch werden Einzelkämpfer-Erzählungen aussortiert. Ein Ex-WEGA-Operator: 'Du musst in erster Linie einmal ein Teamplayer sein, das heißt, der Einzelkämpfer ist definitiv nicht gefragt.'
Videos zur WEGA Vorbereitung
Häufig gestellte Fragen zum WEGA Auswahlverfahren
Was ist die WEGA?
Die WEGA (Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung) ist die polizeiliche Sondereinheit der Landespolizeidirektion Wien, in der Polizei-Nomenklatur auch ASE (Abteilungssondereinheit) genannt. Sie ist die älteste Polizei-Sondereinheit Österreichs und entstand vor der heutigen EKO Cobra. Anders als die Cobra arbeitet die WEGA im überlagernden Streifendienst und ist 24/7 im Sektorstützpunkt-System aktiv. Rund 300 bis 400 Operator decken Wien permanent ab.
Wie unterscheidet sich die WEGA von der EKO Cobra?
Die WEGA arbeitet auf Landesebene Wien und ist eine fahrende Einheit (Streifendienst rund um die Uhr). Die EKO Cobra ist bundesweit zuständig und arbeitet als stehende Einheit aus festen Standorten. Aufgaben-Grenze: Alles, was verifizierte Schusswaffe oder Sprengstoff betrifft, fällt in den Bereich der Cobra. Die WEGA übernimmt schwere Festnahmen, Wohnungszugriffe, dynamische Lagen und den Bezirkssicherheits- und Ordnungsdienst. Bei dynamischen Lagen mit Waffen ist die WEGA häufig erst vor Ort und übergibt an die Cobra, sobald die Lage statisch wird. Beim Wien-Amoklauf 2020 stoppte die WEGA den Täter in 9 Minuten, weil sie schneller vor Ort war als die Cobra anrücken konnte.
Welche Sport-Anforderungen muss ich erfüllen?
Stand Herbst 2025: 3-Kilometer-Bahnlauf unter 14 Minuten, Sechser-Test mit Koordinationsparcour Turnsaal (etwa 40 Sekunden), Standweitsprung 2,1 bis 2,4 Meter, Bauchaufzügen mit mindestens 3 Wiederholungen, Trapbar-Kreuzheben 105 Kilogramm für 5 Wiederholungen, Bankdrücken mit 80 Prozent vom Körpergewicht für 5 Wiederholungen, Klimmzügen mit mindestens 3 Wiederholungen. Dazu Schießtest mit der Glock 17, computergestützte psychologische Eignungsdiagnostik, Einsatztaktikparcour und psychologisches Interview.
Wie hart ist die WEGA-Selektion wirklich?
Die WEGA-Selektion folgt dem Bestenauslese-Prinzip: Mindestkriterien zu erfüllen reicht nicht. Ein ehemaliger WEGA-Operator schildert im PPF-Interview, wie er beim ersten Versuch mit 11:17 auf 3 Kilometer und 18 Klimmzügen ausschied, weil er in der Gesamtreihung nicht unter den besten 20 war. Beim zweiten Anlauf, ein Jahr später mit explizitem test-spezifischem Training und über 30 Klimmzügen, wurde er aufgenommen.
Wer kann sich bei der WEGA bewerben?
Aktive Polizeibeamte mit abgeschlossener Polizei-Grundausbildung und mindestens einem Jahr Außendiensterfahrung im regulären Polizeidienst. Bewerbung intern über den Dienstweg der Landespolizeidirektion Wien. Mit dem ersten Außendienst-Jahr im Rücken kann man sich theoretisch früh bewerben, allerdings empfehlen aktive und ehemalige Operator mehr Diensterfahrung, weil die WEGA-Selektion auch Polizei-Routine bewertet.
Was ist der häufigste Selektions-Killer?
Test-fremdes Training. Wer auf Hypertrophie oder Marathon trainiert, hat das falsche Verhältnis von Kraft zu Körpergewicht. Klimmzug ist die ehrlichste Übung in diesem Verhältnis und wird in der Reihung schwer gewichtet. Wer 100 Kilogramm wiegt und 18 Klimmzüge schafft, fällt gegen jemanden mit 80 Kilogramm und 30 Klimmzügen hinten ab. Außerdem: mangelnde Teamplayer-Haltung im Interview, Einzelkämpfer werden aussortiert.
Wie sieht der WEGA-Alltag aus?
Sechserrad-Rhythmus: Tagdienst (12 Stunden), Nachtdienst, Schlaftag, Zyklus von vorn. Erster Tagdienst einer Tour meist Training am Sektorstützpunkt. Dazwischen Werttransporte für die Nationalbank, Zivilzugriffe, BSOD-Aufträge bei Fußballspielen und Demonstrationen. 17- bis 18-Stunden-Tage sind keine Ausnahme. Bei internationalen Großlagen wie G7- oder G20-Gipfeln wird die WEGA auch außerhalb Wiens eingesetzt.
Wie lange dauert die WEGA-Ausbildung?
Nach bestandenem WEGA-Aufnahmeverfahren folgt der Basis-Ausbildungslehrgang von rund 6 Monaten, ergänzt um eine weitere Spezialisierungs-Phase von etwa 3 Monaten. Inhalte: taktische Operationen, Zugriffstechniken, Schießen unter Bewegung, Einsatztaktik in städtischer Umgebung, Festnahmetechniken, Verhalten bei dynamischen Lagen. Nach Abschluss des Lehrgangs ist der Operator voll einsatzfähig und tritt in den Sechserrad-Schichtdienst der WEGA-Sektorstützpunkte ein. Die Ausbildung wird intern durch erfahrene WEGA-Operator und Ausbilder geführt.
Was ist der 6er-Test bei der WEGA?
Der 6er-Test ist ein Koordinations-Parcour im Turnsaal mit etwa 40 Sekunden Zielzeit. Er kombiniert Sprung-, Wende-, Bück- und Sprintsequenzen in fester Reihenfolge und prüft Koordinationsfähigkeit, anaerobe Kapazität und schnelle Bewegungs-Umschaltung unter Zeitdruck. Wer auf reine Hypertrophie oder Marathon trainiert, scheitert hier oft, weil die Beweglichkeits- und Koordinations-Komponente vernachlässigt wurde. Der 6er-Test gehört zum Pflicht-Sportblock neben 3-km-Bahnlauf und Kraftwerten und fließt nach Bestenauslese-Prinzip in die Gesamtreihung ein.
Welche Waffen nutzt die WEGA?
Standard-Faustfeuerwaffe ist die Glock 17. Im Schießtest des Auswahlverfahrens wird mit der Glock 17 geprüft. Für den operativen Einsatz nutzt die WEGA ergänzend halbautomatische Karabiner und taktische Schrotflinten, je nach Lage. Sondereinsatzmittel wie ballistische Schilde, Distanzschock-Waffen und nicht-letale Mittel kommen bei dynamischen Lagen, schweren Festnahmen und BSOD-Einsätzen zum Tragen. Detail-Konfigurationen werden in der WEGA-internen Ausbildung vermittelt und nicht öffentlich kommuniziert.
Was verdient man bei der WEGA mehr als im regulären Polizeidienst?
WEGA-Operator sind Polizeibeamte der Landespolizeidirektion Wien. Die Grundbesoldung folgt dem Polizei-Gehaltsschema des Bundes nach Dienstgrad und Verwendungsgruppe. Zusätzlich kommen Spezialeinheits-Zulagen, Schichtdienst-Zuschläge wegen des Sechserrad-Rhythmus mit Tag- und Nachtdiensten, sowie Einsatz- und Gefahrenzulagen. Konkrete Beträge werden im internen Bewerbungsprozess kommuniziert. Wegen der hohen Schicht-Belastung und der 17- bis 18-Stunden-Tage liegt das Nettoeinkommen WEGA-Operator typischerweise über dem regulären Wiener Streifendienst, ohne dass es ein klassisches Spezialeinheits-Gehalt nach US-Vorbild gäbe.
Können Frauen zur WEGA?
Die WEGA ist offen für alle aktiven Polizeibeamten der Landespolizeidirektion Wien mit abgeschlossener Polizei-Grundausbildung und Außendiensterfahrung, unabhängig vom Geschlecht. Bewerberinnen durchlaufen identische Sporttests mit identischen Schwellenwerten und werden nach identischem Bestenauslese-Prinzip gereiht. Konkrete Aufnahmequoten weiblicher Bewerberinnen kommuniziert die LPD Wien nicht öffentlich. Die Anforderungen wie 3-km-Bahnlauf unter 14 Minuten, Klimmzüge und Trapbar-Kreuzheben gelten unverändert.
Wie unterscheidet sich die WEGA von der SIG?
Die WEGA ist die Wiener Sondereinheit (LPD Wien), arbeitet im überlagernden Streifendienst rund um die Uhr und deckt das Stadtgebiet Wien mit 300 bis 400 Operator ab. Die SIG (Schnelle Interventionsgruppe) ist 2021 als Pendant in den anderen Landespolizeidirektionen außer Wien gegründet worden und schließt dort die Lücke zwischen Streifendienst und EKO Cobra. Strukturell ist die SIG kleiner und nicht 24/7-Streifenbasiert wie die WEGA. Wer in Wien dient, bewirbt sich bei der WEGA. Wer in einem anderen Bundesland dient, bewirbt sich bei der jeweiligen SIG.
Coacht PPF Germany WEGA-Anwärter?
Ja. Wir betreuen aktiv WEGA-Anwärter, mehrere unserer Athleten haben die Selektion bestanden. Unsere Vorbereitung ist test-spezifisch: 3-Kilometer-Bahnlauf unter 14 Minuten, Trapbar-Kreuzheben mit 105 Kilogramm, Bankdrücken mit 80 Prozent vom Körpergewicht, Klimmzug-Maximum, Einsatztaktik-Stressbelastung. Die Trainingsperiodisierung integriert den Schichtdienst aktiver Polizisten. Vorbereitung läuft typischerweise 12 bis 24 Monate. Kontakt für ein Erstgespräch über die PPF-Erstberatung.
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