Die WEGA-Aufnahme folgt einem klaren Prinzip: Bestenauslese, nicht Mindestpunktzahl. Ein ehemaliger WEGA-Operator schildert in einem PPF-Interview die Lektion daraus: 'Ich bin die drei Kilometer in 11:17 gelaufen und habe dann ungefähr 18 Klimmzüge gemacht. Und bin dann nicht reingekommen.' Trotz Werten weit über jedem Mindestkriterium war er in der Reihung nicht unter den besten 20. Sein Fehler im Rückblick: zu viel Körpergewicht aus einer Bodybuilder-Phase und kein test-spezifisches Training. Beim zweiten Anlauf, ein Jahr später mit explizitem Fokus auf die Testkriterien und über 30 Klimmzügen, wurde er aufgenommen.
Das aktuelle Auswahlverfahren (Stand Herbst 2025) besteht aus: 3-Kilometer-Bahnlauf unter 14 Minuten, Schießtest mit der Glock 17, einem Sechser-Test mit jeweils 2 Minuten Pause zwischen den Stationen (Koordinationsparcour Turnsaal etwa 50 Sekunden, Standweitsprung zwischen 2,1 und 2,4 Metern, Bauchaufzüge mit mindestens 3 Wiederholungen, Trapbar-Kreuzheben mit 105 Kilogramm für 5 Wiederholungen, Bankdrücken mit 80 Prozent vom Körpergewicht für 5 Wiederholungen, Klimmzüge mit mindestens 3 Wiederholungen), einer computergestützten psychologischen Eignungsdiagnostik, einem Einsatztaktikparcour sowie einem abschließenden psychologischen Interview. Aus allen Ergebnissen wird eine Gesamtreihung gebildet, nur die besten Bewerber werden in den Basisausbildungslehrgang aufgenommen.
Die WEGA-Basisausbildung (BAL) dauert sechs Monate, davon drei Monate Praxisanbindung in den Sektorstützpunkten. Inhalte: Krafttraining, Lauftraining, Taktiktraining, Schießtraining, Nahkampf, Seiltechnik, taktische Verwundetenversorgung. Wer nach bestandener Aufnahme das Training reduziert, bekommt das in der Ausbildung umgehend zurückgespielt. Ein Ex-WEGA-Operator in der PPF-Online-Akademie: 'Die Kollegen, die gesagt haben, ja passt, jetzt habe ich die Aufnahme geschafft und jetzt trainiere ich weniger, die kriegen halt die Rechnung eiskalt dann in der Ausbildung präsentiert.' Die Ausbilder testen die Werte gleich in den ersten Tagen erneut.
Der WEGA-Alltag ist ein Sechserrad-Rhythmus: Tagdienst (12 Stunden) bis Nachtdienst bis Schlaftag, dann der Zyklus von vorn. Der erste Tagdienst einer Tour ist meist Training am Stützpunkt: Krafttraining, Laufen, Taktik, Schießen. Dazwischen können Werttransporte für die Nationalbank, Zivilzugriffe oder kurzfristige BSOD-Aufträge eingeschoben werden. Eine dauerhafte Tagdienst-Routine gibt es nicht, 17- bis 18-Stunden-Tage sind keine Ausnahme. Das hat Konsequenzen für die Trainingsplanung von Bewerbern, die parallel im regulären Polizeidienst stehen.
Wir bei PPF Germany betreuen aktiv WEGA-Anwärter im Coaching, mehrere unserer Athleten haben die Selektion bestanden. Unsere Vorbereitung kombiniert das Klimmzug-Maximum (Kraft im Verhältnis zum Körpergewicht ist der ehrlichste Indikator), test-spezifisches Lauftraining auf 3 Kilometer unter 14 Minuten, Aufbau auf Trapbar-Kreuzheben mit 105 Kilogramm und Bankdrücken mit 80 Prozent vom Körpergewicht, Sechser-Test-Simulationen, mentale Stress-Konditionierung sowie eine Trainingsperiodisierung, die den Schichtdienst aktiver Polizisten als Konstante einbezieht. Der häufigste Fehler in unserer Coaching-Praxis ist nicht zu wenig Training, sondern test-fremdes Training: wer auf Hypertrophie oder Marathon trainiert, ist nicht WEGA-spezifisch vorbereitet.
WEGA EAV: Prüfungsbestandteile
01Interne Bewerbung über den Dienstweg der Landespolizeidirektion Wien
023-Kilometer-Bahnlauf unter 14 Minuten
03Schießtest mit der Glock 17 (Wiener Polizei-Standardbewaffnung)
04Sechser-Test mit 2 Minuten Pause zwischen den Stationen: Koordinationsparcour Turnsaal ca. 50 sek, Standweitsprung 2,1 bis 2,4 m, Bauchaufzüge ≥ 3 WDH, Trapbar-Kreuzheben 105 kg × 5, Bankdrücken 80 % vom KG × 5, Klimmzüge ≥ 3 WDH
05Computergestützte psychologische Eignungsdiagnostik
06Einsatztaktikparcour
07Psychologisches Interview mit Auswahlkommission
08Gesamtreihung nach Bestenauslese (Mindestkriterien reichen nicht)
09Aufnahme in den WEGA-Basisausbildungslehrgang (BAL): 6 Monate plus 3 Monate Praxisanbindung
Analysegespräch zur WEGA-Vorbereitung
In einem kostenlosen 30-Minuten-Gespräch analysieren wir deinen aktuellen Stand, zeigen die kritischen Lücken zum Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung-Auswahlverfahren auf und sagen dir konkret, was du in den nächsten Wochen anders machen solltest. Keine Verkaufsshow, keine Verpflichtung.

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